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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wiederstand gegen das Gaswerk wegen befürchteter Geruchsbelästigung; Behauptung, dass keine Immissionen zu erwarten sind, da unschädliches Holzgas verwendet wird.
Die Baulichkeiten zur Gasfabrik schreiten ihrer raschen Vollendung zu und bereits sind die Röhren, deren Legung bald vor sich gehen dürfte.
Gegen Neujahr werden Innsbrucks Straßen und Plätze, Theater und Cafe´s, Läden und Bureaux, Fabriken und Werkstätten die Öl- oder Camphinlampen verbannt haben und im Gaslichte erstrahlen – hoffentlich besser, als solches zuweilen in München der Fall ist. Für kleinere Städte und Lokalitäten, wo sich die Anlage einer eigenen Gasfabrik nicht rentieren würde, für solche möchte es wohl kaum einen befriedigenderen Ersatz von Gasbeleuchtung geben, als die Beleuchtung mit Mineral-Photogen, wie selbe seit einiger Zeit im Schankgarten der Steiner´schen Bierbrauerei hier eingeführt ist und allen Anforderungen an Intenität des Lichtes, Eleganz, Geruchlosigkeit und billige Beleuchtungskosten entspricht. Hier können sie alle, welche sich für diese neue Beleuchtungsart mittels Mineralöl aus den Asphaltwerken bei Seefeld interessieren, jeden Abend im oben bemerkten Steiner´schen Brauhausgarten zu Dreiheiligen überzeugen.
In der Neustadt wird mit der Legung der Gas-Röhren begonnen.
Also morgen Sonntag werden Innsbrucks Straßen und Plätze, wo die Leitungen vollendet sind, zum ersten Male mit dem längst erwünschten Gaslicht beleuchtet. Bisher wurden an verschiedenen Abenden in einzelnen Straßen und auch in verschiedenen Kaffeehäusern Proben angestellt, welche befriedigend ausgefallen sind, und wir sind überzeugt, dass das Gaslicht des Herrn Riedinger sich nicht nur bewähren, sondern auch noch vervollkommnen wird. – Höchst komisch sehen die alten Öllaternen mit ihrem Todtenlicht gegen die Gaslaternen aus!
Die Westbahn ist die erste Bahn, welche die Beleuchtung der Waggons mittelst Gaslicht bewerkstelligt. In jedem Waggon wird nämlich ein Kauschukschlauch angebracht, in welchem eine bestimmte Quantität an Gas enthalten ist, die für einen genau berechneten Zeitraum Brennstoff liefert.
Die Verwaltung der Gasfabrik wehrt sich gegen den Vorwurf, schlechtes, an Leuchtkraft geringes, Gas zu liefern.
Die Handelskammer beabsichtigt eine genaue wissenschaftliche Studie über das Erdöl (Petroleum) in Auftrag zu geben. Es würde dieses Vorhaben um so mehr Anerkennung verdienen, als das Erdöl wegen seiner Billigkeit und vorzüglichen Leuchtkraft auch hier immer mehr in Gebrauch kommt, aber über dessen Feuergefährlichkeit noch sehr divergierende Meinungen bestehen
In der Bürgerausschusssitzung vom 26.11. wurde der Stadtmagistrat ermächtigt, mit Herrn Riedinger in Augsburg, welcher als Besitzer der hiesigen Gasanstalt der Stadt Innsbruck das Anerbiethen machte, diese Gasfabrik samt Zugehör der Stadt käuflich überlassen zu wollen, in Unterhandlungen zu treten
Die Straßenlaternen sehen jetzt so trüb darein, wie zu weiland Öl´s Zeiten“, sodass mancher versucht sein mag, an die Stelle des theueren Gases, das billigere und besser leuchtende Erdöl zu setzen.
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