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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Als eine für Tirol, besonders aber für den Gerichtsbezirk Ehrenberg (Reutte), hocherfreuliche Nachricht beeilen wir uns mitzuteilen, dass die Genehmigung zum Baue einer neuen Straße über den Fern bereits ertheilt ist, und dass dieser Straßenbau mit möglichster Beschleunigung in Angriff genommen wird.
Es wäre nichts notwendiger, als dass der Weg sowohl ober- als auch unterhalb des Karmeliterklosters in Wilten gereinigt würde, da man Gefahr läuft, im Kot zu versinken.
Am 30. vergangenen Monats wurde die neue Finstermünzerstraße auf die feierlichste Weise im Beisein Sr. Exzellenz des Hrn. k.k. Statthalters Grafen Cajetan v. Bissingen-Nippenburg, ferner des k.k. Hrn. Kreispräsidenten v. Kempter, des Hrn. k.k. Statthaltereirathes und Landesbau-Referenten v. Strele, des Herrn Bezirkshauptmannes Gasser, des Hrn. Statth.-Präs.-Sekretärs Vorhauser und des Hrn. Bauoberinspektors Liebener eröffnet, welcher in der Geschichte Tirols denkwürdige Akt mit einer im Freien unter einem Zelte vom hochw. Hrn. Dekan von Pfunds celebrierten Messe begann. Die neue Innbrücke mit einer Spannweite von 13ß Fuß und einer Höhe von 75 Fuß, sowie die beiden Tunnels sind nebst den Lawinen-Schutzgewölben die hervorragendsten Objekte dieses Riesenbaues, mit dessen Ausführung sich der umsichtige und energische Unternehmer Herr Perwög und der diesen Bau leitende Herr Ingenieur Feder volle Ehre gemacht haben.
Der Weg von Pradl bis zum Schlossberge von Amras ist dieser Tage auf beiden Seiten mit jungen Pappelbäumen eingefriedet und dadurch in eine herrliche Allee umgewandelt worden.
Der neue Fahrweg zum Schlosse Ambras ist nun mit (Ausnahme der kurzen Anfahrtstrecke von der Wiltauer Seite) her vollendet.
Die Vintschgauer Straße unterhalb des Forts bei Nauders wird verschüttet, sodass der Verkehr auf derselben auf einige Zeit unterbrochen ist
Vormittags wurde die Poststraße unterhalb Hochfinstermünz zwischen den Tunneln (Gallerien) durch einen beträchtlichen Felsenbruch in der Länge von beiläufig 30 Klaftern theilweise, wo sie felsiger Unterlage entbehrt, zerstört und in die Tiefe geschleudert, sodass der Verkehr für Fuhrwerke und Personen dermal gänzlich gesprerrt ist. Die Kommunikation zwischen Pfunds und Nauders ist indessen für Fußgeher und höchstens einspännige Fuhren auf der alten Finstermünzerstraße und auf schlechten Seitenwegen möglich
Die Vermessung der projektierten neuen Straße, welche die abgelegene und völlig unzugänglichen Gemeinden Sellrain, Gries mit Praxmar und St. Sigmund mit der Gemeinde Kematen und sohin mit der Landeshauptstadt Innsbruck in Verbindung setzen soll, ist bereits vollendet. Wir danken mit gerührten Herzen dem hochw. Herrn Prälaten des Wiltauer Klosters, welcher von der Nothwendigkeit dieser Straße einerseits und von der Armuth der Gemeinden andererseits durchdrungen die außerordentliche Güte hatte, sämtliche Vermessungskosten aus seiner Kasse zu berichtigen.
Ein Teil des Weges von der Museumstraße durch die Sillgasse bildet einen förmlichen Sumpf und bleibt ein Skandal für die Stadt, die für die Reinhaltung der Straßen so viel verwendet
Es wäre bei der spärlichen Beleuchtung sehr wünschenswert, wenn an der Straße vom Bahnhofe bis zum Baurischen Hause, wo der Fußweg unmittelbar der Böschung entlang führt, das Geländer, das muthwilliger Weise zerstört worden ist, wieder hergestellt würde. Die Gefahr über die Böschung hinab in die Wiese zu fallen. Liegt bei Dunkelheit und etwas größerem Menschenandrange sehr nahe
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