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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Eine Bärin hat sich seit Anfang dieses Monats im Kaunserthale in Begleitung eines Jungen eingefunden und hat dort bereits einige Stücke Rindvieh geschlagen
In Imst treibt wieder ein Bär sein Unwesen, ohne das es gelang, diesem bisher habhaft zu werden.
Jagdunfall in Jenbach
Vor einigen Tagen glückte es einem in Sachen der Fisch- und Schießkunst wohl bewährtem Individuum von der hohen Brücke am ärarischen Holzrechen, dort, wo die Flüsse denselben passieren, einen Huchen im Gewicht von 40 Pfund mittelst der Kugel zu erlegen. Um die Mittagsstunde versuchte es dieser Fisch über die dortige Wehre heraufzukommen, und bei diesem etwas unbehilflichen Bemenehmen wurde er vom lauernden Schützen mit der Kugel in den Kopf geschossen und von der unterhalb des Rechens postierten, vom Brückenbaue her bekannten Stadtflottillie mit Präzision aufgefangen und ans Land gebracht. Dieser Fisch, der eben jetzt von der Donau heraufkommt, um zu laichen, war mit ausgespanntem Arm kaum zu abmessen. Derartige Ereignisse sind bei unserem fischarmen Wasser eine große Seltenheit; allein drängt sich die Frage auf, thäte man nicht besser, Fische, die eigens hierherkommen um zu laichen, zu schonen; ein Fischereigesetz, gehandhabt mit eisernen Strenge, thäte wohl noth!
Jagdglück (oberhalb der Martinswand wird ein Auerhahn geschossen, was in dieser Gegend schon seit 16 Jahren nicht mehr der Fall war)
„Steinadler-Meeting“ oberhalb von St. Sigmund (die Vögel entpuppen sich allerdings als weißköpfige Geier, siehe auch 12.09.)
Graf Arthur Wolkenstein, Landtagsabgeordneter, erlitt am 10. des Monats auf einer Jagd bei Silz durch einen Schuss – das Gewehr seines vor ihm einhergehenden Jagdgenossen hatte sich zufällig entladen – eine schwere Verwundung in der rechten Hand.
Aus dem Zillertal wird berichtet, dass von der fürstlich Fürstenberg´schen Jagdgesellschaft in der Stillup und Floiten in diesem Monat bei 100 Gemsen abgeschossen worden sind.
Eine Geierjagd auf dem Pfarrplatze. „In den letzten Tagen wurde die Beobachtung gemacht, dass sich als ungebetener Gast unter den zahlreichen Vögeln, welche das denselben nebem dem Nebengebäude gestreute Futter heranzieht, ein Stoßgeier eingefunden, und sich jedesmal aus der sicherlich nicht schlecht genährten Schar einen Braten geholt. Gestern vormittags ruhte er auf einem der Pfarrthürme aus, als ein Nimrod, der schon längere Zeit auf ihn gefahndet hatte, ihn mit sicherem Schusse von seinem hohen Sitze herabholte. Der Schuss erregte, da noch die Leute in der Kirche beim Gottesdienste waren, einigen Schrecken und nicht minder Aufsehen, und alsbald hatte sich eine zahlreiche Gesellschaft vor der Kirche angesammelt, die zusah, wie der gefiederte Räuber mit Hilfe einer Leiter und eines Löschhörnl´s vom Vordache des Eingangs, auf das er vom Thurm gefallen war, herabgeholt wurde, nachdem ihn eine Schar Knaben mit einer Salve Schneeballen noch vorher bombardiert hatte. Wie wir hören, soll jedoch die städtische Polizei mit dieser Jagd nicht recht einverstanden gewesen sein.“ – s.a. die Berichtigung vom folgenden Tag: „Der mit Schrott geladene Flintenschuss konnte in der Kirche nicht gehört werden, da sich der Jäger, Herr Forstsekretär Dr. v. Eccer, zuhöchst im südlichen Thurme postiert hatte und von dort aus auf…
Zur Hebung des Jagdwesens mag die kürzlich allen Jagdpächtern zugestellte Kundmachung des Statthalters vom 28. März d. Jr. wohl als die geeignetste von allen in dieser Hinsicht ergangene Maßregeln gelten. Es wird damit die Einführung von Lizenzscheinen zum Verkehr mit Wild angeordnet. Jedes Stück Wild, das ohne mit dem vorgeschriebenen, vom Jagdpächter ausgestellten, von der betreffenden Gemeindevorstehung besiegelten Lizenzschein versehen im Verkehr betroffen wird, wird konfisziert; es wird somit der Verkehr mit gestohlenem Wild bedeutend erschwert. Indirekt bewirkt diese Beschränkung eine Entwertung des gediebten Wildes und da nicht die Jagdlust allein, sondern vorherrschend die Gewinnsucht – man fasse nur die Menge des mit Schlingen gefangenen Wildes ins Auge – das treibende Motiv des Wilddiebstahls bildet, so dürfte mit dieser Verordnung bei strenger Durchführung dem Wilddiebstahle ein bedeutender Hemmschuh in den Weg gelegt worden sein.
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