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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Juden

Juedische Spuren in Innsbruck

Antisemitismus im Innsbrucker Turnverein; daraufhin tritt Altbürgermeister Adam aus dem Verein aus
Der Polnische Jude, von Karl Weis (Besprechung)
(Von einer Synagoge.) Wie wir erfahren, erwarb die israelitische Kultusgemeinde von Herrn Leithenbergher das Haus Nr. 4 in der Andreas Hoferstraße um den Preis von 110.000 Kronen. Auf dem dazugehörigen Gartengrund soll ein israelitischer Tempel (ein Saalbau mit Emporium) erbaut werden. Die Kosten sind auf 20 bis 30.000 Kronen veranschlagt. Bisher war der Betsaal in der Möbelhandlung Brüll untergebracht, früher im Dannhauser- bzw. Steinerhaus
Besitzwechsel: Das Haus Nr. 4 in der Andreas Hoferstraße, in welchem die Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde untergebracht war, ist vom Gasthofbesitzer Hellenstainer käuflich erworben worden
Erzherzog Eugen hat soeben das in seinen ersten Bänden erschienene Werk: „Die Geschichte der Juden in Tirol und Vorarlberg“ entgegengenommen und dem Verfasser, Dr. A. Tänzer, Rabbiner in Meran, in einem huldvollen Schreiben seinen Dank hierfür aussprechen lassen
Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates: GR Wiedner kam anknüpfend an die Worte der Eidesformel „den deutschen Charakter der Stadt allzeit zu wahren“ auf die Überlassung des Wopfnerhauses an jüdische Hände zu sprechen. Dies zieme einer auf das antisemitische Programm gewählten Gemeindevertretung nicht, vielmehr hätte sie mit allen Mitteln dagegen arbeiten sollen. Der Bürgermeister sagte, dass diesbezüglich den Gemeinderat kein Vorwurf trifft.
Zur Abwehr! Seit einigen Jahren erscheint in Innsbruck während der Advent-Zeit ein Flugblatt, gezeichnet: „Für den deutschen Wählerverein für Tirol: Dr. Fritz Lantschner, Dr. Friedrich Frank“ zum Zweck, dem kaufenden Publikum jene Geschäfte und Unternehmen bekannt zu geben, welche von Juden oder getauften Juden (Judenstämmlingen) geleitet werden. In dem am 6. Dezember des laufenden Jahres 1906 wieder erscheinenden Flugblatt steht unter dem zum wirtschaftlichen Boykott „Empfohlenen“ unter andern auch die Firma Ernst Mayer, Apotheke- und Laboratoriums-Einrichtung, Colingasse 9 und Bürgerstraße 7. Der seit 35 Jahren hier ansässige oben Genannte sieht sich gezwungen, hiemit öffentlich zu erklären, weder Jude zu sein, noch auch nur im Entferntesten einer Judenfamilie anzugehören
(Todesfälle.) Am Montag starb hier Frau Anna Bauer geb. Ellinger, die Gattin des Privatiers Louis Bauer u. Sohn (jetzt Warenhaus Schwarz und Bauer). Die Verstorbene war die Präsidentin des israelitischen Vereins „Chewra Kadischa“ und wegen ihres Wohltätigkeitssinnses in weiten Kreisen hochgeachtet; s.a. 10.09. Imposante Trauerkundgebung. Der Rabbiner Dr. Link von Hohenems hielt am Grabe einen tief empfundenen Nachruf, in welchem er besonders das wohltätige Wirken hervorhob, das die Dahingeschiedene ohne Unterschied der Konfession entfaltete
Heute 11 Uhr vormittags ist Herr Wilhelm Dannhauser in seiner Eigenschaft als Obmann der Innsbrucker israelitischen Religionsgenossenchaft im Verein mit den israelitischen Repräsentanten der Landeshauptstadt Österreichs vom Kaiser zur Gratulation anässlich des Regierungsjubiläums in Audienz empfangen worden
Am 19. März feierte Herr Wilhelm Dannhauser im Familienkreis seinen 70. Geburtstag
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