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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Willkommen auf  der Homepage von TIROLENSIEN.AT ! 

 

Diese Webseite wurde mit dem freien Inhaltsverwaltungssystem JOOMLA erstellt. Dieses aus dem Open Sorce Projekt Mambo hervorgegangene Content Management System dient in erster Linie dem Erstellen von Webseiten mit veränderlichen, d.h. dynamischen Inhalten, die von mehreren Personen editiert werden können, eignet sich aber auch als Redaktionssystem für umfangreichere private Homepages, da es dem Autor erlaubt, Texte und Bilder mit Hilfe von Upload- und Editierwerkzeugen online zu stellen. Trotz der benutzerfreundlichen Bedienung des Programms wäre es mir aber nicht möglich gewesen, diese Datenbank, so wie sie hier vorliegt, der Öffentlichkeit zur Nutzung anbieten zu können. Dass dies möglich war, verdanke ich meinem Webmaster Dipl. Inf. Johannes Gruber, der mich nicht nur auf JOOMLA aufmerksam gemacht hat, sondern mir mit Rat und Tat zur Seite stand, wann immer ich Hilfe benötigte. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. 

Was Sie hier vor sich sehen, ist eine Art Perpetual BETA-Version einer Homepage, die kontinuierlich weiterentwickelt wird und nie wirklich fertig ist. Sie enthält noch lange nicht alle Inhalte, die ich dem Nutzer zur Verfügung stellen möchte. Zum einen sind es noch urheberrechtliche Hürden, die es zu überwinden gilt, und zum anderen spielte auch der Zeitfaktor eine Rolle.

 

Vor die Entscheidung gestellt, dieses Werk möglichst vollständig und mängelfrei, dafür aber zu einem späteren Termin zu präsentieren, oder nur einen Teil – wenngleich den Hauptteil – schon jetzt ins Netz zu stellen, habe ich mich für die letztere Variante entschieden. Das heißt, dass der Nutzer dieser Webseite auf Schreibfehler oder andere Ungereimtheiten stoßen wird, die erst im Laufe der Zeit beseitigt sein werden. Ich bitte daher um Nachsicht, wenn noch nicht alles so funktioniert, wie das vielleicht zu erwarten wäre. Aufgrund der beschriebenen Eigenschaften von JOOMLA dürfte es aber kein Problem sein, die zu Tage tretenden Mängel mit der Zeit zu eliminieren. 

 

WAS finde ich hier? 

 

Auf dieser Website wird dem Benutzer ein Sammelsurium von Texten und Bildern aus dem alten Tirol geboten. 

Das Kernstück bildet eine Datenbank mit mehr als 13.000 Datensätzen, die aus Berichten, Meldungen und Beiträgen zusammengestellt wurde, die in der Tageszeitung INNSBRUCKER NACHRICHTEN erschienen sind. (Derzeit sind die Jahrgänge 1854 – 1903 erfasst.)

Ergänzt wird diese Datensammlung durch einen Katalog von Dokumenten und Urkunden von unterschiedlicher Qualität und Herkunft. Die weitgehend unbekannten und bis dato auch noch unveröffentlichten Schriften sind das Produkt einer regen Sammlertätigkeit, deren Fokus auf alle möglichen Themengebiete gerichtet war.

Ein Forschungsgegenstand, der meine Aufmerksamkeit in den Achtziger- und auch noch Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts besonders gefesselt hat, war die Geschichte des Stiftes Stams. Dementsprechend umfangreich ist das Material, das aus dieser Zeit in Form von Abschriften, Fotokopien und Fotografien in meinen Kästen, Schränken und anderen Behältnissen lagert. Einen Teil dieser Schriften habe ich im Laufe der Zeit in Druckschrift übertragen. Diese Dokumente können jederzeit ins Netz gestellt werden könnten. (Vorher möchte ich allerdings noch das Placet des Abtes einholen, da die seinerzeit von Abt Köll erteilte mündliche Zustimmung diese Art der Veröffentlichung nicht mitumfasst.)

Als gebürtiger Silzer habe ich mich natürlich auch mit der Geschichte meines Heimatortes befasst. Daher wird – wenn das Projekt INNSBRUCKER NACHRICHTEN einmal angelaufen ist – auch die von Josef Sparber im Jahre 1929 fertiggestellte Pfarrchronik auf dieser Webseite zu finden sein. (Pfarrer Josef Sparber ist am 31. Jänner 1938 in Hall in Tirol verstorben. Das Werk ist damit seit dem 1. Jänner 2009 gemeinfrei.)

