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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Stadtbeleuchtung Wiens besteht heuer gerade 200 Jahre. Im Jänner 1664 wurde erstmals zur Beleuchtung einiger Straßen Öl angezündet, erst im Jahre 1688 wurde die kaiserliche Burg zum ersten mal mit „ordentlichen Laternen" beleuchtet; ein Jahr darafu wurden auch in der Straßen der Stadt Laternen angezündet.
Herr Bürgermeister theilt das Ergebnis der Verhandlungen mit der Riedinger´schen Gasbeleuchtungs-Gesellschaft in Augsburg wegen Erweiterung der für den jetzigen Konsum nicht mehr genügenden Gasbeleuchtungs-Einrichtung mit. Die Gesellschaft lässt gegenwärtig das Röhrensystem erweitern und wird auch eine Vergrößerung der Fabrik vornehmen. Sie wird dieselbe für Steinkohlegas- statt für Holzgaserzeugung einrichten, da der jetzige Fortschritt in der Gaserzeugung es gestattet, Steinkohlegas ebenso leuchtungsfähig und rein wie Holzgas zu erzeugen. Es sei diese Änderung im Betriebe zwar mit großen Auslagen für die Gesellschaft verbunden, sie hoffe aber, dass sie durch eine Vertragsverlängerung (derselbe läuft in 18 Jahren ab) dafür entschädigt werde.
Die Beleuchtung des Rennweges ist unzureichend: Gegenwärtig hat zwar der Pächter des Löwenhauses auf dem Rennplatz auf seine Kosten einige Laternen angebracht, jedoch wäre zu wünschen, wenn von Seite der hiezu berufenen Behörde eine Beleuchtung des Rennplatzes durch Aufstellung einiger Gaskandelabers etwa bis zum Anfang der Choteks-Allee gesorgt würde, umsomehr, da der Rennplatz ein sehr beliebter und angenehmer Spazierweg ist, abends beim Abgang jeder Beleuchtung jedoch aus Gründen, die hier wohl nicht näher bezeichnet werden dürfen, nicht mehr gerne passiert wird.
Gasbeleuchtung für Brixen, Bruneck und Lienz ín Planung
Die Stadtgemeinde Hall hat nun die Einführung der Gasbeleuchtung beschlossen
Wenn nicht unvorhergesehene Hindernisse dazwischentreten, wird Hall noch in diesem Jahre seine Gasbeleuchtung haben, und zwar ganz unabhängig von jeglicher in- und ausländischen Gasgesellschaft, durch Einführung der patentierten nordamerikanischen Gaserzeugungsapparate, mittelst welcher jeder Industrielle, der von 10 Flammen aufwärts in seinen Localitäten benötigt, das erforderliche Gas sich selbst erzeugen kann, wozu allabendlich nicht mehr als 3 Minuten Zeitaufwand benöthigt sind. Die Flamme komt per Brennstunde auf 2 Kreuzer ö. W. und ersetzt das Licht von 8 Stearinkerzen. Eine Hamburger Maschinenfabrik wird diese Gasapparate hierher liefern. Ein Probeapparat soll schon in Tirol eingetroffen sein
Zur Gasbeleuchtung (Beitrag von Dr. Pfaundler)
Gasbeleuchtung für den Saggen und die Kohlstadt.
Gas- oder Petroleumbeleuchtung für die Kohlstadt? In der hierauf folgenden Debatte brach der Unwillen über die Haltung der Aktiengesellschaft für Gasindustrie in Augsburg und speziell über ihren Direktor Emminger, der persönlich bei den heir im Herbst gepflogenen Verhandlungen die Gesellschaft vertreten hatte, los. Altbürgermeister Dr. Tschurtschenthaler befürwortet den gänzlichen Abbruch der Verhandlungen mit der Gas-Gesellschaft und Einführung respektive die Vervollständigung der Petroleumbeleuchtung in der Kohlstadt. GR Flunger plädiert für die Gasbeleuchtung. Vertagung dieses Verhandlungsgegenstandes
Die Kohlstadt muss sich weiter mit Öllampen begnügen
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