Innsbrucker Nachrichten

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1879-05-21

In der Gemeinderaths-Sitzung am 19. Mai wurde der Ankauf des Redentschen Grundes gegenüber dem Pädagogium behandelt. Der Justizminister hat im Einvernehmen mit dem Finanzminister beschlossen, vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Genehmigung dahier ein neues Gefangenenhaus mit Justizgebäude zu erbauen, da die Missstände in dem bisher als Gefängnis benütztem Kräuterhaus wegen zu beschränktem Raumes nachgerade in jeder Beziehung unleidlich geworden sind, ja dasselbe vom Landessanitätsrathe geradezu als ein eventueller Seuchenherd bezeichnet worden ist. In Innsbruck, ja in ganz Nordtirol ist aber kein geeignetes Gebäude zu einem Arrestantenhause zu finden. Das Ministerium hat nun die Stadt aufgefordert, um den Bau zu ermöglichen, denselben Bauplatz sicher zu stellen. Noch im Herbest wird die Regierung beim neuzusammengetretenen Reichsrathe umd die Bewilligung einkommen. Die Kosten des Baues werden auf etwa 1/2 Million veranschlagt, und wird die Sparkasse gegen Annuitäten der Regierung das Kapital zum Baue vorstrecken. Der Platz für diesen Neubau wurde im neuen Stadttheile zwischen Fallmerayer und Bürgerstraße, südelich von der auf die Mitte des Pädagogiums mündende Querstraße bestimmt. Die größere Hälfte des Baugrundes ist bereits städtisches Eigenthum, der Rest desselben gehörd dem Vergolder Reden