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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wind, Wetter, Temperatur, Klima

Der Föhn wird noch als Scirroccowind bezeichnet; s.a. 14.12. 1894, erst Prof. Josef M. Pernter verwendet in seinem populärwissenschaftlichen Vortrag „Über den warmen Wind“ den Begriff Föhn.
Seit 4 Wochen hat es im Oberinntal von Telfs aufwärts nicht mehr geregnet, und die traurigen Folge der Trockenheiut und Hitze zeigten die Getreidefelder, noch mehr als die Wiesen, deren Grummet-Ernte fast ganz als verloren betrachtet werden muss. Gottlob hat sich jetzt gestern Nachts ein erquicklicher Regen eingestellt, welcher die so günstig gewesenen früheren Hoffnungen der Landwirthe in verschiedenen Thälern Tirols (nur das Unterinnthal hatte wenig über Dürre zu klagen) wieder aufs neue belebt.
In Tirol scheint viel Eifer für phänologische Beobachtungen erwacht zu sein: Auch zu Kössen ist eine neue Station gegründet, die Aufzeichnungen unternimmt Kaufmann Embacher.
Nachdem seit Monaten anhaltender Dürre ein alles durchdringender Staub und drohender Wassermangel in Brunnen und Bächen uns beängstigt, hat sich endlich heute Nacht ein respektabler Schneefall eingestellt.
Innsbruck prangt im glänzendsten Winterkleide; s.a. 07.05. und 12.05. (meteorologische Deutungsversuche)
In Tirol wird Mensch und Tier von einer wahrhaft afrikanischen Hitze geplagt; überall herrscht große Dürre.
Wien erlebt mit 28 Grad Reamur den heißesten Tag seit 1775
Extreme Schneefälle am Arlberg: „Am 3. d. Mts. schneite es so dicht, dass kein Vogel hätte über den Berg kommen können. An diesem Tag warf es einen 6 Fuß hohen Schnee, der überdies lawinengefährlich war. Auf der Tiroler Seite des Berges konnte die Passage durch 60 Arbeiter und 4 Pferde noch am selben Tage geöffnet werden; auf Vorarlberger Seite vermochte man das jedoch erst am 4. Abend 6 Uhr zu Stande zu bringen, nachdem die Tiroler Arbeiter zu Hilfe gekommen und 12 Pferde in Thätigkeit gesetzt worden waren. Hier in St. Christoph liegt der Schnee beim Hause 8 Fuß, auf der Landmark 14 Fuß und auf der Vorarlberger Seite 16 bis 18 Fuß hoch.
Der beispiellos milde Winter macht selbst die wildesten Gegenden zahm. In Galtür, der Heimath der Lawinen, werden die Ziegen auf die Weide getrieben
Schneefälle im Ötztal, wie sie schon seit dem Jahre 1817 nicht mehr erinnerlich sind. Die Wälder, besonders die jüngeren Bestände haben durch den Schneedruck außerordentlich gelitten, eine Unzahl der schönsten Stämme liegt abgeknickt kreuz und quer in den Forsten
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