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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Erfindungen und Technik

28.04. und 29.04 – Die Dynamitsprengversuche im Lanser See haben das Staunen der zahlreich anwesend gewesenen Zuschauer erregt: Die in den See geschleuderten Patronen warfen das Wasser 2 Stock hoch empor; bei größerer Entfernung, wenn die Patrone in die Mitte des Sees fiel, wurde jedoch nur mehr ein Knall vernommen. Vormittags waren im Steinbruch bei der Hungerburg Versuche angestellt worden, welche glänzende Resultate lieferten.
Gestern wurde zum ersten Male mit einem Knaust´schen Hydrophor einzelne Straßen und Plätze der Stadt bespritzt.
In der Kunst- und Musikalienhandlung Groß ist gegenwärtig ein optisches Gerät, ein sogenanntes Spektrometer zur Schau gestellt, welches vom Herrn Mechaniker Miller in Wilten angefertigt wurde. Die Gemeinde Wilten kann sich rühmen, in den Mechanikern Kravogl und Miller zwei Mechaniker zu beherbergen, wie sie in mancher großen Stadt gesucht werden
Dem Konditor Alois Hibler in Schwaz wurde vom Ministerium ein fünfjähriges Patent für eine eigentümliche Feuerungsmethode erteilt
Herr Kravogel, Mechaniker in Wilten, hat vor kurzem eine Quecksilber-Luftpumpe nach eigener Idee angefertigt, welche bei der durch Prof. Dr. Pfaundler vorgenommenen Prüfung sich in ausgezeichnetem Grade bewährte. Leider kann Herr Kravogl selbe nicht auf die Weltausstellung bringen, da sie nach Quits in Amerika bestimmt ist und in kürzester Zeit dorthin abgesendet werden muss . Wie alle Kravogl´schen Sachen sit auch diese Maschine mit seltener Eleganz gearbeitet
Ingenieure und Geometer werden aufmerksam gemacht, dass gegenwärtig im Schaufenster der Groß´schen Kunst- und Musikalienhandlung in der Neustadt ein neues Nivellier-Universal-Instrument ausgestellt ist, welches vom hiesigen Mechaniker Friedrich Miller nach der Konstruktion des Ingenieurs Herrn Geppert in sehr lobenswerther Weise ausgeführt worden ist. Das Eigenthümliche dieses Instruments besteht darin, dass es bei großer Einfachheit und Billigkeit mit der nur wünschenwerthen Genauigkeit zum direkten und indirekten Nivellieren, Höhenmessen bis 14 Grad, Trassieren im Gefälle, Dinstanzmessen, Aufnehmen, Repatieren und zugleich übertragen von Horizontalwinkeln auf das Papier, also für alle vorkommenden Messoperationen eines Ingenieurs im Gebirge und in der Ebene sehr geeignet ist, und dabei so klein und leicht ist, dass es in eine kleine Schatulle verpackt und vom Ingenieur selbst leicht getragen werden kann
Wie wir vernehmen, wünscht ein ausländischer Fabrikant den Lechleitner´schen Seilerstuhl, der schon seinerzeit hier bei der Vorausstellung im Ferdinandeum Aufsehen gemacht hat, anzukaufen, und zwar inclusive des Rechts die Erfindung eventuell wo immer patentieren zu lassen. Der Erfinder, ein einfacher Schmiedmeister, hat brieflich den hiesigen Referenten der additionellen Ausstellung 1 und 2, Herrn Professor Hinterwaldner ersucht, den Verkauf für ihn abzuschließen, als Kaufpreis aber eine wirklich so geringe Summe festgesetzt, dass durch selbe wohl kaum mehr als die Anfertigungskosten der Maschine gedeckt erscheinen. Läge es nicht vielleicht im Interesse der betreffenden Industriellen unseres eigenen Landes, der Sache Aufmerksamkeit zuzuwenden?
Die meisten Maschinen, für deren Ausstellung das Ferdinandeum im Pavillion der Abteilung 1 und 2 der Weltausstellung mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet wurde, sind in den 29iger und 30iger Jahren von dem hiesigen, nun schon hochbetagten Mechaniker J. Leitner angefertigt worden.
G. Lang, Schmiedmeister in Wilten hat eine Schubleiter erfunden und sich dadurch die Aufmerksamkeit und Anerkennung Fachkundiger in hohem Maße erworben. Die Leiter kann sehr leicht transportiert und aufgestellt werden. Ihre Stabilität ist so groß, dss solche in gar keinem Falle, selbst wenn sie ganz schräg steht, umfallen kann. Herr Lang gedenkt, eine solche Leiter in wirklicher Größe auszuführen, um dieselbe dann mit anderen auf dem Gautage in Hall vergleichen zu können. Das Modell wurde vom ruhmhaft bekannten Mechaniker F. Miller in Wilten verfertigt.
Tauchversuche des Herrn Hoch im Inn: „Auf der Promenade stand die Luftpumpe, unten am Rande des Wassers legte der bereist mit einem wasserdichten Anzuge versehene Taucher seine Apparate an, die Schuhe mit den schweren Bleisohlen, den kupfernen Helm, der mit seinen vier großen Glasaugen einem Riesenfliegenkopfe nicht unähnlich sah, er nahm den Luftapparat auf den Rücken, der mit der Luftpumpe durch einen Schlauch in Verbindung stand, hängte sich ein großes bleiernes Herz auf die Brust, ermahnte das Publikum, des Tauchers nicht zu vergessen, der sein Brot schwer genug verdienen müsse und verschwand allmälig unter dem Wasser. Kleine kräuselnde Wellen, durch das Ausströmen der überflüssigen Luft aus dem Apparate, den er am Rücken trug, aufgeworfen, zeigten die Stelle im Wasser an, wo sich der Taucher befand.
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