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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Vergangenen Abend hatten wir Gelegenheit, in der Bahnfhofstraße an deiner von Herrn P.P. Heigl aufgestellten neuen Ölgaslampe den günstigen Effekt zu beobachten, welchen diesen einer Beleuchtung mit Petroleum gegenüber hervorbringt. Die Lampe ist derart konstruiert, dass in dem Gasbrenner wirkliches Leuchtgas erzeugt wird, das aus haarfeinen Öffnungen ausströmt und entzündet, eine flache, rußfreie und völlig geruchlose Gasflamme mit klarem, ruhigem Lichte gibt. Bei einer solchen weit vortheilhafteren und schöneren Beleuchtung wie mit Petroleum, entfällt der Docht und Cylinder und die Gefahr der Explosion.
Gestern abends wurde eine Probe der elektrischen Beleuchtung des Rennplatzes durch die Firma Hopffner & Reinhardt vom Burggraben-Bogen aus, gemacht. Die Probe ist gut gelungen, das starke weiße Licht beleuchtet taghell den Platz bis tief hinab und war scharf geschnittene grelle Schatten.
Der Lackierer Christoph Hummel konstruiert ein fahrbares Gerüst und führt dieses in der Maria Theresienstraße vor. Der Mechaniker J. Miller experementiert mit einer Bogenlampe. Das Licht hat die Stärke von 50 Gasflammen und beleuchtet die Umgebung auf ziemlich weite Distanz taghell. Dasselbe ist, nachdem einmal die Glühkohle gleichmäßig erwärmt ist, was ungefähr 5 Minuten in Anspruch nimmt, sehr ruhig, viel ruhiger als das Gaslicht und hat eine dem Sonnenlichte am nächsten kommende weiße Farbe. Zum Betriebe der elektro-dynamischen Maschine sind, um ein Licht von dieser Intensität zu erzeugen, 2/3 bis 3/4 Pferdekraft erforderlich. Die Glühkohle, welche diese Lampe verzehrt, kostet 4 Kreuzer per Stunde, und die Dampfkraft, wenn in Ermangelung von Wasserkraft eine solche verwendet werden muss, kann man auf 2 1/2 bis 3 kr. veranschlagen, sodass die Stunde enies solchen Lichtes beiläufig 7 kr. kostet, während 50 Gasflammen, die Flamme zu 3 kr. per Stunde gerechnet 1 fl. 50 kr. kostet. Allerdings kommt zum Betrage von 7 kr. auch noch etwas für die Amortisation und Abnützung von Anlagemaschinen dazu. In den nächsten Tagen werden Proben mit kleinen Lampen zur Beleuchtung der Gastzimmer bei Summeerer und Soier, wo die bisherigen Proben vorgenommen wurden und auch heut wieder eine stattfindet, gemacht…
Innsbruck: Bogenlampe versus Glühbirnen
Anwendung der Elektrizität zur Kraftübertragung. Sollte es gelingen, dieselbe große Kosten und ohne Gefahr ins Leben einzuführen, so würde sie einen bedeutend größeren volkswirtschaftlichen Einfluss ausüben, als es die Einführung der elektrischen Beleuchtung jemals thun kann. Denn die Vervollkommnung der Beleuchtung durch die Electrizität ist nur bis zu einem gewissen Grade eine Nothwendigkeit, darüber hinaus aber mehr als ein Genuss zu betrachten; in volkswirtschaftlicher Richtung kann sie jedoch nicht als productiv angesehen werden. Die Kraft aber, welche uns dient, um unsere Producte zu verarbeiten, unserer Manufakturen herzustellen, unsere Güter zu transportieren, ist eine unbedingte Nothwendigkeit und ihre Verwendung kann nichts anderes als productiv sein.
Von der elektrischen Ausstellung in Wien
Beleuchtung des Bahnhofsplatzes
Gemeinderatssitzung in Innsbruck (Zustand der Gasbeleuchtung)
Städtisches: Gestern wurde die Kohlstadt das erste Mal mit Gas beleuchtet; Stall für den Viehmarktplatz; Vertrag mit dem Architekten Weidenbach in Leipzig wegen Lieferung der Bau- und Detailpläne zum Redoutensaalbau
Gasbeleuchtung in Wilten
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