Eine Geschichtsquelle ganz anderer Art ist das Tagebuch des Rekruten Heinz H., das dieser in seiner Ausbildungszeit als Soldat im Lager Bruck an der Mur und später in Tirol geführt hat. Ich habe dieses Tagebuch vor Jahren auf dem Flohmarkt um 50 Schilling erworben und den Text in eine Word-Dateien übertragen. Es umfasst nur den relativ kurzen Zeitabschnitt vom 15. Juni bis zum 25. August 1915, enthält aber viele interessante Details, die besonders für Militärhistoriker von Interesse sein werden.

Dokumente und Urkunden, die sich nirgends einordnen lassen, werden in der Rubrik mit der Bezeichnung „VARIA“ eingeordnet.

Eine eigenen Abschnitt auf dieser Webseite ist meiner Ansichtskartensammlung gewidmet. Die Vorarbeiten zur Veröffentlichung stehen kurz vor dem Abschluss.

Damit sich der Leser auch ein Bild machen kann, wie das alte Innsbruck zu verschiedenen Zeiten ausgesehen hat, werden auf dieser Webseite auch mehrere Stadtpläne von Innsbruck hinzugefügt.

 

1.  TIROL UND DIE LANDESHAUPTSTADT INNSBRUCK IN EINER ZUSAMMENSTELLUNG VON MELDUNGEN UND BERICHTEN AUS DEN    I N N S B R U C K E R   N A C H R I C H T E N DER JAHRGÄNGE  1854 BIS 1903  (ca. 13.000 Datensätze)

  

 

  

Wie diese Datenbank entstanden ist

 

Die Erstellung dieser Datenbank war nicht geplant. Zuerst waren es nur ein paar flüchtige Notizen für den eigenen Gebrauch, die ich mir angefertigt habe, aber schon bald begann ich jede Ausgabe systematisch zu sichten. Nach Durchsicht von 50 Jahrgängen (das sind bei 300 Ausgaben pro Jahr ungefähr 15.000 Zeitungen, die ich durchgesehen habe) lag schließlich eine Word-Datei vor, die ausgedruckt auf Papier im DIN-A4 Format 675 Seiten umfasst. Dieses Dokument wollte ich nicht einfach so ins Netz stellen. Auf der Suche nach einer bedarfsgerechten Darstellungsform bin ich auf das Open Sorce Programm JOOMLA gestoßen, das sich vorzüglich zum Erstellen von Webseiten mit dynamischen Inhalten eignet. Die Einbindung des zuerst als Word-Dokument vorliegenden Textes in die mit JOOMLA generierte Datenbank war zwar relativ aufwändig – jeder der insgesamt 13.200 Datensätze musste per Hand einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden, jedoch hat sich der Aufwand gelohnt.  

Nicht immer einfach war die Zuordnung der einzelnen Meldungen und Berichte zu einer passenden Kategorie bzw. Unterkategorie. Überschneidungen von Sachgebieten waren an der Tagesordnung. Aus programmtechnischen Gründen konnte ein und derselbe Text immer nur einer Kategorie zugeordnet werden. Für Artikel, die sich nirgends einordnen ließen, wurde eine Unterkategorie mit einer möglichst neutralen Bezeichnung geschaffen oder es wurden einfach mehrere Sachverhalte in einer Kategorie zusammengefasst. Fehler die mir bei der Zuordnung der Datensätze unterlaufen sind, werden ebenso wie Rechtschreibfehler oder stilistische Unstimmigkeiten – sofern sie störend sind – nach und nach berichtigt werden. Bei dieser Gelegenheit werden Datensätze, die nur aus Stichworten bestehen, noch etwas „aufgefettet“, sodass sie lesbarer werden.

 

Zur Geschichte der Innsbrucker Nachrichten

 

Die im Verlag der Wagnerischen Buchdruckerei erscheinenden Innsbrucker Nachrichten, die erstmals am 25. Jänner 1854 als Probenummern zur Verteilung gelangten, zählten bis zu ihrer Einstellung im Jahre 1945 zu den beliebtesten und meistgelesenen Presseerzeugnissen unseres Landes. Die Anfänge des Blattes fallen noch in die Kinderzeit der österreichischen Publizistik, in der noch jeder Bericht und jede Meldung vom Rotstift des Zensors bedroht war. Eine objektive Darstellung der politischen Verhältnisse war unter diesen Umständen praktisch unmöglich. Da Kritik an den bestehenden Verhältnissen verpönt war, blieb die Berichterstattung in den ersten Jahren des Erscheinens der „Nachrichten“ daher auf die notwendigsten Mitteilungen über lokale Verhältnisse beschränkt. Aber das Wenige, das geboten wurde, war handverlesen und von ausgezeichneter Qualität.

