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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Recht und Gerechtigkeit

Die Geschichten des „Schwindelmeier“ (Ein Hochstapler legt sich mit dem Bezirksrichter und der Gendarmerie Kössen an): „Das Bezirksgericht von Kitzbichl ist überhaupt das partheiischte, schlechteste und schmafumäßigste, das ich getroffen habe, soweit ich gekommen bin, und die Gendarmen in Kössen sind schlechter als die Karner.“) 2 Monate Arrest.
Aus dem Gerichtssaal: Wendelin Dialer aus Gungelgrün (bei Imst) hat in seiner Wohnung und am nächsten Tag in der Wohnung seiner Schwester, beide Male in Gegenwart von Kindern, vor einem Kruzifix stehend gotteslästerliche Reden geführt (Religionsstörung, 1 Jahr Kerker)
35 Vomper werden wegen eines Ehrenbeleidungsprozesses in das Bezirsgericht nach Schwaz zitiert („In Doppelreihen, jedoch ruhig und gelassen, marschierten die Vomper gegen Schwaz herüber, wo vorderhand noch kein Urteil gefällt wurde. Auf dem Heimweg begriffen, wurden die Delinquenten mit Musik und Pöllerschüssen empfangen und begrüßt, in das Gasthaus des Altvorstehers Larch „zum Pelikan“ begleitet, wo bei Musik und Gesang die Nacht bis zur frühen Morgenstunde verlebt wurde“)
Kuriosität: Ein Bäuerlein vor dem Obersten Gerichtshof
Unmenschliche Gesetze in Österreich (Ausweisung eines Knaben wegen des verbotenen Hasardspieles „Kopf oder Adler“)
Thema im Tiroler Landtag: Das Bezirksgericht Sillian beantragt die Auslieferung des Abgeordneten Schraffl wegen des Vorwurfes der Grabschändung (!). Schraffl soll ein Blumengeschirr an einem Grab mit dem Fuß weggestoßen haben). Entscheidung des Immunitätsausschusses: Der Auslieferung wird nach langer Diskussion mit kleiner Majorität zugestimmt.
Gerichtsszeitung. Vierter Schwurgerichtsfall. Ein aufsehenerregender Freispruch. Als Angeklagter erschien Ludwig Gundolf, am 28. März 1875 zu Eggmad, Gemeinde Wenns, geboren, dort zuständig. Er und sein Bruder Josef, beide aufbrausende jähzornige Naturen, lebten schon seit längerer Zeit nicht in gutem Einverständnisse miteinander. … Den Bruder mit einem Melkstuhl erschlagen … Sektionsbericht … Die Untat will er nur im Zorn über die Behandlung seines aus dem Wirtshaus kommenden Bruders ausgeführt und nicht beabsichtigt haben, ihn zu töten. … Der Vorsitzende, OLG Gerichtsrat Pfaundler stellte nun an die Geschworenen eine auf Totschlag mit feindseliger Absicht lautende Hauptfrage. Der Verteidiger erklärte, bei dem Geständnis des Angeklagten nichts zu dessen Gunsten sagen zu können und sich nur auf die Einbringung von Milderungsgründen beschränken zu können. … Der Obmann der Geschworenen verkündete nach kurzer Zeit das Verdikt: Die Geschworenen beantworteten die an sie gestellte Hauptfrage einstimmig mit ja, machten aber mit demselben Stimmenverhältnis den Zusatz, dass der Angeklagte ohne feindseliger Absicht gehandelt habe. Nach diesem Wahrspruch musste der Gerichtshof den Angeklagten nach den Bestimmungen des Gesetzes freisprechen. Dieses Ergebnis der Verhandlung erregte allgemeines Aufsehen, sowohl bei den Mitgliedern des Gerichtshofes als auch bei den Geschworenen. Das zahlreiches Auditorium nahm den Freispruch mit Beifallsrufen auf. Die Abstimmung…
Gerichtszeitung, Kuriosität, Aldrans; Ländliche Schamhaftigkeit: Geldstrafe von 30 Kronen für den Ausdruck „Fackn“
Eine vom Gericht beschenkte Diebin
Gerichtszeitung: Eine Gerichtsverhandlung im Nonnenkloster (Fürsterzbischof Dr. Katschthaler war wegen der Vorladung einer Chorfrau sehr ungehalten und erklärte, eine solche Ladung unter gar keinen Umständen zuzulassen. Die Klausur des Frauenstiftes Nonsberg sei eine sehr strenge etc.)
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