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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Typhusepidemie in Obertilliach und Untertilliach (in letzterer Gemeinde sind schon mehrere Personen gestorben)
An Tollwuth ist am 22 d. Mts. in Langkampfen nach dreitägigen furchtbaren Schmerzen ein junger Mann gestorben. Es soll vor 2 1(2 Monaten von dem Hunde gebissen worden sein, dessentwegen die Hundekontumaz angeordnet wurde.
Die Blattern in Hall sind im Abnehmen begriffen
Sitzung des Bürgerausschusses: 3. Bezüglich der angeforderten Sekundar-Arztenstelle bei der Augenklinik muss bemerkt werden, dass die Augenkranken vor Errichtung der der medizinischen Fakultät in der chirurgischen Abtheilung und Klinik behandelt worden sind, dass daher nur im Interesse der Fakultät und des Unterrichts eine eigene Augenklinik eingerichtet wurde. In dieser Klinik sollen daher nur Augenkranke aufgenommen werden, welche durch ihre klinische Behandlung Unterrichtszwecken dienen. Diese Behandlung steht dem k.k. Professor der Augenheilkunde und dem auf Staatskosten bestellten k.k. Assistenten zu. Diese Klinik hat die hohe Regierung nur auf 12 Betten ausgelegt. Infolge des hervorragenden Rufes, dessen sich der k.k. Professor Dr. Mauthner als Augenarzt erfreut, zog jedoch eine weit größere Anzahl von Augenkranken aus dem ganzen Lande, aus anderen Kronländern und selbst vom Auslande herbei, und es musste die Augenklinik nothgedrungen und wiederholt erweitert werden, um diese Kranken, bei 40 an der Zahl, in den Spitalsräumlichkeiten unterzubringen. Wie die Krankenprotokolle ausweisen, sind im Jahre 1871 267 Augenkranke in diese Klinik eingetreten.
Die Blatternerkrankungen nahmen in den letzten Tagen an Zahl unbedingt zu, sowie sich auch der Umfang des Terrains, auf dem sie in der Stadt auftraten, erweitert hat.
25. und 26.11.1874 – Bericht des Bürgermeisters über bestimmte Vorgänge im Blatternspital in Innsbruck (Prof. Lang widersetzt sich den Anordnungen des Sanitätsrates und weigert sich die Leiche eines an Blattern verstorbenen Medizinstudenten zur Bestattung herauszugeben, er will den Toten zuerst obduzieren; die Folge ist, dass dem Genannten die Leitung des Blatternspitals entzogen wird; dieses ist keine Filiale des allgemeinene Krankenhauses und noch weniger eine klinische Abteilung desselben, sondern als ein spezielles Epidemiespital anzusehen)
Extrabeilage zur Angelegenheit Blatternspital, Gegendarstellung von Prof. Eduard Lang
Blatternstatistik von Innsbruck
Die Blattern fordern auch in Innsbruck immer wieder Menschenleben
GR Dr. Ullmann zur Sterblichkeitsrate in der Innsbrucker Klinik: „Die Abteilung für innere Krankheiten beherbergt eine Menge alter gebrechlicher Leute, die dort gewissermaßen eingepfründet sind und deren Absterben nicht auf Rechnung der medizinischen Fakultät gestellt werden kann. Die Augenklinik hatte noch gar keinen Todesfall und die syphilitische Abteilung besteht erst seit einem Jahre. Man kann daher nicht sagen, dass die Leute durch Experimentalkuren dem Tode zugeführt werden.“ (Replik des Bürgermeisters. Dieser erklärt, dass seine Mittheilungen nicht die Absicht hatten, die Gemüther aufzuregen, noch die Interessen der Facultät zu schmälern. An dem Ausdrucke „Experimentalkuren“ könne man sich doch nicht stoßen, die Medizin ist eine empirische Wissenschaft und beruht auf Versuchen. Er müsse jedoch seine gemachten Vorwürfe, die er durch statistische Daten zu beweisen suchte, aufrecht halten.)
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