Mit der Zeit erweiterte sich auch der Rahmen es Blattes. Die neuen technischen Hilfsmittel, das gesteigerte Interesse der Bevölkerung an den Weltbegebenheiten, die verfassungsmäßigen Einrichtungen in Staat und Land und Gemeinde, der Rechtspflege, die neuen Wehreinrichtungen, die Verhältnisse und Vorgänge der mannigfachen Art, deren Inbegriff das öffentliche Leben Österreichs ausmachte, brachte eine redaktionelle und technische Arbeitsteilung mit sich, die es allein möglich macht, den reichhaltigen Stoff zu bewältigen. Aus der „Innsbrucker Stadtpost“, deren vorgegebener inhaltlicher Rahmen schon vorher des Öfteren durch Berichte über Ereignisse außerhalb von Innsbruck gesprengt worden war, die Rubrik „Verschiedenes“, in der über die Unvorsichtigkeit, Operngucker am Rande der Galeriebrüstungen stehen zu lassen, ebenso berichtet wurde, wie über Schwurgerichtsprozesse, Hochwasserschäden oder das Stiftungsfest einer Dorffeuerwehr.

Als zur Beginn der Sechzigerjahre die konservativen Kräfte  und Liberalen in einem erbitterten Ringen um die Vorherrschaft lagen, ließen sich die Innsbrucker Nachrichten von keiner der Parteien vereinnahmen. 1859 wurde die Wagnerischen Druckerei samt den Nachrichten von Anton von Schumacher übernommen, dessen Devise es war „einem gesunden Fortschritt zu huldigen, ohne aufdringlich zu wirken“. Ansonsten aber galt auch in seinem Unternehmen der Grundsatz, dass „Langeweile die einzige verwerfliche Eigenschaft des Journalismus ist.“ Die Leser wussten diese Einstellung zu schätzen und so stiegen die „Nachrichten“ vom einfachen Lokalblatt zu einem angesehenen Regionalblatt auf, das nicht nur im Norden und Süden des Landes, sondern auch in Vorarlberg gelesen wurde. Es nimmt daher nicht Wunder, dass die Auflage des Blattes sich in den neunziger Jahren auf 10.000 Exemplare steigern konnte.

Mit der Übernahme der Wagnerischen Universitäts-Buchdruckerei am 1. Jänner 1898 durch Eckhart von Schumacher änderte sich die politische Haltung der Innsbrucker Nachrichten, nicht jedoch der wirtschaftliche Erfolg. Anders als sein Vorgänger, trat der neue Inhaber entschieden für das Deutschtum im Kaiserstaat ein und schon bald nahm das auch äußerlich veränderte Blatt, wenn es darum ging, die italienisch-sprechende Bevölkerung in Tirol mit ihren Ansprüchen in die Schranken zu weisen, eine führende Rolle ein. Die Vielfalt der Inhalte und die Verlässlichkeit der verwendeten Quellen machten dieses Manko aber spielend wett.

Das änderte sich erst, als die Innsbrucker Nachrichten in den Bannkreis des Nationalsozialismus geriet und ab 1938 als einzig noch verbleibende Tageszeitung im wahrsten Sinne des Wortes konkurrenzlos war. Von dieser teuflischen Umarmung haben sich die Nachrichten, die im Laufe ihres Bestehens so manchen Stürmen ausgesetzt war, nicht mehr erholt. Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches im Jahre 1945 wurde das Blatt eingestellt, von den Besatzungstruppen mit österreichischen Journalisten, die durch keine Nazi-Vergangenheit belastet neu besetzt und als TIROLER TAGESZEITUNG neu gegründet zu werden.

