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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die neue Bergführerordnung für Tirol und Vorarlberg vom 4. September 1871 wurde kürzlich von der Tiroler Statthalterei publiziert und ist nunmehr in Tirol und Vorarlberg das Bergführerwesen unter Aufsicht und Leitung der politischen Behörden gestellt. Jeder zum Bergführer tauglich befundene Bewerber (sowohl nach seiner bürgerlichen Unbescholtenheit, als auch nach körperlicher Eignung) erhält ein Führerbuch, in welchem außer den Generalien des Inhabers ein Verzeichnis jener Touren, für welche er geeignet erkannt wurde, dann die Führerordnung, der Führertarif und einige freie Blätter eingefügt sind, auf welchen die Zeugnisse der Reisenden eingetragen werden können. Aufgabe der Bergführer ist es, die Reisenden auf der bestimmten Route zu begleiten, Verirrungen und Unglücksfälle zu verhüten und alle thunliche Beihilfe zu leisten. Der Bergführer soll die Wahrnehmungen über Wege und Unterkünfte der Behörde bekannt geben. Wenn eine begründete Vermuthung vorliegt, dass ein Reisender vermisst oder verunglückt wäre, soll er ihn aufsuchen helfen; er soll auch im Besitze eines entsprechend langen und starken Seiles sein, dann die normierten Tarife und Routen genau einhalten. Übertretungen der Bergführerordnung werden, sofern nicht das Strafgesetz eintritt, mit Verweisen und nach den Umständen mit Geldstrafen von 1 – 100 fl. oder mit Arrest von 6 Stunden bis 14 Tagen geahndet und kann dem…
Seit dem 13 d. Mts. flaggt die deutschen Tirkolore auf dem höchsten Punkt des deutschen Reiches, nämlich auf der Zugspitze, aufgepflanzt von einer deutschen Jungfrau, der 15jährigen Tochter des Herrn Emil v. Kissing, der ersten ihres Geschlechts, welche die Ersteigung der Zugspitze auf auf der schwierigen Tiroler Seite, von Erwald durch das Schneekar, glücklich ausführte.
Bericht über die Generalversammlung des Deutschen Alpenvereins der Sektion Innsbruck
In Kitzbühel soll auf das Kitzbühler Horn ein Reitsteg geführt und eine Wirtsbehausung errichtet werden; s.a. 24.09. d. Jahres und 17.08.des nächsten Jahres; lt. Alt Tiroler Fotoalbum erfolgte die Firstfeier erst 1899
Auf das Kitzbühler Horn wurde ein bequemer Reitsteig gebaut. Nächstes Jahr soll auf dem Horn das von dem durch seine kolossale Freigebigkeit für gemeinnützige Zwecke berühmten Baron Schwarz von Salzburg versprochene Unterkunfts-Haus gebaut werden
Versammlung des deutschen und österreichischen Alpenvereins
Die Dresdner Hütte in den Stubaier Alpen
Alpenvereinskommers
(Alpines.) In dem nun abgelaufenen Jahre 1878 sind in der Umgebung von Innsbruck zahlreiche Bergparthien unternommen, besonders aber von einigen erprobten Mitgliedern des Innsbrucker Alpenvereins sehr interessante, freilich auch sehr schwierige Touren ausgeführt worden. So erhielt die fast unnahbare Hohe Villerspitze (zwischen Stubai und Fotscherthal) am 20. Juli von Herrn Karl Gsaller einen gewiss ungewohnten Besuch, da sie vorher noch nie, höchstens aber bloß von einem Gemsenjäger erstiegen worden; touristisch ist also die diese Besteigung die erste. Die Villerspitz imponiert durch ihre furchtbare Steilheit, sodass es im Volksliede heißt: „Der Hager (Habicht) bei Gschnitz, die Villerspitz und die Martinswand sein die höchsten im ganzen Land.“ In der nördlichen Kalkalpenkette erklomm anfangs September Herr Karl Wechner den Rosskopf, zwischen Stempel- und Lafatscherjoch, der, zum ersten Mal von Barth aus München besiegt, seither nie wieder erstiegen worden ist. [weitere Berichte folgen]
(Der Lanserkopf.) Seit dem 24. Juni ist dieser berühmte Aussichtspunkt bei Innsbruck mit einer schönen Orientierungsplatte aus Marmor geschmückt und damit der Wunsch vieler Einheimischer und aller Fremden erfüllt. Einige Tag vor der Eröffnung war der 20 Zentner schwere Sockel und die 24 Zentner wiegende Platte auf dem neuen, bis auf den Lanserkopf führenden Fahrweg hinaufgeschaftt worden und zwar hatten hiezu die Herrn Gastwirthe Eller und Kohlegger (Templ- und Neuhauserwirth) mit dem anerkennenswertesten Gemeinsinn die nöthigen Pferde unentgeltlich beigestellt. Entworfen wurde die solide und saubere Arbeit vom Steinmetzmeister Pual Hohenauer. Es ist eine dicke weißgraue Marmorscheibe, in der Höhe von 3 m, auf welcher durch Radien auf die wichtigsten Ortschaften und Berghöhen hingewiesen ist, deren Namen bei der betreffenden Linie eingetragen ist. Zugleich sind auch die charakteristischen Konturen der Gipfel gekennzeichnet.
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