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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Das andere Denkmal in der Stotter´schen Arkade von Gasser, es ist bereits das dritte Werk aus dieses Künstlers Hand, das unseren Friedhof ziert, ist ein auf dem ein auf dem Thron sitzender Christus mit erhobener Rechten und aufgeschlagenem Buche in der Linken. Es ist ein Werk von tiefstem Ernste, großartig in der Konzeption, völlig klassisch in der Präzision des Ausdrucks und meisterhaft in der Ausführung. Es besticht nicht durch Mittelchen einer raffinierten Technik, es wirkt durch den in die Figur gelegten geistigen Gehalt und durch die auf die Erscheinung derselben verwendete solide, hohe künstlerische Sorgfalt; die Gewandung ist in einen Faltenwurf gelegt von antiker Schönheit und der Meißel ist mit liebevoller und exakter Hand geführt. Weniger entsprechen unserem Geschmacke die schwere Architektur der Nische und die auf dem grauen Steine im Hintergrunde derselben ober dem Haupte des Christus angebrachten zwei Engel im Relief; sie sind schön in Form und Bewegung, nehmen sich aber, wenn der Vergleich gestattet ist, etwas zuckerbäckerartig aus; auch das als Ornament-Motiv benützte Kreuz hinter der Figur schein uns die Großartigkeit der Wirkung desselben zu beeinträchtigen.Sollte man zwischen diesen beiden Werken urtheilen, so muss man unbedingt die Palme Gasser reichen. Schließlich ist auch noch auf Felsenburg´s Gemälde…
D. Trenkwalder hat zwei Modelle für die Grabmonumente der Familie Kranz und Gleich in Lienz und des Fräulein Carnelli in Innsbruck vollendet, die unter sich ganz verschieden, ihrem Meister Ehre machen. In Andreas hat er eine Apostelgestalt von unbeugsamer Charakterstärke, geistiger Potenz und mächtiger Thatkraft geschaffen, die dasteht wie ein Leonidas, um ein Heer der Perser oder Heiden aufzuhalten. Die Figur ist sehr schön in eine Nische gestellt. Für die Carnellische Grabstätte hat er den „guten Hirten“ geschaffen. Zweifelsohne findet diese sympatische Figur zahlreiche Freunde und folgen gerne manch´verirrte Schafte solch´schönem Hirten.
Die Mosaikwerkstätte des Albert Neuhauser hat in diesen Tagen für den Innsbrucker Friedhof die erste Arbeit dieser Kunsttechnik geliefert, indem im Auftrag der Kommune die Wandfläche des Kiebach´schen Monuments mit Glasmosaik inkrustiert wurde. Die frappierende Einfachheit, in der Direktor Deininger diese Dekorierung angeordnet, zeigt schlagend, welche Wirkung einem echten, edlen Materiale innewohnt: dieselbe Zeichnung in Wandmalerei ausgeführt, müsste so nüchtern und simpel wie möglich erscheinen; der muschelartige Bruch der Farbenschatten ernst getonter Glasstifte aber verleiht dieser groß angelegten Flächendekoration einen wunderbaren Reiz, nur vergleichbar mit der Meeresfläche, auf deren zartbewegten Wellen das Licht in magischen Reflexen spielt.
Besprechung von Grabdenkmälern: An neuen Grabdenkmalen sahen wir nur zwei bemerkenswerthe, und zwar ein freistehendes und ein sich an der Wand aufbauendes. Das freistehende gilt dem Andenken des gewesenen Caffetiers und Hausbesitzers Grabhofer. Sein Relief-Portrait in Marmor auf der Vorderseite des Piedestals in Medaillenform ist sprechend ähnlich. Auf dem Piedestal sitzt eine trauernde Frauengestalt aus Marmor in den zwischen den Knien gefalteten Händen ein Kreuz haltend. Das zweite Skulpturwerk ist Trenkwalders guter Hirte in der Carnelli´schen Grabstätte. Christus mit dem Lamm auf den Armen ist mystisch aufgefasst. Den Schlüssel dazu gibt das Wort des Psalmisten auf dem Rundbpgen des architektonischen Aufbaues: „Der Herr ist mein Hirt. Wandle ich auch in der Mitte des Todesschatten, kein Übel fürchte ich, da du bei mir bist.“ Ps. 22, 4; s.a. 06.11.
