Innsbrucker Nachrichten

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Luftfahrt

Fahrt im Freiballon über die Alpen ... Zur Zeit ist der Ballon „Graf Zeppelin“ des Sächsischen Vereines für Lufschiffahrt aus Dresden in Innsbruck eingetroffen, um diesen Versuch zu wagen. Es ist der vierte Versuch dieser Art, der von Innsbruck aus unternommen wird. Der Luftballon „Graf Zeppelin“ (2300 Kubikmeter) hat sehr ansehnlich Abmessungen und übertrifft an Größe die früheren Ballons, die hier gestartet sind, erheblich. Die Führung liegt in den Händen des Hauptmannes v. Funke aus Dresden, als Passagiere finden im Korb zwei Schwestern Grosse aus Meißen Platz, die als Hochturistinnen schon manchen Gipfel bezwungen haben und keine Neulinge im Ballonfahren sind; s.a. 22.07., 23.07., 26.07. Wenige Minuten nach 8 Uhr erscholl das Kommando „Loslassen“
In Innsbruck ist ein Verein für Luftschiffahrt im Entstehen begriffen
Aus Silz wird uns berichtet: Am vergangenen Samstag, gegen 6 Uhr abends, wurde hier ein Luftballon beobachtet, der in nordöstliche Richtung in einer Höhe von ungefähr 1000 bis 1500 Metern das Inntal durchquerte. Zwischen den Ortschaften Silz und Mötz blieb er in dieser Höhe beiläufig eine halbe Stunde stehen. Auf der schwarzgelben Hülle, welche von den Strahlen der untergehenden Sonne sehr hübsch beleuchtet war, konnte man die Aufschrift „Görz“ sehr deutlich erkennen
Luftschiffausstellung in Innsbruck ... Die Modell-Ausstellung zeigt uns neben dem weltbekannten Zeppelin´schen Luftschiff Nr. IV, dessen tragisches Schicksal bei Echterdingen die ganze Welt im Innersten bewegt hat, die Flugapparate Latham´s, mit welchem der Flug über den Ärmelkanal zweimal erfolglos versucht wurde, und Bleriot´s, mit welchem diese bewunderungswürdige Leistung faktisch gelungen ist. Man sieht den berühmten Apparat der Gebrüder Wright, den apparat Farman-Boisin, mit welchem seinerzeit der erste Kilometer geflogen wurde
(Gründung eines Tiroler Luftschifffahrtvereines.) Die vielfachen in Innsbruck erfolgten Ballonaufstiege haben nicht nur die lebhafteste Befriedigung und das Entzücken der Fahrer, sondern auch großes Interesse in der Bevölkerung der Stadt und des ganzen Landes hervorgerufen ... Dazu kommt das lebhafte Interesse der Militärbehörde und der Universität an dem Bestand einer ständigen Luftschifffahrtsgelegenheit, sodass der Gründung eines Tiroler Luftschifffahrtvereines die voller Berechtigung sicher ist
Wie wir erfahren, sind gestern die Statuten des Luftflottenvereines bei der k.k. Statthalterei eingereicht worden; s.a. 28.10. Dieser Verein ist nicht zu verwechseln mit dem Luftschifffahrtsverein
Seit einigen Tagen befindet sich in Innsbruck Herr Lanci aus Paris, der hier mit einem Eindecker (System Bleriot) Aufstiege und Flugversuche machen wird. Der Apparat ist bereits in Innsbruck angekommen und nach der Erledigung des zollamtlichen Verfahrens wird ihn Herr Lanci vom 11. D. Mts. im Hotel „Greif“ hier ausstellen, s.a. 09.02. Herr Lanci ist einer der Mitarbeiter Bieriots, also ein ausgezeichneter Kenner des Systems; s.a. 11.02. (Ein Aeroplan in Innsbruck.) Der Apparat des Herrn Lanci ist ein Eindecker des Systems Bleriot und genau jenem Aeroplan nachgebildet, welcher Bleriot bei seinem Flug über den Ärmelkanal trug und damals großes Aufsehen erregte. Der Apparat ist ungemein zierlich, elastisch und dabei doch widerstandsfähig gebaut und wiegt insgesamt bloß 315 Kilogramm. Der Benzinmotor ist dreizylindrig und hat hat eine Stärke von nicht weniger als 24 Pferdekräften. Die Geschwindigkeit, die der Aeroplan erreichen kann, beträgt 60 Kilometer in der Stunde. Der Aufstieg kann nach einem kurzen Anlauf in der kleinen Frist von zwei bis drei Minuten erfolgen etc.; s.a. 14.02.
Im Luftballon über die Alpen … In Villgratten landete in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag ein Luftballon mit vier Herren. Wie es heißt, soll dieser in Dresden aufgestiegen sein. Bauern, welche nachts noch von den Luftschiffern alarmiert wurden, halfen den Ballon bergen. Dem Vernehmen nach wird er am Dienstag nach Sillian gebracht, von wo die Herren die Rückreise in ihre Heimat antreten; s.a. 02.04. Hierüber erfahren wir noch, dass es sich um einen Aufstieg handelte, welchen vier Mitglieder des Kaiserlichen Aeroklubs mit dem Ballon „Clouth 5“ von Weißig bei Dresden unternahmen. Beteiligt waren: Oberleutnant v. Quast als Führer, der Prinz von Ratibor, Freiherr v. Weiß und Herr v. Siemens als Fahrgäste etc.
Der Verein für Luftschifffahrt
Ballonaufstieg in Innsbruck; s.a. 12.04. Die Führung des Ballon „Salzburg“ hat Herr Hauptmann Hoffory aus Wien übernommen; s.a. 13.04. Landung in Vorderthiersee
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