Innsbrucker Nachrichten

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1891-03-28

Beitrag im Extrablatt: Der Sillkanal („die kleine Sill“) in Innsbruck-Wilten: Die kleine Sill verdankt ihre Entstehung einer verheerenden Feuersbrunst, die im Jahre 1292 während der Anwesenheit des Herzogs Meinhard II. fast ganz Innsbruck in Asche legte. Es scheint damals an ausreichendem Wasser zum Löschen gemangelt zu haben und um diesen Übelstande in Zukunft begegnen zu könnnen, ließ Meinhard II. mit Bewilligung des Abtes von Wilten einen großen Canal herstellen, von dem aus durch kleine Canäle das Wasser in alle Gassen der Stadt geleitet wurden kann. [...]; Sillordnung von 1553 und 1592; nach der Sillordnung von 1553 haben folgende Werke am Sillkanal bestanden: 1. Die Hammerschmiede des Math. Schell, anstelle der jetzigen Riegermühle zunächst der Fürstenwegbrücke über den Sillkanal (später wurde daraus eine Loh- und Ölstampfe); 2. des Abtes zu Wilten Mühle und Säge; 3. die Mühle des Steingrißers an Stelle der heutigen sog. Hartelmühle oberhalb der Staatsbahnübersetzung; 4. die Hackenschmiede; 5. die landesfürstliche Salpetermühle; 6. die Mühle des Christoph Engl, heute den P.P. Serviten gehörig; 7. die landesfürstliche Pulverstampfe, wahrscheinlich an Stelle der heutigen Feigenmühle des Hrn. Hauser (als diese Pulverstampfe im Jahre 1608 in die Luft gegangen war, wobei vier Menschen verunglückten, wurde an deren Stelle eine Tabakmühle durch Johann Fochesotto in Wilten erbaut; 8. die landesfürstliche Hofmühle in der heutigen Sillgasse, wo jetzt die Fabrik der Herren Franz Baur Söhne sich befindet; 9. die Hammerschmiede beim landesfürstlichen Zeughaus; weiters Ausführungen über Einkehren: „Prälaten-Einkehr“ neben dem Wuhrhause, die noch heute unter der Bezeichnung Hautritsche besteht und durch die Leopoldstraße durch Wilten nach der Stadt Innsbruck führt; ferner die „städtische Einkehr“ in der Adamgasse zunächst der Werksanlage des Hrn. Ged. v. Hibler und zwei städtische Einkehren zur Bewässerung der Stadt-Saggen-Mähder; Querprofil des Sillkanals beträgt bei der Hackenschmiede noch 14, ab der Hofmühle nur mehr 10 Werkschuhe; Gefälle, hölzerne Verwandung und Rinnwerk, Archen; [...]; der Sillkanal heute (1891); Ritschenauslässe; Wasserkraft aller Anlagen ca. 600 PS, nur zwei Werke mit Turbinen ausgestattet (Artikel von R. Tschamler)