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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Aufruf zur Impfung: Der Magistrat erwartet, dass dieser Aufforderung, welche im höchsten Auftrage erfolgt, um so gewisser allgemein Folge geleistet werde, als man sich sonst veranlasst finden würde, strenge Maßregeln ergreifen zu müssen“ gez. Bürgermeister-Stellvertreter Dr. v. Peer; s.a. 09.05.
Aufruf zur Pockenschutzimpfung: „Da sich an mehreren Punkten des Stadtbezirks die natürlichen Blattern zeigen und bereits schon einige Kinder denselben zum Opfer wurden, so werden die Eltern und Vormünder an die Pflicht erinnert, ihren Kinder und Pflegebefohlenen die Wohlthat der Schutzpockenimpfung zukommen zu lassen“ gez. Dr. v. Wocher, Stadtphysikus in Innsbruck
Entwurf eines Impfgesetzes, die Impfpflicht wird eingeführt; s.a. 02.05.1865
Der Gestank der Abortgruben der Klosterkaserne lässt bei den Vorübergehenden und den Besitzern der gegenüberliegenden Häuser große Zweifel entstehen, ob die notwendigen Desinfektionsmaßnahmen auch wirklich durchgeführt werden
Diarrhöen in Folge des Genusses von verdorbenen Bier lassen den Ruf nach verstärkten Kontrollen laut werden.
Pockenschutzimpfung
Der Minister des Inneren hat die Professoren Dr. Eduard Plaseller und die praktischen Ärzte Dr. Josef Gillhuber und Dr. Isidor Wörz zu ordentlichen Mitgliedern des Landessanitätsrates für Tirol und Vorarlberg ernannt. Vom tirolischen Landesausschusse, welcher nach dem Gesetze zwei Mitglieder zum Landessanitätsrath zu entsenden hat, wurden als solche die Herren Professoren Dr. von Maierhofen und der Direktor der Irrenanstalt in Hall, Dr. Stolz ernannt
Sanitätsmaßregel: Einfuhrverbot von Hadern aus Italien (Gefahr der Cholera-Einschleppung, s.a. 14.08.)
Der Landessanitätsrat hat behufs Verhütung der Einschleppung der Cholera aus Bayern vorgeschlagen: ...
(Petition des Vereins der Ärzte Deutschtirols, welcher sich im verflossenen Jahr konstitutierte.) „Wenn auch Innsbruck durch die herrliche Lage und wundervolle Umgebung zu den schönsten Gebirgsstädten des Continents zu zählen ist, wenn hier auch schwere, lang dauernde Epidemien zu den Seltenheiten zählen, muss doch konstatiert werden, dass dein großer Teil der Städte in Österreich und Deutschland übertreffen. Von 172 Städten Deutschlands mit 15000 und mehr Einwohnern hatten im 5-jährigen Durchschnitt (1778 – 1882) nur 45 eine größere Sterblichkeit als Innsbruck, während in 127 Städten die Sterblichkeit eine kleinere war. In den bisher vorliegenden Wochenausweisen der Sterbefälle in österreichischen Städten erscheint Innsbruck als eine jener Städte, die sich durch abnorme hohe Sterblichkeit auszeichnen. Es sind unbemerkt und unauffällig wirkende Feinde der Gesundheit, welche unablässig das Wohl der Bewohner bedrohen und man erlaubt sich, die Sterblichkeit in Folge einiger speziell in hygienischen Missständen wurzelnden Krankheiten als Beleg anzuführen. Corup und Diphteritis, die in Innsbruck nun eingebürgerten höchst verderblichen Krankheiten, die erst jüngst Angst und Schrecken verbreiteten, verursachten im 5jährigen Durchschnitt in 40 deutschen Städten im Vergleich mit der Einwohnerzahl mehr Todesfälle als in Innsbruck, wo diese Sterblichkeit jene von 131 deutschen Städten übertraf. Ganz unverhältnismäßig groß ist die Sterblichkeit in Folge von…
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