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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bekanntlich ist der Historienmaler August Wörndle mit der Ausführung der Kreuzwegbilder für den hiesigen Stadtfriedhof beauftragt. Derselbe hat nun bereits den ersten Karton eingesandt, welcher im Ferdinandeum ausgestellt ist. Es ist die siebente Station, der zweite Fall des Herren; s.a. 12.01.
Einer der vorzüglichsten Künstler Münchens, Herr Adolf Baumann, Historienmaler, weilt dermalgen hier, um die Begräbnis-Arkadae der Familie des Herrn Schuler mit einem monumentalen Freskogemälde zu schmücken.
Plastisches Gemälde des Historienmalers M. Schmid aus dem Paznaun (Adam´sches Grabmal)
Unser Friedhof ist jetzt wieder um zwei Kunstwerke erweitert worden. Wir meinen die monumentalen Wandgemälde in den Arkaden der Adam´schen und Schuler´schen Familiengrabstätten. Zwar sind noch beide Arkaden mit Bretterverschlägen verhüllt, die erst zu Allerseelen weggenommen werden, kompetente Kunstkenner, welche Gelegenheit hatten, das Gemälde in der Adam´schen Arkade jetzt schon zu sehen, versichern aber, dass unser Kirchhof durch dieses Kunstwerk eines strebsamen und talentvollen Tiroler Künstlers, des Historienmalers M. Schmid (aus See im Paznaun gebürtig und für gewöhnlich in München wohnhaft), eine neue und sehr wesentliche Zierde erhalte. Das nach einer neuen Erfindung (Stereochromie) ausgeführte und die ganze Wandfläche der Arkade einnehmende Billd hat zum Gegenstand der Darstellung, die drei Frauen am Hügel des Erlösers, an welchem ein Engel ihnen die Auferstehung des Heilands verkündet; Composition wie Ausführung werden als gleich gelungen anerkannt, ja letzter als so überraschend, dass das Gemälde aus richtiger Entfernung betrachtet, ganz den Effekt plastischer Figuren hervorbringt, ein Vorzug, der selten einem Wandgemälde eigen ist und dem Künstler ebenso zur Ehre und Empfehlung gereichen mag, wie der Besitz eines solchen Kunstwerkes den Bestellern zur Freude. Die Schuler´sche Arkade, in welche der rühmlich bekannte Historienmaler Baumann aus München die „Schiffspredigt“ al fresco gemalt hat, ist dermal, da…
Beschreibung mehrerer bemerkenswerter Gräber in Innsbruck; s.oben 23.09.; weiters: „Die drei Mittelarkaden des westlichen Traktes bieten in ihrer nunmehrigen Vollendung drei Kunstwerke des vaterländischen jungen Historienmalers v. Wörndle, deren eines (die Begräbnisarkade des k.k. adeligen Damenstiftes) die fünf „klugen Jungfrauen bei Ankunft des himmlischen Bräutigams“ darstellt, ein, von gehöriger Entfernung betrachtet, effektvolles Gemälde. Die beiden anderen Fresken sind die VII. und VIII. Station des Kreuzwegs. Von plastischen Kunstwerken haben wir noch das Monument der Fumagallischen Arkade zu erwähnen, welches einen Künstler von Trient zum Schöpfer hat und als Bildhauerarbeit in Marmor ein Meisterwerk genannt werden muss; ferner das Denkmal der Hammer´schen Familie. Das Monument für die Unterberger´sche Arkade ist eben in der Aufstellung begriffen und scheint nach den einzelnen Theilen zu urteilen, sehr gelungen zu sein.
Gestern wurde hier am Militärfriedhofe die Leiche eines k.k. Artilleristen beerdigt, wobei eine Abtheilung der dermal hier garnisonierenden Feldbatterie ausrückte und die vor dem Feinde gestandenen Kameraden am Grabe die gebührende Geschützsalve gab.
Der vaterländische Künstler, Historienmaler M. Schmid, dessen in stereochromer Manier ausgeführtes Wandgemälde in der Adam´schen Begräbnis-Arkade hier seinerzeit gerechte Anerkennung gefunden hat, ist dermalen mit der Vollendung zweier Skizzen für ähnliche Arkadengemälde beschäftigt, deren eine die „Auferstehung Christi“ und die zweite „Christus und Magdalena“ zum Gegenstande hat, und welche Skizzen, würden selbe im Großen am Friedhofe ausgeführt, demselben zwei neue, sehr wesentliche Zierden sichern würden
Im Ferdiinandeum sind drei Zeichnungen von unserm vaterländischen Künstler Wörndle ausgestellt, welche noch in diesem Jahr im Friedhof zur Ausführung kommen werden
Unserem Friedhof steht wieder eine Verschönerung bevor; es sind zwei Engel hier angekommen und zur Besichtigung im Museum ausgestellt, welche der bildende Künstler Hr. Grießemann in Florenz für die Familiengruft des Herrn Baumeisters Mayr bestimmt, in Marmor ausgeführt hat
Die Reitmair´sche Begräbnisstätte im Friedhof zu St. Nikolaus hat ihre Vollendung dadurch erhalten, dass zu dem monumentalen Marmorstein von der Künsterlhand des Hrn. Gg. Juliano eine architektonischer Hintergrund, eine runde Bogenhalle, gemalt wurde, welche, von richtiger Entfernung aus betrachtet, wegen ihrer perspektivischen Wirkung ganz den Eindruck einer wirklichen Bogenarchitektur hervorbringt.
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