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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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1859 (Sardinischer Krieg)

Die franzosenfeindlichen Kundgebungen mehren und wiederholen sich allerwärts bei jedem Anlass. Es wurden in der am Montag bei vollem Hause im hiesigen Nationaltheater stattgehabten Aufführung des „Götz von Berlichingen“ alle auf die Zeitverhältnisse bezüglich vaterländischer Äußerungen mit lebhaftestem Beifallssturme aufgenommen, der nicht enden wollte.
An Deutschland! Ein Ruf aus den Tiroler Bergen: „Wacht auf! Seht ihr die schwarze Wolke? Sie trägt den Blitz in ihrem Schooß“ (Antifranzösische Stimmung, die sich in einem Gedicht ausdrückt)
Da Angesichts eines drohenden Krieges allenthalben die Geschäfte zu stocken anfangen, so werden der Schützenzeitung zufolge binnen Kurzem viele ehemals nach Frankreich ausgewanderte Tiroler, besonders Zillertaler Sensenschmiede, in ihre heimatlichen Berge zurückkehren.
Die Frage: Ob Krieg oder Frieden? - beantworten die Staatsmänner im Pitztal auf folgende einfache Weise: Der Kitzfell-Handel ist nicht gelähmt, und so lange dies nicht der Fall ist, ist Friede mit Frankreich“ Wieso? Sehr einfach. Tausende von Kitzfellen gehen aus dem Pitzthale über den Rhein. Was die Franzosen damit machen, weiß man in Tirol nicht, aber sie gehen dahin, solange Frieden ist, und dieser Friedensartikel wird mit 1 f. bis 1 fl. 12 kr per Stück bezahlt.
Wie der Tiroler Bote vermittelst Extrablatt berichtet, verkündet das kaiserliches Manifest an die Völker Österreichs vom 28.04. den Entschluss ihrer Majestät, zur Vertheidigung der Ehre und Rechte Österreichs, gegen das von Frankreich unterstützte Sardinien, die Waffen zu ergreifen. Die kaiserlichen Truppen sind bereits in Sardinien eingerückt.
Die österreichische Armee hat in der Nacht vom Dienstag auf Mittwock die piemontesische Grenze überschritten.
Kriegsvorbereitungen. "Die Bataillione des Tiroler Kaiserjägerregiments sind so aufgestellt, dass die Piemontesen die ersten Kolbenschläge von den Tirolern kriegen."
"Österreich! noch in Siegesglanz, fürchtest keinen Waffentanz -- lass hellauf die Trommel rühren, von der Donau bis zum Po – lass marschieren, lass marschieren, die Scharen folgen froh".
An die Frauen Innsbrucks: „Stehet den Soldaten bei, edle Frauen, diesen Kämpfern, sie verdienen es in hohem Maße, die so bereitwillig ihr Leben für das Vaterland, für die heiligsten Güter und für eure Ehre einsetzen. Helfet ihre Schmerzen lindern und ihre Wunden heilen, traget zu ihrem Verbande bei, greift in eure Leinwandvorräthe und spendet den Verwundeten. Verwendet täglich für sie einen Teil eurer Zeit und zupft Charpie für die blutenden Streiter.“
Kriegsberichte von der italienischen Front.
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