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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wildschäden

Gestern verbreitete sich in der Stadt das Gerücht, als ob in Scharnitz die dortige Bevölkerung wegen durch Hirsche angerichtete Wildschäden sich so in Aufregung befinde, dass sie das Leben der herzoglichen Jäger bedroht habe, und das Militär dahin geschickt werden musste, um einen förmlichen Aufstand zu unterdrücken. Auf eingezogene Erkundigungen erfahren wir nun, dass Burschen, die unter dem Vorwande, die Hirsche von den Feldern abzuhalten, auf die Hirschjagd gegangen sind und von den Jägern dabei betroffen, über Aufforderung ihre Gewehre abzugeben, sich widersetzlich zeigten und dass sie bei ihrer Ankunft im Dorfe gegen die herzoglichen Jäger Demonstrationen durch Schüsse in Szene setzten, die übrigens keinen Unfall zur Folge hatten. O.L.G. Sekretär Stefenelli ist als Untersuchungsrichter mit 10 Mann Gendarmerie nach der Scharnitz abgegangen.
Hochwildschäden in Scharnitz; Einsatz von besonderen Wächtern, die das Wild mit Schüssen und Lärm vertreiben
Die Marktgemeinde Reutte lässt sich den Schaden, den das Wild an den Bäumen im Ammerwald durch sogenanntes „Schälen“ verursacht haben soll, von der königlich bayrischen Hofjagdintendanz, welche die Jagd der Gemeinde Reutte gepachtet hat, mit 5000 Mark vergüten.