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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wie die „Presse“ meldet, ist die für den Margarethenplatz bestimmte Statue Rudolfs IV. vollendet und es steht deren Aufstellung kurz bevor (s.a. 27.04. und 04.05., 12.06. Beginn der Arbeiten, 25.08. Vollendung der Statue angekündigt)
Die Waltherstatue wird nun bald aus ihrem Verlies im Magistrats-Gebäude an´s Tageslicht gebracht werden. Die Südbahn-Gesellschaft hat in großmüthiger Weise den unentgeltlichen Transport der zum Piedesthale notwendigen Porphyrblöcke aus dem Eisackthale zugesagt und wird den Transport derselben in den nächsten Tagen beginnen. In sinniger Weise wird das Bildnis Walthers auf jenes Gestein gestellt, auf dem seine Geburtsstätte steht.
Der hiesige kaiserl. Hofgarten, der durch den Neubau der Hofstallungen eine nicht unbedeutende Erweiterung erfahren hat, erhält eine Neuerung. Das alte, schwerfällige hölzerne Gitter; das ihn vom Rennplatz trennt, wird durch durch ein zierliches Eisengitter bis zur Abgränzungsmauer beim Theater ersetzt, und innerhalb längs deselben eine Alle von Bäumen gepflanzt.
Heute morgens ist die Waltherstatue in der neuen städtischen Anlage aufgestellt worden
Enthüllung der Waltherstatue auf der neuen Anlage am linken Innufer. Die Statue wurde auf Bestellung König Ludwigs II. von Bayern in München gegossen und war zugleich mit einem Seitenstück, das Wolfram von Eschenbach darstellte, bestimmt, dem bayrischen Nationalmuseum als Zierde zu dienen. Durch eine nachträgliche Änderung im Plan für die Ausschmückung des genannten Gebäude4s wurden jedoch die beiden Statuen beiseite gedrängt und bleiben einige Zeit unbeachtet; Wolfram´s Bildnis wurde vor einigen Jahren der Stdt Eschenbach zum Geschenk gemacht und auf dem Marktplatz aufgestellt; die Statue Walthers wurde auf Betreiben patriotischer Männer für Innsbruck angekauft. Sie steht, wie bereits in einer früheren Notiz erwähnt, auf einem Piedestal von unbehauenen Porphyr und Granitblöcken, in deren Fugen Alpenblumen und Cacten angepflanzt sind. Ein munterer Quell, der aus einer Ritze am Fuße der Statue hervorsprudelt und eine kleine Cascade bildet, belebt die Steingruppe. Das geschmackvolle Arangement dieses Unterbaues ist das Werk des Statthalterei-Sekretäres Dr. Gustav v. Gasteiger.
Die Kastanienbäume vor der Feigenmühle auf dem Margarethenplatz (Boznerplatz) werden entfernt
Ein Theil der Gusswerke, die den figuralen Schmuck des Rudolfsbrunnens bilden werden, ist bereits angekommen; die Statue selbst aber noch nicht.
Am Rudolfsbrunnen wird unausgesetzt gearbeitet. Her Paul Hohenauer, welcher die Steinmetztarbeiten aus dem eigens hiezu eröffneten Marmorbruche bei Lofer lieferte, hat nur noch das Kapitol, auf welchem die Statue des Herzog Rudolfs zu stehen kommt, aufzustellen. Die 4 kolossalen Drachen aus Erz, dann die Löwenköpfe und Wappenschilder sind bereits an den ihnen zugewiesenen Stellen montiert. Die 4 Greifen mit Fahne und Schild erwarten in der Arbeitsstätte die Zuweisung ihrer Standpunkte am äußeren Rand des Bassins. Auch die Wasserleitung scheint schon fertig zu sein, da ich heute die 4 Drachen Wasser aus ihrem Rachen weit über die Stufen des Brunnens ausspeien sah. Noch fehlt die Hauptfigur, nämlich die 9 Fuß hohe und 22 Zentner schwere Statue des Herzog Rudolfs IV. von Habsburg, welche wie die übrigen Metallfiguren und Ornamente in der k.k. Kunst-Erzgießerei in Wien angefertigt wurden und morgen einlangen sollen. ff.
Die Feierlichkeiten der Enthüllung des Rudolfsbrunnens und der Schützenzug; s.a. 01.10.
Vom Margarethenplatz sind während der Festakte photographische Aufnahmen gemacht worden, die ganz erwünschte Erinnerungen an das herrliche Fest bilden
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