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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Über die neue Heilquelle am Brenner
Igls und die Sommerfrische: Welcher Beliebtheit sich bei den Sommerfrischler das Dorf Igls erfreut, geht aus dem Umstand hervor, dass gegenwärtig 180 Personen aus der Stadt dort verweilen, so dass im ganzen Dorf faktisch keine Unterkunft mehr zu finden ist. Ist schon die Lage Igls an und für sich ausgezeichnet, und der nah gelegene Wald mit seinen vielen guten Wasserlen zum Aufenthalt sehr einladend, so glauben wir doch die heuer so besonders starke Frequenz zum Theil dem Streben der dortigen zwei Gastwirthe zuschreiben zu können
Es ist eine wahre Wohlthtat für die Besucher des an Naturschönheit so überreichen innern Theiles von Stubai, dass im freundlichen Alpenweiler Ranalt, 3 Stunden sehr bequemen Weges innerhalb Neustift, seit 2 Jahren eine Wirtschaft errichtet worden ist, der im Interesse des Fremdenverkehrs im Stubai das beste Gedeihen zu wünschen wäre. Es wird dadurch den Touristen der Übergang über die Stubaier Gletscher ungemein erleichtert, da ihr Ausgangspunkt, der früher Stubai war, um 3 Stunden näher gerückt ist.
Aus Kitzbühel wird berichtet, dass der Fremdenverkehr heuer ein äußerst lebhafter ist. ... Übrigens hat Kitzbühel auch ein Theater, in dem eine Gesellschaft des Herrn Bockshorn dort Vorstellungen gibt. Der in Innsbruck wohlbekannte Herr Fahr nebst seiner Gemahlin sind dermalen an dieser Bühne engagiert. Schließlich sei noch erwähnt, dass Erzherzog Karl Ludwig gesonnen sein soll, das Hinterbräukeller-Anwesen in der Nähe des schwaren See´s käuflich zu erwerben, der Besitzer desselben es jedoch kaum hergeben wird.
Die „Hohe Salve“ in Hopfgarten entwickelt sich immer mehr zu einer Fremdenverkehrsattraktion
Der strebsame und unternehmende Gastwirt und Handelsmann Josef Grüner hat in Söden auf dem Hochjochferner ein Gletscherhotel mit 8 Schlafbetten eröffnet. Dieser 19.000 Fuß über der Meeresfläche auf einem Gletscher stehende Gasthof ist der höchstgelegene in Europa. Der Zugang zu demselben ist durch den vom ehemaligen, sehr tätigen und hochverdienten Herrn Kuraten von Vent, Franz Senn, hergestellten Saumweg über das Hochjoch sehr erleichtert.
Gegenwärtig befindet sich der bekannte Dichter und Schriftsteller Berthold Auerbach in Innsbruck
Der Gastwirt und Handelsmann Josef Grüner in Sölden, Besitzer des Gashauses „Deutscher Alpenverein“ und des Alpenhotels am Hochjochferner hat auf die Kreuzspitze auf eigene Kosten einen Weg anlegen lassen, der so bequem ist, dass er auch von ältern Damen bestiegen werden kann (die Kreuzspitze ist für ihre Fernsicht berühmt)
Das Bad Baumkirchen ist durch Kauf an Herrn Strasser, ehemaligen Besitzer des Gasthauses „Zur Toleranz“ in Jenbach, übergegangen (s.a. 27.04.1889, Besitzer Josef Oblasser)
Das Fürstenhaus in der Pertisau beherbergt heuer eine Anzahl interessanter Gäste. Unter ihnen, in Pluderhose und Reitstiefel, den Leib in eine weite Samtjacke gesteckt, der berühmte Maler Hans Markart, der anstatt seines Pinsels mit gleicher Kraft und Gewandtheit das Ruder führt. Er spielt heir den Ritter der Damen, und nächst der blauben Farbe des Sees über die schönsten blauben Augen große Anziehungskraft auf ihn aus. Eine glückliche, jetzt jedoch einigen Trostes bedürftige Besitzerin von schönen blauen Augen ist die kaiserliche Hofschauspielerin Baudius, verehelichte Wilbrandt, welche noch Trauerkleider um das verlorene Kind trägt, das ihr vor kurzem der Tod in der Wiege entrissen hat. Sie hat bereits Trost und Erholung gefunden in der friedlichen Ruhe dieses Gebirgslandes, während ihr Gemahl, der Herr Doktor, wie er hier genannt wird, etwas ernster und melancholischer dreinblickt.
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