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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Erfindungen und Technik

Das Jubiläum der Nähmaschine und des Fahrrades  (Josef Maderperger)
(Mulitplex-Gasfernzünder.) Wie dem Inseratenteil zu entnehmen ist, wird das städtische Gaswerk die anderwärts bereits stark eingeführten und bestens bewährten Gasfernzünder auch hier zur Einführung bringen. Mit demselben können unter wesentlicher Schonung der Glühkörper stehendes und hängendes Auerlicht, und zwar Einzelflammen sowie Luster und Auslagerampen mittels Wandschalter von einem beliebigen Punkt des Raumes aus gezündet und gelöscht werden, genau wie bei elektrischem Licht. Die Zündung erfolgt auf elektrischem Weg, Zündflammen sind nicht erforderlich
Der Büchsenmacher Franz Pawlik in Hall hat unlängst einen Distanzmesser zur Verwendung auf Feldgewehren erfunden. Die angestellten Versuche haben insbesondere auf kurze Distanz überraschende Erfolge gezeigt
(Die elektrische Metallfadenlampe.) Seitdem Auer von Welsbach mit seiner Erfindung der Osmium-Glühlampe – die bekanntlich die erste brauchbare Metallfadenlampe darstellt – in die Öffentlichkeit getreten ist, war es das Bestreben aller Glühlampen-Techniker, auch andere Metalle als Glühfaden-Material zu verwerten …. Die durchschnittliche Lebensdauer der Metallfadenlampe kann aufgrund amtlicher Atteste mit ungefähr 800 Stunden angenommen werden; ihr Preis beträgt 4 Kronen
Eine neu erfundene Rechenmaschine befindet sich gegenwärtig in dem Schaufenster der Kunsthandlung Czichna in Innsbruck. Dieselbe bewerkstelligt jede Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division sowie deren Kombinationen mit großer Genauigkeit und Schnelligkeit. Das Addieren und Subtrahieren von zwei neunstelligen Zahlen erfordert eine Sekunde, während z. B. folgende Multiplikation 36425 x 1989 = 72449325 in vier Sekunden rechenbar ist. Die Maschine wurde von Alois Salcher in Innsbruck erfunden und von der Firma Salcher und Werle, Leopoldstraße 58 ausgeführt. Sie ist eine erstklassige Präzisionsarbeit, ein glänzendes Zeugnis für die junge Firma. Die Maschine ist in mehreren Staaten patentiert und wird von einer Weltfirma in Deutschland in Massen erzeugt und in den Handel gebracht
Ein neuer Fernseher! ... Die Erfindung, die in ungemein geschickter Weise die bisherigen Erfolge auf diesem Gebiet sich zunutze macht und diese mit dem Kinematographen vereinigt, rückt nach fachmännischer Ansicht das Problem des Fernsehens wesentlich näher. Der Apparat ist ebenso sinnreich wie kompliziert, und stellt eine Vereinigung des Kinematographen mit elektrischer Übertragung der Lichtwellen, respektive mit Umwandlung der Lichtwellen in elektrische und deren Rückbildung in Lichtwellen dar. Der Apparat besteht aus Empfänger, der elektrischen Leitung und dem Aufgeber. Der Empfänger ist in der Aufnahmestation aufgestellt, Abgeber können in beliebiger Zal und in beliebiger Entfernung errichtet werden. Vollkommen neu an dem Apparat ist, dass er nicht nur zur Übertragung von Bildern auf elektrischem Wege dient, sondern dass er ein dauerndes Fernsehen ermöglicht. Solange die angebrachten Bilder des Kinematographen laufen, kann man eine Hanldung, die sich in Graz abspielt, von Wien aus sehen. Ingenieur Armangaud bedient sich, wie seine Vorgänger auf diesem Gebiet des Seleniums, eines im Jahre 1817 entdeckten Elements etc.
(Leo Müller, der Reformator der Buchdrucker-Schnellpresse.) Am 9. d. Mts. werden es 100 Jahre, dass Leo Müller, der Reformator der Buchdrucker-Schnellpresse geboren wurde. Er hat die von ihm erfundene Maschine zuerst in Innsbruck bei Rauch und Wagner aufgestellt, dann aber auch die Wiener Staatsdruckerei und die russische damit eingerichtet. Selbst in Jerusalem finden die Pilger eine Maschine, auf der der Name Leo Müller steht. Seine Fabrik hatte er in Jenbach. Das von ihm erfundene System gilt heute noch. Müller wurde im kleinen Walsertal in Vorarlberg geboren und leider viel zu früh gestorben
Als Neuerung in der Verwendung des Gases in der Familie empfiehlt das städtische Gaswerk angelegentlichst Waschmaschinen, die an die Küchengasleitung anschließbar und bei einfacher Bedienung von vorzüglicher Reinigungswirkung sind; ferner eine neue Art von Selbstkocher, bei dem Gasherd und Selbstkocher in einem Apparat vereinigt sind
Ein neuer Staubsaugerapparat wurde von Hugo Raber in Innsbruck erfunden. Der Apparat hat ein Gewicht von 5 Kilo, ist am Rücken zu tragen, und kann von einer Person bedient werden. Man kann mit ihm ohne besondere Beschwerlichkeiten undn ohne sich zu bücken den Staub vom Boden oder von den Möbeln wegsaugen. Spenglermeister Franz Jiranek in Innsbruck erzeugt die neuen Apparate und Herr Hans von Peißer wird sie in den Handel bringen
(Eine hiesige Erfindung.) Dem hiesigen Kaufmann Herrn Ernst Mayer, Inhaber des Geschäftes für chemisch-physikalische Apparate (vormals Universitäts-Bandagist), ist eine Erfindung gelungen, welche wohl geeignet ist, sowohl in Ärztekreisen, als auch im Publikum großes Interesse zu erregen. Es ist dies eine Wärmekompresse, welche von jeder elektrischen Lichtleitung den Strom beziehen und auf beliebig hohe Temperatur (bis 75 Grad Celsius), so wie es der behandelnde Arzt wünscht, eingestellt werden kann. Der sinnreiche, dabei höchst einfache Apparat wird bei allen Erkrankungen, wo warme Umschläge oder Umhüllungen verordnet werden, statt der elektrischen Glühlampe eingeschaltet und sodann dem Patienten an der gewünschten Stelle aufgelegt. Für Rheumatiker und Gichtleidende sind eigens konstruierte Apparate für Fuß, Hand, Schulder, Knie usw. vorgesehen. Bei Magen- und Gallenstein-Erkrankungen gelangen auffallend leichte Kompressen zur Verwendung, welche das Aussehen eines flachen, nur wenige Millimeter dünnen schmiegsamen Kissens haben etc.
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