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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Gestern wurde das erste Findelkind in die hiesigen Findelanstalt aufgenommen. Dasselbe wurde gestern vormittags von der Ausgeherin eines Klosters an der Pforte in schmutzige Lumpen eingehüllt aufgefunden.
Das Ministerium des Inneren hat die Errichtung einer öffentlichen Apotheke in Wilten bewilligt. Deren genauer Standort wird erst festgelegt werden.
Bürgerausschusssitzung vom 16. ds. Mts.: Herr Vicebürgermeister Dr. Falk teilt mit, dass sich die Stadtgemeinde Innsbruck bekanntlich anlässlich der Errichtung der medizinischen Fakultät verpflichtet habe, einen Belegraum von 204 Betten im hiesigen Spitale zu beschaffen, und dass seit Jahren die Differenz zwischen der städtischen Vertretung und den klinischen Herren Professoren darüber besteht, dass der Magistrat durch die beigestellten Localitäten der eingegangenen Verpflichtung entsprochen zu haben glaubte, die Herren Professoren aber die Räumlichkeiten ungenügend fanden und daher noch die Überlassung von zwei Stockwerken des Spitalszinseckhauses verlangten. Nach einer Zuschrift des Professoren-Kollegiums der medizinischen Fakultät hat jedoch dasselbe die gemachten Ansprüche dahin reduziert, dass nur noch 5 Zimmer des ersten Stockes des Spitalszinshauses für die chirurgische und okulistische Klinik überlassen sollten. Dieser Forderung wird entsprochen.
Naturwissenschaftlich medizinischer Verein: Demonstration einer an Elephantiasis des Unterschenkels durch Operation geheilten Kranken
Prof. Hofmann wird bei der morgigen Sitzung des naturwissenschaftlich-medizinischen Vereins über die mikroskopische Untersuchung von Blutflecken sprechen.
Dem unwirthlichen Klime des fernen Ostens ist ein hoffnungsvoller junger Tiroler Arzt zum Opfer gefallen. Aus Bagdad traf die Todesnachricht des Herrn Dr. med. Josef Mayr dahier ein. Ein edler Wissens- und Wanderdrang hatte denselben veranlasst, mit noch vier anderen Studiengenossen nach Beendigung seiner Studien Dienste als kaiserlich türkischer Militärarzt anzunehmen. Seine vier Kollegen sind bereits vor ihm Opfer ihres Berufes geworden.
Die Blattern grassieren in Schwaz (aber nur geringe Sterblichkeit; s.a. 20.02.)
In Schwaz scheint die Blattern-Epidemie etwas im Abnehmen begriffen zu sein. Bis Ende Februar sinid 160 Erkrankungen vorgekommen, von denen 16 mit Tod endeten, in der Umgebung 71, von denen 9 tödtlichen Ausgang hatten.
Die Blatternepidemie in Schwaz und Umgebung herrscht noch immer fort und sind seit Anfang letzten Monats circa 40 bis 45 neue Erkrankungen vorgekommen, wobei etwa 30 auf Schwaz allein entfallen. Todesfälle kamen bisher in Schwaz 2 und in der Umgebung 5 durch Blattern vor.
Die Blatternepidemie in Schwaz, die schon nahezu erloschen gemeldet wurde, grassiert neuerlich. Im Markt Schwaz sind bei 15 neue Fälle hinzugekommen und in der Umgebung von Schwaz sogar 30 neue Fälle, davon 6 tödtliche, während in Schwaz selbst nur ein Kind starb
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