 

Ihre Bedeutung als Geschichtsquelle

 

Konrad Fischnaler, der Verfasser der Chronik von Innsbruck war einer der Ersten, der den Wert eines Zeitungsarchivs für die Geschichtsforschung erkannt hat. Im Vorwort zu der 1929 erschienen Chronik berichtet er, dass die neuen Besitzer der Wagner´schen Buchdruckerei, die Herren Rutzinger, C. Buchroithner und H. Glaser, die zugleich Eigentümer und Herausgeber der INNSBRUCKER NACHRICHTEN waren, zum 75-jährigen Bestande des Blattes die Ausgabe einer Festschrift ins Auge fassten. Bei dieser Gelegenheit wurden sämtliche Jahrgänge – mehr als 200 Bände – einer eingehenden Musterung unterzogen. Diese Sichtung ergab einen solchen Reichtum und solche Mannigfaltigkeit an wissenswerten und lehrreichen Nachrichten über die Schicksale der Landeshauptstadt, dass man – wie Fischnaler nicht müde wurde zu betonen – dieses Printmedium mit Fug und Recht als eine der Hauptquellen der Geschichte Innsbrucks ansehen könne.

Die Fülle an Informationen, die Fischnaler einst so begeisterte, beschränkt sich aber nicht nur auf die Landeshauptstadt. Zwar wurde den Lesern in den ersten Jahren hauptsächlich „Innsbruckerisches“ geboten, aber schon bald wurden im Lokalteil der Nachrichten auch Meldungen und Berichte aus den Landgemeinden eingestreut. Deren Umfang nahm mit den Jahren immer mehr zu, sodass die Rubrikbezeichnung „Innsbrucker Stadtpost“ als nicht mehr zutreffend erkannt und aufgegeben wurde. In den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts wurden Berichte über lokale Ereignisse und Weltnachrichten noch nicht scharf getrennt, sondern unter der Rubrik „Verschiedenes“ bzw. „Lokales und Verschiedenes“ angeboten. Ab 1891 wurde diese Rubrik mit der Bezeichnung „Aus Stadt und Land“ versehen. Ihr wurde die Rubrik „Aus aller Welt“ gegenübergestellt.

Obwohl Fischnaler aus dem vorhandenen Material bereits eine Chronik erstellt hat, ist der Schatz an Informationen – auch was die Meldungen und Berichte über Innsbruck betrifft – noch längst nicht gehoben.

 

Die Innsbrucker Nachrichten und das Projekt ANNO

 

Wer vor dem Jahre 2005 in die INNSBRUCKER NACHRICHTEN Einsicht nehmen wollte, musste sich in die Bibliothek des Museums Ferdinandeum oder in den Lesesaal der Universität begeben. Das bedeutete für Berufstätige eine große Erschwernis, da für diesen Zweck meist Urlaub geopfert werden musste. Seit die Österreichische Nationalbibliothek ihren Zeitungsbestand in digitalisierter Form ins Netz gestellt hat, können die INNSBRUCKER NACHRICHTEN und mit diesen noch viele andere hochinteressante Zeitungen und Zeitschriften aus den Tagen der Monarchie zu jeder Tages- und Nachtstunde bequem in den eigenen vier Wänden durchgeblättert werden. Und dennoch ist es noch immer ein hartes Stück Arbeit, um an die Informationen zu gelangen, die sich im Laufe von Jahren und Jahrzehnten in den einzelnen Blättern angesammelt haben. Das wird sich erst ändern, wenn die als Bilddateien abgespeicherten Texte mittels einer OCR Software lesbar gemacht worden sind und eine Volltextrecherche möglich ist. (Die Österreichische Nationalbibliothek nimmt als Content Provider bereits an einem EU-Projekt teil, in dessen Rahmen 1,6 Millionen Seiten aus ANNO eingelesen und mittels Volltextsuche und Artikelsegmentierung zugänglich gemacht werden sollen. Ob auch die INNSBRUCKER NACHRICHTEN in den Katalag von Zeitungen und Zeitschriften, die auf die beschriebene Art durchsuchbar gemacht werden sollen, Aufnahme finden, entzieht sich meiner Kenntnis.)

Im Augenblick ist es jedenfalls noch so, dass derjenige, der eine bestimmte Meldung in den INNSBRUCKER NACHRICHTEN sucht, diese nur findete, wenn der den genauen Zeitpunkt des Ereignisses, nach dem er sucht, angeben kann. Das ist aber nicht immer möglich. Die vorliegende Datenbank soll die Suche nach Informationen erleichtern.

