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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Unter den gegenwärtig hier weilenden Fremden befindet sich auch ein Enkel des im Kampfe vom 12. April 1809 bei der Spitalskirche dahier gefallenen und im alten städtischen Friedhofe hier begrabenen bayrischen Oberst von Dittfurt
Lola Edle von Hofer, Tochter des durch sein humanitäres Wirken für Tirol bekannt gewordenen Enkels Andreas Hofers, Karl Edlen von Hofer, hat den Bankbeamten Hugo Pausenwein geheiratet
Andreas Hofers zahlreiche Portraits, die wir besitzen, sind nach dem Ausspruch der am 4. d. Monats im Alter von 87 Jahren verstorbenen Fräulein Johanna von Feyertag schlecht und unrichtig, und es ist kein Grund, an das Zutreffende dieser Kritik der genannten Dame zu zweifeln, da sie Hofer persönlich gut aus öfterem Verkehre desselben in ihrem väterlichen Hause gekannt hat. Von Hofer besteht nur ein einziges Portrait, das nach der Natur und zwar vom hiesigen am 20. November 1866 verstorbenen Maler J. G. Schädler aufgenommen worden ist. Demselben gelang es nach vielem Zureden Hofer, als er auf dem Gipfel seiner Macht stund, zu bewegen, dass er im Gasthause zur Krone dahier einige Male zum Portraitieren saß. Schädler schenkte das Bild dem Museum (Ferdinandeum), aus dem es aber auf rätselhafte Weise verschwunden ist (s.a. 01.03.)
(Andreas Hofers Porträt.) Wir haben unlängst berichtet, dass von Andreas Hofer nur ein nach dme Leben aufgenommenes Porträt existiert, das vor vielen Jahren auf bis jetzt ungeklärte Weise aus dem hiesigen Museum verschwunden ist. Wir erfahren nun, dass Maler Schädler, der jenes Porträt 1809 bekanntlich gemalt hat, auch eine getreue Bleistift-Kopie von demselben gemacht hat, die daher Anspruch auf den Werth einer Originalaufnahme machen kann. Es dürfte dieses Bildchen eine wünschenswerte Aquisation für das Landesmuseum sein. Es befindet sich im Nachlasse des Herrn Schädler.
Von einem gegenwärtig in Wien lebenden Tiroler wurde der Gedanke angeregt, an dem v. Stolz´schen Hause, dem ehemaligen Patriomonial-Gebäude in Schönberg, eine Erinnerungstafel für Andreas Hofer anzubringen. In diesem Haus fand nämlich die Berathung am 29. Oktober 1809 statt, zufolge welcher der Oberkommandant von Tirol, der schon seine Unterwerfung angezeigt hatte, sich auf das ungestüme Drängen Haspingers und einiger anderer Kampfgenossen wieder verleiten ließ, noch einmal loszuschlagen; s.a. 31.05.Festprogramm und 11.06. Enthüllung)
Im großen Sitzungssaale des Landhauses ist seit einigen Tagen unter verschiedenen Kunstgegenständen auch das Modell für ein Andreas Hoferdenkmal ausgestellt. Auf einem viereckigen Piedestale, an dem die Inschrift „Andreas Hofer 1809“ angebracht ist, erhebt sich das Standbild des Helden, wie er mit der Fahne in der Linken und dem gezückten Schwerte in der Rechten hinter einem Schanzkorbe über eine Kanone hervorschreitet, während neben ihm am boden ausgestreckt mit erhobenem Oberleib ein verwundeter Tiroler Schütze in der Nationaltracht sich befindet. Das Modell ist von dem sehr begabten, gegenwärtig an der Akdaemie in München sich befindlichen Herrn Franz Reichard aus Hall und zeigt in allen seinen Theilen eine äußerst fleißige Ausführung und darin den sehr strebsamen Eifer des jungen Künstlers, der noch vor wenigen Jahren der hiesigen Modellierschule als Zögling angehörte
Ein interessantes Schriftstück: Bei der Skartierung der Gemeinde-Akten von Ried im Oberinntal wurde jüngst nachstehendes Schriftstück aufgefunden: Abschrift. Königlich Bayrisches Armee-Korps, Tagesbefehl. „Der Andrä Hofer, sogenannter Sandwirt und Haupträdelsführer in Tirol, der so oft sein gegebenes Wort brach, und nicht aufhörte, das Volk durch falsche Eingebungen zu verführen, wurde soeben mit einem seiner Mitschuldigen durch die Truppen der Majestät es Kaisers der Franzosen, Königs von Italien, welche Südtirol besetzt halten, aufgefangen. -- Im Hauptquartier Innsbruck, den 31. Jänner 1810. Der Divisionsgeneral Kommandierender des königlich bairischen Armeekorps Unterzeichneter Reichsgraf von Erlon. Für gleichlautende Abschrift der Adjutant, Chef des Generalstabes, Boyer.“ – Als Erledigung hat der damalige Gemeinde-Vorsteher Homobon Huter (?) die Worte geschrieben. „Au weh!“
Am 8. d.M. empfing der Kaiser Herrn Dr. Ludwig Frankl, um dessen Buch „Andreas Hofer im Liede“ entgegenzunehmen. Der Kaiser erinnerte sich, vor 41 Jahren mit seinen Brüdern das Haus Andreas Hofers am Sand in Passeir besucht zu haben. Der junge Prinz kam damals mit den Erzherzogen Ferdinand Max und Karl Ludwig während eines Sturmes und heftigen Regenwetters.
Eine Urenkelin Andreas Hofer´s im Kloster (Charlotte Edle v. Hofer)
Gedenktafel für den Freiheitskämpfer Josef Eisenstecken
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