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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Eine Lokomotive stößt bei dichtem Nebel zwischen den Stationen Patsch und Matrei gegen einen Lastzug; s.a. 11.12.
Vergangenen Freitag ist auf dem Bahnhofe in Brixlegg ein Weichenwärter verunglückt. Derselbe wollte, als der Zug schon im Abfahren war, noch schnell über die Geleise springen, schlüpfte aus und wurde von dem schnell fahrenden Weichenwärter von Lokomotive erfasst und mitten durchgeschnitten.
Zum Behufe der Feststellung aller für die Aussführung der projektierten Eisenbahn von Bludenz über den Arlberg nach Landeck und Innsbruck relevanten Momente hat das k.k. Handeslministerium die Vornahme von geologischen Detail-Untersuchungen veranlasst
Der Durchstich des Arlbergs ist noch nicht, wie früher gemeldet wurde, schon definitiv beschlossen worden.
Neues von der Arlbergbahn: Am 22. und 26. Februar fanden im Handelsministerium unter der Leitung von Handelsminister Dr. Banhans und des Sektionschefs v. Wiedenfeld eingehende Berathungen über das Projekte der Arlbergbahn statt und nahmen an denselben hervorragende Fachmänner als Experten theil. Die Grundlage der Berathungen bildete das vom Vorstande der Bauabtheilung der Generalinspektion, Regierungsratz Pischof ausgearbeitete Detailprojekt, welches an technischer Genauigkeit die Projekte des Mont-Cenis und St. Gotthard übertrifft. Dank diesem vortrefflichen Material einigten sich die Experten nach längerer Diskussion in den folgenden Beschlüssen, dass von den Alternativtrassen jene mit dem tiefliegenden Tunnel von beiläufig 1 1/2 Meilen Länge in Bezug auf Bau- und Betriebsverhältnisse die günstigste sei, dass der Bau des Tunnels durch den Staat unter geeigneten Modalitäten zu geschehen habe, indem weder einer Bahngesellschaft noch einem Bahnunternehmer die Gesamtherstellung dieses ungewöhnlich schwierigen Werkes mit Sicherheit übertragen werden könne.; s.a. 10.04.
Von den sechs Eisenbahnvorlagen, welche der Handelsminister vor Schluss der Session im Abgeordnetenhaus einbrachte, liegt nun auch die fünfte, nämlich die Eisenbahnvorlage, betreffend die Linie Innsbruch nach Bludenz vor und ist im Druck erschienen. Die Vorlage bestimmt, dass die Regierung diese über Landeck und durch den Arlberg führende Linie auf Staatskosten herstelle. Der Regierung wird zur Deckung der ersten Kosten für den Alpentunnel durch den Arlberg für das Jahr 1872 ein Kredit von drei Millionen Gulden bewilligt, welcher Betrag durch Aufnahme einer schwebenden Schuld aufgebracht werden kann. Diese Summe wird voraussichtlich für die vorbereitenden Arbeiten und die Inangriffnahme der Tunnelbohrung, soweit diese innerhalb der gegenwärtigen Budgetperiode möglich ist, ausreichen. Die Herstellung der ganzen Bahn Innsbruck-Bludenz wird bei ungefähr 18 Meilen Bahnlänge den effektiven Kostenbetrag von nahezu 42 Millionen Gulden in Anspruch nehmen.
Arlbergtunnel: Die geologische Reichsanstalt hat ihre Studien über die geologische Beschaffenheit des Arlberges mit solcher Genauigkeit gepflogen und die Gebirgsformation an den untersuchten Stellen gestattet so klare Schlüsse auf die Schichtbildung des ganzen Berges, dass Professor Hauer, welcher die Studien leitete, in der Lage ist, mit einer Sicherheit, die sonst bei ähnlichen Gelegenheiten nicht erreicht werden konnte, die Gesteinsarten, auf welche man bei den Bohrungen stoßen wird, anzugeben.
Der Bürgermeister von Kufstein, Herr Josef Reisch, wird in Traunstein von einem Zug gerädert. „Wie es heißt, war der Zug schon im Gehen und Herr Reisch wollte noch in den Waggon springen, glitt aber aus, wurde von den Rädern erfasst und angesichts seiner Tochter fürchterlich verstümmelt.“ s.a. 03.10.
Heute morgens wurden die ersten Eisenbestandtheile zur neuen Brücke auf einem eingefriedeten Bauplatze vor der Innbrücken-Kaserne dahier abgeladen, während schon seit einigen Tagen ein Ingenieur nebst mehreren Arbeitern damit beschäftigt ist, die notwendigen Modell-Maße zusammenzustellen, so dass es mit der Überbrückung der lange genug verwaisten Pfeiler jetzt voller Ernst werden dürfte.
Nachdem das praktisch konstruierte einfache Holzgerüst, auf welchem die Eisenbestandtheile der neuen Brücke zusammengestellt werden, binnen kurzer Zeit zwischen den beiden steinernen Pfeilern einerseits und zwischen der Arche am rechten Ufer und dem rechtsseitigen Pfeiler andererseits errichtet worden war, wurde gestern schon mit der Zusammenfügung der Eisenunterlagen begonnen.
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