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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Fahrplan der Giselabahn (von Innsbruck über Kitzbühel nach Salzburg)
Der Fahrplan von Innsbruck nach Wien und München (mit kritischen Bemerkungen); s.a. 16.10.
Wie man sich hier erzählt, haben die soeben von den Studien über die Trace der Arlberg in ihr Winterquartier zurückkehrenden Ingenieure eine neue Richtung für dieselbe gefunden, durch welche der sowohl kostspielige als lange Arlberg-Tunnel, ohne den weiten Umweg durchs Paznaun und Montafon einschlagen zu müssen, vermieden werden könnte. Diesem neuen Plan zufolge biegt die Bahn von St. Anton in südwestliche Richtung ins Verwallthal ab und überschreitet den Tirol von Vorarlberg trennenden Gebirgskamm entweder am Winterjöchl oder, was warscheinlicher ist, bei der Fräschenlücke, um durch das Silberthal nach Schruns im Montafon hinabzusteigen.
Unfall beim Christoph´schen Haus („zum grünen Baum“); die Eltern eines der verunglückten Knaben wohnen in einer „Viaduktwohnung“
Die k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft hat am hiesigen Bahnhofe eine Kohlen-Agentie in der Absicht errichtet, dem Publikum die Gelegenheit zu bieten, sich billigen und dabei vorzüglichen Brennstoff für den Hausbedarf zu verschaffen (Eisenbahnerkohlen)
Petition der nordtirolischen Handels- und Gewerbekammer and das k.k. Handelsministerium in Betreff der Arlbergbahn (Schluss)
Die Vorlage der Arlbergbahn wurde in der Sitzung des österreichischen Abgeordnetenhauses am Samstag vom Handelsminister eingebracht und in Behandlung gezogen. Der Gesetzesentwurf trifft die Bestimmung, dass der Bau der Bahn noch im Jahre 1880 zu beginnen habe. Der umfangreiche Motivenbericht betont die staatliche Nothwendigkeit der Arlbergbahn und behandelt sodann die drei Abtheilungen: 1. die technische Ausführung, 2. die kommerzielle Bedeutung und 3. die Anträge des Gesetzesentwurfs im Einzelnen.
Die Annnahme des Arlbergbahngesetzes durch das Abgeordnetenhaus löst sowohl in Tirol als auch in Vorarlberg Jubel aus; s.a. 04.05.
11.05. und 12.05.1880 – Die Arlbergbahnfeier verspricht eine großartige zu werden. Die Landeshauptstadt Innsbruck und die Nachbargemeinde Wilten prangen im Schmucke der Fahnen. Die schwarzgelben, rothweißen und blauweißen Flaggen wehen in allen Haupt- und Nebenstraßen. Am Landhause ist unter diesen zum ersten Male noch eine fünfte Farbe vertreten, nämlich die belgische, schwarz-gelb-roth, (nicht die ehemalige deutsche, wie manche irrthümlich meinen, welche die Farbenkombination schwarz-roth-gold hat.) Der Gedanke ist angesichts der Verlobung unseres Kronprinzen mit einer Prinzessin aus dem belgischen Königshause ein sehr glücklicher. [] Aus den Vorbereitungen für den Fackelzug zu schließen, dürfte derselbe einer der größten und glänzendsten werden, die Innsbruck je gesehen hat. [] Die eigentliche Festfeier begann vormittags nach 9 Uhr, als der Gemeinderath von Wilten von Sr- Exzellenz dem Herrn Statthalter Ritter v. Widmann in der Hofburg empfangen wurde. Der herr Bürgermeister Eracher richtete in herzlichsten Worten der Freude und des innigsten Dankes an den Statthalter die Bitte, dem gütigen Landesvater, Sr. Majestät dem Kaiser die ehrfurchtsvollsten Danksagungen und Versicherungen der Treue der Bevölkerung von Wilten unterbreiten zu wollen. [] Um 10 Uhr fand im alten Rathhaussaale der Landeshauptstadt eine außerordentliche Gemeinderathssitzung statt, in welcher Herr Bürgermeister Dr. Dinter den Versammelten den Zweck derselben kund machte.…
Der gestrige Tag war der für den Beginn des Arlbergbaues offiziell festgesetzte Termin. Die Herrn Ingenieure rückte auf ihre Posten ein, manche Spekulanten sind bereist hierher gekommen, um eine etwaig günstige Gelegenheit zu Abschlüssen von Geschäften nicht zu versäumen, und auch der Vortrab der Arbeiter-Armee, welche von hier bis Bludenz beschäftigt sein wird, ist eingetroffen, denn es finden sich durch die Nachricht von dem bevorstehenden Baue herbeigelockt, eine ziemlich große Anzahl italienischer Arbeiter mit ihren Familien hier ein.
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