Gestern ist in St. Nikoluas das letzte Stück der Erweiterung des Friedhofes vom hochw. Hrn. Dechanten Dr. Kometer geweiht worden. Bei diesem Anlasse theilte er hochw. Herr Pfarrer Mayr der Gemeinde mit, dass nun der neue Kirchenbau sofort in Angriff genomme werden wird. Während der Zeit des Baues wird eine Nothkirche die Stelle der gegenwärtigen vertreten.
Unser vaterländischer Künstler Malfatti in Mailand hat auf dem St. Jakobs-Friedhof dahier, in der Obexer´schen Arkade, einige Arkaden unterhalt der gräflich Lodron´schen Begräbnisstätte, die Aufstellung eines neuen Sculpturwerkes vollendet. Es stellt die Himmelfahrt Christi dar. Christus erhebt sich auf einer Wolke stehend mit emporgestreckter Linker und wie zum Spenden einer Gabe nach abwärts gerichteter Rechten in raschem Fluge, der durch das wehende Haar und wehende Kleider angedeutet ist, gen Himmel, während auf einem Felsen knieend Petrus und Paulus ihm nachsehen. Obwohl Saulus bekanntermaßen erst nach der Himmelfahrt ein Paulus geworden ist, so hat ihn der Künstler als einen Hauptrepräsentanten der Kirche dennoch diesem Acte beiwohnen lassen. Das Denkmal ist in runden Figuren aus weißem cararischen Marmor ausgeführt, der sich von dem dunkelgrauen Marmorhintergrund in angenehmer Wirkung abhebt. Die Technik ist geradezu ein stupende. Es ist, als hätte der Marmor seine ganze Widerstandsfähigkeit unter dem Meisel und der Raspel des Meisters verloren. Diese Gewalt, welche die moderne italienische Schule über das spröde Materiale ausübt, verleitet sie aber die der Bildhauerei gesteckten Grenzen zu überschreiten und zu Maiern mit dem Meisel zu werden. Die realistische Auffassung des Künstlers, die schon sein Denkmal in der gräflich Lodron´schen Gruft bekundet, ist in diesem neuen…
In der Kunsthandlung Czichna dahier sind zwei Kronleuchter von geschmiedetem Eisen ausgestellt, welche auf das Gitter der Riedelbergischen Grabstätte im städtischen Friedhof bestimmt sind.
Das neue Grabdenkmal in der Stumreich-Breinössl´schen Arkade, das heuer vollendete Sculpturwerk unseres einheimischen Bildhauers Trenkwalder ist eien wahrhaft erfreuliche Bereicherung für unseren Friedhof. Eine nahezu lebensgroße Marmorgruppe stellt den erstandenen Erlöser dar, der seiner Mutter begegent. Maria ist auf die Knie gesunken; den etwas erhobenen rechten Arm mit Innigkeit auf den linken ihres Sohnes gelegt, und den andern in anmuthsvoller Bewegung nach abwärts gestreckt, blickt sie das Antlitz voll Seligkeit, zu ihrem Sohne empor. Christus hält die Rechte, eine solche huldigende Stellung seiner Mutter abwehrend, halb erhoben, und neigt sich voll kindlicher Liebe zu ihr, um sie mit seinem linken Arme zu sich empor zu heben. Wir beglücken den Künstler zu diesem herrlichen Werke und die Familie Stumreich zu diesem beneidenswerten Besitze. Herr Trenkwalder hat sich, wie wir hören, die Vollendung einiger Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Entfernung jenes Stückes Marmor, das als Stütze der rechten Hand der Christus-Figur dient, auf später gelassen, damit die selbe durch die Ausstellung der Gruppe nicht weiter verzögert wird. – Eine zweite durch ihre gewählte Architektur in hohem Maße beachtenswerthe künstlerische Leistungt ist das auf der von der Hibler´schen Grabstätte im zweiten Leichenfelde rechts errichtete, aber noch nicht vollendete Denkmal. Dasselbe ist nach dem…
Der Bau des neuen Friedhofs in Mariahilf wurde bereits zu Beginn der vergangenen Woche in Angriff genommen. Der der neue Friedhof kommt auf der erhöhten Lage der Höttingerfelder westlich vom Kerschthal zu liegen.
Der neue Friedhof in Mariahilf auf den Höttingerfeldern südwestlich dieser Ortschaft ist nun soweit fortgeschritten, dass gestern nachmittags bereits die feierliche Einweihung stattfinden konnte. Der neue Friedhof bietet Platz für 1000 Begräbnisstätten
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