 

Wer fündig geworden ist, kann als nächsten Schritt durch einen Klick auf die in der Navigationsleiste eingearbeitete Schaltfläche

 

ANNO

 

den Originaltext aufrufen. Er wird dann auf die Jahresübersicht der Innsbrucker Nachrichten weitergeleitet; von dort gelangt er zu den Kalendertagen eines jeden Jahres. Es sollte dann nicht mehr schwer sein, die gesuchte Passage in der betreffenden Ausgabe zu finden. (Unrichtige Eintragungen meinerseits können vorkommen; wer einen Text pardout nicht finden kann, diesen aber dringend benötigt, kann sich per E-Mail an mich wenden, ich werde dann die Eintragung noch einmal mit dem Word-Dokument abgleichen.)

  

Zeitliche und räumliche Grenzen der Datenbank

 

In dieser Datenbank sind Texte erfasst, die von 1854 bis derzeit 1903 erschienen sind. Bei ANNO sind derzeit die Ausgaben bis zum 31.12. 1916 verfügbar abrufbar.

Bei der Auswahl der Meldungen und Berichte musste ich mich auf NORDTIROL beschränken. Eine Mitberücksichtigung auch von Südtirol hätte meine Möglichkeiten überschritten. Nachdem aber die Trennung nicht so scharf durchzuführen ist, werden auch die Südtiroler einiges Wissenswerte über ihre Heimat finden. Wenn es um statistische Daten geht, wurden auch Meldungen über ÖSTERREICH in die Datenbank aufgenommen.

 

Welche Inhalte der INNSBRUCKER NACHRICHTEN wurden in der Datenbank erfasst?

  

Eine typische Ausgabe der Innsbrucker Nachrichten besteht aus folgenden Rubriken:

 

Spitzenmeldung auf Seite 1 (meist politischen Inhaltes); im unteren Teil ein Feuilleton

Meldungen aus den Ländern der Monarchie („Zur Tagesgeschichte“)

Hof und Personalnachrichten

Regionalberichte verschiedensten Inhaltes aus Nord- und Südtirol („Aus Stadt und Land“)

Berichte aus aller Welt, Drahtnachrichten

Theater und Musik

Sport

Reklameteil

Beilagen mit verschiedenem Inhalt

 

Für die vorliegende Datenbank wurden dem Blatt besonders jene Informationen entnommen, die für Historiker, Chronisten und Journalisten von besonderem Interesse sein könnten. Letztlich ist die Auswahl aber eine Willkürliche, da sie von den persönlichen Interessen und Vorlieben des Verfassers geleitet wurde. Am stärksten „ausgebeutet“ wurde die Rubrik „Aus Stadt und Land“, aber auch das Thema Theater ist nicht zu kurz gekommen. Feuilletons und Beilagen mit speziellem Inhalt wurden immer dann berücksichtigt, wenn mir ihre Inhalte für die Sozial- und Kulturgeschichte des Landes bedeutsam erschienen. Das solcherart Gesammelte wurde sodann in Kategorien und Unterkategorien unterteilt. Diese Einteilung soll Ordnung in die unüberschaubare Fülle von Informationen bringen und die Interessen von verschiedenen Leserschichten ansprechen. 

In der Regel wurden die Meldungen und Berichte auf ihren wesentlichen Inhalt reduziert. Aber nicht immer wurden die Texte gekürzt. Hin und wieder wurden die Artikel auch vollständig in einen Datensatz gepackt. Das war immer dann der Fall, wenn mir die betreffende Information besonders wichtig erschien, und das kam relativ häufig vor. Auf diese Weise können mit der Suchfunktion von Joomla auch Personennamen, Ortsbezeichnungen und dergleichen aus der Datenbank herausgefiltert werden, die ansonsten im Meer der Informationen untergehen würden. Das macht die Datenbank auch für Familienforscher interessant. Dass sie nebenbei auch einen gewissen Unterhaltungswert bekommt, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

  

Suchhilfe

 

Wer sich einen schnellen Überblick über die Inhalte der Datenbank verschaffen will, braucht nur die Schaltfläche INNSBRUCKER NACHRICHTEN – GESAMTÜBERSICHT anklicken. Die sich öffnende Seite zeigt die Kategorien und Unterkategorien sowie die Anzahl der Eintragungen in diesen Kategorien an. Ist eine Kategorie in Unterkategorien unterteilt, so erscheint in der Hauptkategorie die Zahl 0, da die betreffenden Einträge in den Unterkategorien plaziert sind. (Tatsächlich enthält die Kategorie JAGD und FISCHEREI, wenn man die Einträge der Unterkategorien mitberücksichtigt, insgesamt 211 Datensätze).

