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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Rudolfsbrunnen und Margarethenplatz

Rudolfsbrunnen und Margarethenplatz (heute Boznerplatz)

Zwei Projekte von Monumentalbrunnen für den Margarethenplatz sind gegenwärtig in den Schaufenstern bei Herrn Unterberger ausgestellt. Beide stammen aus der Hand von Prof. Kraler und erwecken lebhaftes Interesse
Der Bildhauer Johann Grissemann, * 15. Mai 1831 in Imst, † 22. Juni 1892 in Sebarn bei Korneuburg, NÖ. Schüler von Franz X. Renn, welchem die Darstellung des Monumetns zur Vereinigung Tirols mit Österreich anvertraut wurde, hat das Modell der auf dem Margarethenplatz aufzustellenden Statue Rudolfs des Stifters aus Holz vollendet. Diese Statue wird im Laufe dieses Monats auf dem Margarethenplatz aufgestellt, um die richtigen Verhältnisse der Größe dieser Statue zum Platze zu erproben. Bildhauer Grissemann bezieht vom Ministerium des Innern ein großes Künstlerstipendium von 1500 fl.; s. a. die Berichte vom 08.01. und 18.03.
Ohne vom Comité, das sich bereits für den G. v. Kaler´schen Plan entschieden hatte, dazu aufgefordert worden zu sein, sandte der Dombaumeister Schmidt aus Wien, nachdem er den Kaler´schen Plan zu sehen Gelegenheit gehabt hatte, nachträglich einen Entwurf ein. Dieser unterscheidet sich vom Kaler´schen dadurch, das er in gothischen Formen und viel reicher entworfen ist, welcher Umstand jedoch eine bedeutend höhere Summe zur Herstellung beansprucht, eine Summe, die Professor v. Kaler, als er sein Projekt entwarf, nicht zur Grundlage machen konnte, da das Comité damals keine Aussicht hatte, solche Mittel zusammen zu bringen. Das Comité ist nun in der etwas peinlichen Lage. []
Prof. Kaler zieht als Reaktion auf den von Dombaumeister Schmidt eingereichten Entwurf sein Projekt für den Monumentalbrunnen auf dem Margarethenplatz zurück
Der Plan des für den Margarethenplatz (Boznerplatz) bestimmten Rudolfsbrunnens von Dombaumeisters Schmid wird im Schaufenster der Unterberg´schen Kunsthandlung ausgestellt.
Die Statue Erzherzog Rudolfs für den am Margarethenplatz zur errichtenden Brunnen, ist vom vaterländischen Künstler Grissemann in Wien bereits vollendet und soll schon im Gypsabdruck einen außerst befriedigenden Eindruck machen.
Das Comité zur Errichtung eines Denkmals der 500jährigen Vereinigung Tirols mit Österreich hat nun endlich beschlossen, mit der Herstellung des Rudolfs-Brunnens am Margarethenplatze zu beginnen und hat den Steinmetz Hohenauer hier mit der Ausführung des monumentalen Werkes betraut. Die Mittel des Comités, das nach 10jährigem Bestande sich endlich in der angenehmen Lage sieht, ans Werk gehen zu können, sind freilich noch nicht genügend, um den Brunnen ganz zu erbauen, doch hofft es, dass, wenn einmal mit der Arbeit begonnen sein wird, das Interesse für dieses Werk wieder erwachen und der noch fehlende Betrag leicht aufgebracht werden kann.
Der Margarethenplatz wartet noch immer auf den Rudolfsbrunnen (derzeit ziert ein Erdhügel die für das Monument bestimmte Stelle)
Zu dem auf dem Margarethenplatze zu erbauenden monumentalen Brunnen sind in den letzten Tagen die ersten Marmorfuhren aus einem neu geöffneten Bruche bei Lofer hier angekommen. Bis Ende März wird die zur Erbauung des Brunnens nothwendige Menge im Belaufe von etwa 4000 Zentner sich auf dem Bauplatz befinden, und schon in nächster Zeit wird Herr Steinmetz Hohenauer auf dem Margarethenplatz die Bauhütte errichtet und seine Arbeiten beginnen. Im Laufe des nächsten Sommers dürfte der Unterbau hergestellt sein. Was dann den Ausbau des Monuments anbelangt, so wird derselbe von der Ergiebigkeit der Spenden abhängen (s.a. 10.02. und 19.02.)
Schon lange liegt ein Häuflein zum Unterbaue des monumentalen Rudolfsbrunnesn bestimmter Steine in Mitten des Margarethenplatzes, die Stelle bezeichnend, wo ersterer sich erheben wird.
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