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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Südbahngesellschaft hat nun auch die Bewilligung zur Innangriffnahme des Baues der Brennerbahn in der zweiten Sektion von Brixen bis Brenner bereits erhalten. Derselben dürfte der Baukonsens für die dritte Sektion vom Brenner nach Innsbruck in Bälde nachfolgen. Die Grundeinlösung hat bereits begonnen; die dabei bisher gemachten Erfahrungen haben leider gezeigt, dass die Grundbesitzer bei den mit ihnen versuchten Verhandlungen im gütlichen Wege sehr überspannte Forderungen stellen, die in gar keinem Verhältnis zum wahren Werthe der Grundstücke stehen. So wurde beispielsweise für bloße Ackergründe 6 bis 8 fl. per Quadratmeter verlangt. Die Südbahnbehörde hat sich deshalb bemüßigt gefühlt, den Schutz der Behörde anzurufen.
Die Schützenzeitung meldet: Der Bau der Eisenbahn von hier bis Matrei wurde vom Baumeister Josef Mayer dahier im Vereine mit zwei Würtemberger Bauunternehmen übernommen, und zwar dem Vernehmen nach um die Summe von 5 Millionen und unter Kautionsleistung von 100.000 fl.; s.a. 15.02.
Die Vorbereitungen zum Baue der Brennerbahn sind im Wesentlichen vollendet und die Ausführung derselben bereits in kleineren Partien an Unternehmer vergeben, welche fast sämtlich Inländer sind. Die Bauten werden mit dem Eintritt der besseren Arbeitszeit in Angriff genommen werden. Die Bahn durchschneidet ein Gebiet von 40 Gemeinden, wovon 13 auf der Nordseite und 27 auf der Südseite des Brenners liegen.
Zum Bau der Brennerbahn wird nächstens hier beim Berg Isel der erste Spathenstich gethan
Der Bau der Brennereisenbahn hat in hiesiger Gegend schon zwei Menschenleben gekostet.
Der Streckenabschnitt der Brennerbahn zwischen Bozen und Brixen wird in Angriff genommen
Eröffnung der ersten Eisenbahn-Restauration am Brenner, hundert Schritte vom Wildbad entfernt
Im Laufe des Jahres 1863 haben sich auf den österreichischen Eisenbahnen im ganzen 67 Unfälle mit Personen- und Lastzügen ereignet, und sind hierbei, sowie durch andere Veranlassungen 133 Personen theils getödtet, theils beschädigt worden, und zwar beträgt die Zahl der Getödteten 77, die Zahl der Beschädigten 56. Die meisten Opfer hat das unvorsichtige und unbefugte Betreten der Bahn gefordert. Unter den Getödteten befanden sich ein Reisender, 38 Bahnbedienstete und 38 fremde Personen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Unfälle bei den Zügen um 35 vermindert, und wurden um 14 Personen weniger getödtet und 27 Personen weniger beschädigt als im Jahre 1862.
Statistik über Bahnunfälle in Österreich und Preußen
Die enormen Witterungsverhältnisse in diesem Frühjahr wirkten auf den Fortgang der Arbeiten der Brennerbahn nicht nur auf dem nördlichen Theil der Linie, sondern auch auf der Südseite, sehr hinderlich. Nur Flussregulierungen, Uferschutzbauten, Fundierungsarbeiten und dgl. konnten eifrig fortgesetzt werden. Auch die Detailpläne für die zahlreichen Brücken mit Eisenkonstruktionen wurden bereits angefertigt, sodass zu deren Vergebung an Unternehmer geschritten werden kann. Bei dem 2010 Fuß langen Tunnel durch den Berg Isel war der Sohlenstollen der Nordseite 517 Fuß, an der Südseite auf 545 Fuß vorgetrieben. Bei den Tunnels durch den Sonnenburghügel bei St. Jodok und bei Stafflach sind die Erdaushebungsarbeiten und Felsensprengungen verhältnismäßig weit vorgeschritten. Das Maschinengerüst für die Ausführung der 80 Fuß weiten steinernen Sillbrück nächst Matrei ist aufgestellt.
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