Die Eintragungen in der Rubrik GESAMTÜBERSICHT ist interaktiv:

 

Klickt man in der Gesamtübersicht auf die Hauptkategorie (0), werden alle in dieser Hauptkategorie enthaltenen Texte chronologisch angezeigt.

 

Ein Klick auf eine Unterkategorie öffnet alle darin eingetragenen Texte.

 

Den gleichen Effekt erzielt man, wenn man auf die betreffende Hauptkategorie im NAVIGATIONSMENÜ auf der linken Seite des Fensters klickt.

Auf einer Seite werden jeweils 10 Einträge angezeigt. Am Ende der Seite wird die Anzahl der Seiten angezeigt. Durch Anklicken der Buttons VOR – ZURÜCK oder durch DIREKTE EINGABE DER SEITENZAHL kann man im Text vor oder zurückblättern oder direkt auf eine bestimmte Seite springen.

 

Nachdem mir schon die Auswahl von aussagekräftigen Kategorien einiges Kopfzerbrechen bereitet hat, erwies sich die Einordnung der Datensätze in eine passende Kategorie bzw. Unterkategorie als wahre Sisyphosarbeit. Oft hätte ein und derselbe Text mehreren Kategorien zugeordnet werden können, dann wiederum ließ er sich gar nicht in eine der vorgegebenen Abteilungen einordnen. Für diese „unklaren“ Fälle wurden daher Unterkategorien mit einer möglichst neutralen Bezeichung geschaffen oder es wurden Texte, die eine mehrfache Zuordnung erlaubt hätten, jener Kategorie zugeordnet, die am ausführlichsten behandelt wurde. Kurzum: die Zuordnung erfolgte oft recht willkürlich. Es ist daher nicht immer so, dass man einen Text dort findet, wo man in erwarten könnte. Wer sich beispielsweise für die Jagd interessiert, sollte sich bei der Suche nach Inhalten nicht darauf beschränken, nur die Kategorie Jagd zu „durchforsten“. Diesfalls würde ihm mit Sicherheit ein nicht geringer Teil von jagdbezogenen Texten entgehen, die aus den oben erwähnten Gründen nicht in diese Kategorie eingeordnet wurden. Der Sinn und Zweck der Einteilung der Datensätze in Kategorien ist der, dem Nutzer zu zeigen, was diese Datenbank alles für ihn bereithält. Wer mehr sehen will, der kommt an der Wortsuche, die auf dieser Webseite zur Verfügung steht, nicht vorbei.

Die Möglichkeiten der Wortsuche erschließen sich dem Benutzer von selbst.  Da die Schreibweise nicht immer einheitlich ist, wird es sich manchmal notwendig erweisen, zwei oder mehrere Schreibweisen einzugeben (Photographie oder Fotografie; Graßmayr, Grassmayr etc.)

 

Ausblick

 

Wenn diese Datenbank – so wie sich dies ihr Verfasser vorstellt – ihren Nutzen entfaltet und auch die anderen Dokumente im System implementiert sind, könnte ich mir als eine weitere Ausbaustufe die Schaffung einer Plattform für Autoren von Publikationen mit historischen Inhalten vorstellen. Wie oft habe ich mir, wenn ich eine geschichtliche Arbeit in Händen gehalten habe, gedacht, diesen Autor oder dieser Autorin hätte ich auch noch auf die eine oder andere Quelle hinweisen können. (Ich denke hier beispielsweise an das vorzügliche Buch von Sabine Weiss mit dem Titel „Claudia de´ Medici, Eine italienische Prinzessin als Landesfürstin von Tirol“. Hätte ich damals gewusst, dass diese Arbeit geschrieben wird, hätte ich die Autorin schon auf die handschriftlichen Aufzeichnungen des Abtes Paulus Gay II. von Stams hinweisen können, in denen der Prälat wortgewaltig und mit entwaffnender Direktheit das Verhältnis des Tiroler Landtages zur Erzherzogin und noch vieles mehr schildert. Aktuell Hilfe zuteil werden lassen konnte ich hingegen dem Chronisten Josef Walser von Zams, dem ich – nach Erscheinen eines Artikels in der Tiroler Tageszeitung – mehrere von Großuhrmacher Wendelin Jäger geschaffene Werke benennen konnte, die ihm bisher noch nicht bekannt waren. Mit den Möglichkeiten, die JOOMLA eröffnet, wäre die Schaffung einer solchen Plattform kein Problem.  

 

 

Dr. Wolfgang Kluibenschädl