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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Arbeiten an der Eisenbahnbrücke in Mühlau; s.a. 27.03. Die Haupttätigkeit beim hiesigen Eisenbahnbau konzentriert sich dermals bei den Arbeitern des Brückenbaues in Mühlau, wo nebst der feststehenden Notbrücke – und zwar oberhalb derselben noch eine leichte Schiffbrücke jüngst hergestellt wurde, um über dieselbe vom nördlichen Innufer den auf der südlichen Seite benötigten Schodder dorthin auf kürzestem Weg führen zu können.
Die Grundaushebungen zu den Viaduktpfeilern beim hiesigen Eisenbahnbau vom Zeughause an bis hinab zur Eisenbahnbrücke haben neuerlich begonnen und sind hierbei, mit den neu in Arbeit getretenen Steinmetzen, über 200 Arbeiter beschäftigt. Auch die Maurerarbeiten an dem Grundmauerwerk der schon im vorigen Herbste begonnenen Viaduktpfeiler werden jetzt wieder schon eifrig fortgesetzt.
Dass bei dem nächsten Beginne der besseren Jahreszeit die Eisenbahnarbeiten hier wieder in vollem Umfange fortgesetzt werden, lässt sich aus den während des ganzen Winters unausgesetzt erfolgten Zufuhren von Baumateriale folgern. Von den einzelnen Theilen des großen Viadukts wird sich namentlich der dreifache Durchfahrtsbogen nächst der Kirche von Dreiheiligen hübsch ausnehmen, wovon die Sockel aus Granit bereits nahezu fertig sind; s.a. 05.07. (Ausführung mit Granit und Hagauer Marmor) und 02.08.1856
Die von Herrn Professor Hlubek, welcher die Bepflanzungs-Arbeiten an unserer südlichen Staats-Eisenbahn leitet, angeregte Idee, Telegraphenleitungsdrähte auf lebenden Bäumen statt der jetzigen Säulen zu befestigen, und zu diesem Ende längs der Bahn in angemessenen Zwischenräumen jene Baumarten anzupflanzen, welche sich für solche Zwecke vorzugsweise eignen werden, hat die Zustimmung des Handelsministeriums erhalten. Auf Grund dessen sind die kaiserlichen Eisenbahn-Betriebs-Behörden angewiesen worden, bei Anlage und Erweiterung der Baumpflanzung auf diesen Zweck Bedacht zu nehmen. In Frankreich, Italien und teilweise auch in Deutschland hat man diese Art von Telegraphen-Leitung unbeanständet durchgeführt, ja sogar die Drähte mitten durch die Zweige und das Laubwerk der Bäume geben lassen. Herr Prof. Hlubek bezeichnet unter den Nadelbäumen die Lärche als mehr geeignet als die Fichte. Unte rden Laubbäumen hält er die Esche für den geeignetsten Ersatz der jetzigen Telegraphen-Säulen
Die Straße, welche die Fortsetzung der Museumsstraße von der kleinen Sill bis zur Spinnfabrik bildet, wird dermal bedeutend abgegraben, um Raum für die Durchfahrt des dort diese Straße übersetzenden dreifachen Eisenbahnviaduktbogens zu gewinnen.
Hinsichtlich des hierländigen Eisenbahnbaues können wir heute mitteilen, dass hier die Arbeiten der Steinsprenger und Maurer über Winter eingestellt sind. Desto regsamer wird bei Rattenberg drauflosgearbeitet, und von der Brücke bei Brixlegg hebt sich schon ein steinernes Joch über den Wasserspiegel empor.
Schlusssteinlegung bei der Eisenbahnbrücke in Innsbruck – Mühlau
Im sogenannten Buchbergl, zunächst des Thiergartens in der Gemeinde Wiesing wird für die Eisenbahnbauten eine bedeutende Absprengung des dortigen Felsenkopfes vorgenommen werden.
In gegenwärtiger Woche werden die letzten 6 Viaduct-Bögen des hiesigen Eisenbahnbaues vollendet, und bis auf die Herstellung eines Geländers auf dem Viaduct und der Innbrücke ist sodann die Bahn von hier bis nach Hall zur Schienenverlegung fertig
Bei der kürzlich abgehaltenen Versteigerung des zum Abbruche bestimmten Accishäuschens nächst dem Eisenbahn-Viaduct beim Militärspitale hat sich kein Käufer gefunden. Die Straßenüberbrückung an der Fortsetzung der Museumstraße zur Spinnfabrik wir nicht mit Steinbogen, sondern mittels einer auf Steinpfeilern ruhenden Eisen-Construction, einer Brückenbauart, die hier noch ganz neu ist, und möglicherweise auch bei der Innbrücke wegen ihrer Zweckmäßigkeit Nachahmung finden dürfte.
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