Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Gestern abends wollte ein Jäger in den „Völserfeldern“ Wachteln schießen. Statt der Vögel traf er mit seiner Ladung zwei Völserburschen, von denen dem einen die Schrottkörner in die Brust drangen, dem andern ein Auge so unglücklich trafen, dass dasselbe für immer verloren sein dürfte.
Vor etlichen Tagen kam es im Kaisergebirge zwischen einem erzherzoglichen Jäger und einem 60jährigen Wilderer mit zwei Söhnen aus Ellmau zu einem argen Zusammenstoß. Angeblich wollte der Wilderer dem Jäger das Gewehr entwinden, wobei der Schuss losging und den Wilderer verwundete. Während der Jager dann mit seinem entladenen Gewehr floh, krachten hinter ihm noch zwei Schüsse aus den Büchsen der beiden Söhne des Verwundeten, eines 14 und eines 19jährigen Burschen, ohne zu treffen. Die Verwundung des Alten soll schwer aber nicht lebensgefährlich sein. Die gerichtliche Untersuchung des blutigen Vorfalles ist im Zuge, zu welchem Zweck am 11. d. Mts. in Ellmau eine Kommission tagte.
Vor einiger Zeit hat der Herzog von Coburg sein Jagdrevier in der Riss und Pertisau verlassen; er erlegte 116 Gemsen.
Ein Aasgeier wurde Ende des vergangenen Sommers, am 7. September in dem Jagdreviere des Fürsten Hugo zu Windischgrätz in den Lienzer Alpen, ungefähr 4 Stunden von Lienz entfernt, mittelst eines Tellereisens gefangen. Der mächtige Vogel, eine seltene Spezies in den Tirolerbergen, hat eine Flügelspannweite von 2 1/2 Meter. Der ausgestopfte Vogel ist für ein paar Tage in der Auslage des Herrn Witting in der Maria Theresienstraße zur Ansicht ausgestellt-
Die Generalversammlung der Fischerei-Gesellschaft in Innsbruck, war außerordentlich stark besucht. 42 Theilnehmer hatten sich eingefunden. Der Obmann der Gesellschaft entwickelte in gewohnter trefflicher Redeweise ein kurzes Bild über das bisherige Schaffen des Vereins; er hob hervor, dass die von der Gesellschaft vor einigen Jahren gepachteten Gewässer ganz entvölkert waren, nun aber durch die angewandte künstliche Fischzucht und Beobachtung der absolut nöthigen Schonzeit sich ein bedeutender, ja fas unglaublicher Zuwachs an Edelfischen ergeben habe, und dass die künftige Ausbeute unter Fortsetzung der natürlichen und künstlichen Fischzucht und Beobachtung der Schonzeit von Jahr zu Jahr bedeutender werden müsse. Millionen Werthe könnten unseren herrlichen Gebirgsbächen entnommen werden, wenn nur die Schonzeit beachtet werden würde, was aber leider nicht der Fall sei. Nur die einheitliche Bewirtschaftung der einzelnen Reviere sei allein geeignet, dem fortschreitenden Niedergange unserer Fischerei Einhalt zu thun und die Hebung derselben anzubahnen. Im Jahre 1880 wurden 30.000, im Jahre 1881 36.000 junge Forellen in die verschiedensten Gewässer eingesetzt worden, die einen glänzenden Erfolg versprechen. Treffend bemerkte der Herr Obmann weiter, es möge das Gebaren des Vereine in der Hebung der Fischzucht zum nutzen und frommen des ganzen Landes Nachahmung finden und es möge baldigst ein Fischereigesetz oder strenge Fischpolizeivorschriften von Seite…
(Jäger-Schwindel.) Zwei Jäger aus der Gegend von Innsbruck hatten auf der Hahnenbalz in ihrem Jagdbezirk auf dem südlchen Abhange gegenüber der Martinswand entschiedenes Pech. Man weiß nicht recht, ob sich kein Spielhahn in den Bereich ihrer sichern Rohre wagte, oder ob ihre Ladung consequent die Leiber der erkorenen Opfer verschonte. Thatsache ist, dass die zwei Jäger keinen Hahn erbeuteten, Um nun ihre Ehre als routinierte Jäger zu retten, ließen sie einen im Zirlerberg geschossenen Spielhahn heimlich nach S. übertragen, um dort mit der so erworbenen Beute prunken zu können. Das Geschichtchen kam aber an den Tag und steht jetzt sogar in der Zeitung.
In der vorigen Woche hat in der Gegend von Kufstein das Wildern wieder ein Opfer gekostet. In dem erzherzoglichen Jagdrevier von Thiersee stießen zwei Jäger auf einen ihnen verrathenen Wilderer und als derselbe sich nicht gutwillig ergeben wollte, wurde er von einem Jäger durch einen Schrottschuss schwer verwundet, sodass an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Ob der verhängnisvolle Schuss aus Nothwehr oder aus allzuhastigem Eifer fiel, wird der Gang der eingeleiteten Untersuchung zeigen.
Bei Schwaz wurde im Inn mit einem Netz ein Huchen von ungefähr 20 kg gefangen und nach Innsbruck gebracht, wo er in der Fischbank zu bewundern ist.
Wie uns mitgeteilt wird, soll sich ein Bär, aus dem Stubai kommend, in dem Berge oberhalb von Götzens und Axams sich herumtreiben.
Landeshauptmann Ritter von Rapp stellt anlässlich einer Tagung der „ersten tirolischen Fischereigesellschaft“ die Erlassung eines Fischerei- und Jagdgesetzes in Aussicht
« StartZurück12345678910WeiterEnde »
Seite 9 von 35