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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Um 11 Uhr mittags brach mitten in der Gemeinde Kauns Feuer aus, die Sturmglocken ertönten und in trauriger Melodie mischen sich die Glockentöne der benachbarten Thürme von Prutz, Ladis, Ried, Kaltenbrunn und Feichten, und nach kurzer Pause auch die von Fiss, Serfaus und Fendels darein. In staunenswerther Eile waren die benachbarten Gemeinden mit ihren Spritzen und Löschmannschaften an Ort und stelle und umkreisten die verhängnisvolle Stätte. Anfänglich war Wassermangel zu beklagen, bis endlich mit Hunderten von Menschen eine Verbindungslinie mit einem außerhalb des Dorfes sich befindlichen Wasserbehälter hergestellt werden konnte. Sechs Spritzen arbeiteten nun mächtig und mit gutem Erfolge, und das Feuer wurde auf 10 Häuser mit 13 Parteien samt Ökonomiegebäuden, im Centrum des Dorfes gelegen, gebannt. Aus diesen Häusern konnte nur mehr weniges gerettet werden. Kirche und Widum, sowie mehrere benachbarte Häuser waren schon angebrannt, wurden aber noch mit großen Anstrengungen und Gefahren gerettet. Das Allerheiligste wurde in das kleine Kirchlein außerhalb des Dorfes übertragen. Noch loderte es fort, allein da nun vom Kaunerberg einmal Wasser herbeigeführt ist, Windstille herrscht, das Feuer innerhalb der Mauern sich vertieft und Hunderte von Menschen bei hellem Mondscheine Wache halten, ist keine weitere Befürchtung mehr vorhanden. Leider wurde ein braves Mädchen von Prutz,…
Feuer in Zams, Fraktion Falterschein (der Widum und 3 Häuser sind abgebrannt; sieben Parteien obdachlos)
Neustes: Wie man hört, sind heute Nacht im nahen Matrei in der sog. Altstadt die große Pfarrkirche und zwölf Häuser abgebrannt; s.a. 06.03. „Das Feuer entstand eine Stunde nach Mitternacht am 5. ds. Mts. wie man sagt, in Folge Aufbewahrung heißer Asche am Dachboden in einem der Häuser in der sog. Altstadt in der Nähe der Kirche. Der heftige Wind verbreitete das Feuer in größter Schnelligkeit. 21 Häuser sind neben der sogenannten kleinen (alten) Pfarrkirche ganz abgebrannt. Von der großen Pfarrkirche verbrannte das Dach und der Thurm. Die Brücke, welche die Ellbögenstraße mit der Hauptstraße verbindet, ist ebenfalls durch das Feuer zerstört worden. Das alterthümliche Wallfahrstbild „Unser Herr im Elend“ ist glücklich gerettet worden. Das Pfarrwidum ist nur zum Theil durch den Brand beschädigt worden. Merkwürdigerweise blieb das Schulhaus samt Stadel, welches in Mitte der Brandstätte lag, gänzlich vom Feuer verschont. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Ein Pferd, Schweine, Futtervorräthe und Mobilien konnten nicht mehr gerettet werden. Wie man hört sollen nur wenige versichert sein.
Feuersgefahr in den Gemeinden Zams, Steinach und neuerlich in Matrei (dieser Markt ist gerade vor Hundert und einem Jahr, nämlich 1762 abgebrannt)
Unter persönlicher Direktion des Herrn Metz aus Heidelberg wurde vorgestern dessen für die hiesige Rettungsabteilung angeschafften Feuerlöschspritze im wahren Sinnes des Wortes erprobt, denn deren Leistungsfähigkeit übertraf alle Erwartungen, und das zahlreich am Stadtplatz anwesende Publikum brach in lauten Beifallsrufen aus, als zuerst der vom Boden aus dem Mündungsrohr des Schlauches entströmende Wasserstrahl bis über das Eisengeländer des Stadtturms (102 Fuß Höhe) reichte, und dann dasselbe Resultat mit zwei Wasserschläuchen vom Boden aus erzielt wurde, allgemeiner Beifall aber krönte die Wirkung dieser Spritze, als der Schlauch bis zum Geländer aufgezogen und von dort aus durch Herrn Metz der Wasserstrahl bis zum Thurmknopf (160 Fuß Höhe) dirigiert wurde. Die Leistungsfähigkeit der Metz´schen Spritze erscheint umso anerkennenswerther, als nur wenige Leute genügen dieses Resultat zu erzielen. Zudem ist diese Maschine so zweckmäßig kompendiös, dass selbe auf zweirädrigen leichten Handwagen ohne Anstrengung von drei Mann aus dem Magazin an die Brandstätte gebracht werden kann. Abends erfreute Hr. Metz seine zahlreichen Zuhörer durch einen zweiten sehr anregenden Vortrag über das Feuerlöschwesen. Schließlich muss, um übertreibenden Gerüchten entgegenzutreten, noch bemerkt werden, dass die ganze Maschine fix und fertig nicht mehr als 1100 fl. kostet.
Gestern ist im benachbarten Kematen die Pulvermühle in die Luft geflogen, ohne jedoch an Menschen oder an irgend etwas Anderem Schaden angerichtet zu haben
Die von den hiesigen Turnern gebildete Rettungsabtheilung unserer städtischen Feuerwehr gab gestern am bekanntlich sehr hohen Mauthamtsgebäude Proben ihrer großen Manövrierfähigkeit sowohl in Handhabung der Rettungsgeräte und schnellster Ersteigung der Fenster aller drei Stockwerke und des Daches von Außen, als in der Wirksamkeit der kompendiösen Feuerlöschspritze
Gestern brach im Magazin des Speditions-Vereins ein Feuer aus. Dasselbe verbreitete sich, genährt durch die dort deponierten Colonialwaren, Baumwolle, Pech etc. bei heftigem Westwind in Bälde über das ganze Magazin und die daranstoßenden Räume des Bahnhofmautamtes, dessen Magazinlokalitäten ebenfalls bis auf den Grund ausbrannten; s.a. 03.11. Wassermangel, weil die Löschrequisiten zu weit von den zwei Sillkanälen entfernt waren; Forderung nach einem Kanal, der durch den Bahnhof geleitet wird [] Erst als das ganze Gebäude am Dache und am Boden in hellen Flammen stand, das Vordach aus Blech mit fürchterlichem Krachen zu Boden gestürzt war und das ganze Magazin einer Feueresse glich, konnte genügend Wasser für die Spritzen erhalten werden.
Feuerlärm um das Haus des Goldarbeiters Klammer in der Judengasse [Schlossergasse]
In Obertarrenz bei Imst brannte am 26. d. Mts. die Doppelbehausung des Franz Anig und Alois Messmer bis auf den Grund nieder
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