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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Besagte Nonnen verlassen das Kloster wegen Feuchtigkeit und nehmen vorläufig bei den Karmeliterinnen ihre Unterkunft.
Die Frauen Ursulinen lassen gegenwärtig die Facade von Kloster und Kirche renovieren. Es ist dies ein sehr löbliches Unterfangen, und es wäre nur zu wünschen, dass dieses Beispiel auch von den Herrn P. P. Serviten Nachahmung fände. Auch die Herren P. P. Redemptoristen werden sicher nicht auf die Facade ihres Hauses vergessen, wenn sie den projektierten Anbau in ihrem Garten hinter dem jetzigen Kloster ausgeführt haben wreden.
Im Kloster Stams sind äußerst wertvolle Originalzeichnungen von Albrecht Dürer aufgefunden worden.
Während es in Österreich im Jahre 1860 nur 651 Klöster gab, ist ihre Anzahl im Jahre 1870 schon auf 767 gestiegen. Die Zahl der Nonnen ist von 4.349 im Jahre 1860 auf 6.000 im Jahre 1870 gestiegen, während sich die Anzahl der männlichen Klosterbewohner von 6,702 auf 6.060 verminderte.
Reperaturen am Servitenkloster. Möge sich der Verschönerungseifer auch auf die Facade erstrecken, es wird den hochw. Herrn der P.P. Serviten gewiss nicht als Hoffart gedeutet, wenn sie derselben ein neues Gewand geben.
Fräulein Sofie v. Angelini hat schon unterm 5. September 1868 an den Stadtmagistrat ein Gesuch um Bewilligung zum Baue eines Frauenklosters in der Meinhardstraße eingebracht, welches aber unterm 19. desselben Monats mit dem Bemerken zurückgewiesen wurde, dass in dem fraglichen Projekte die zur Anlage jener Gassenseite bereits festgestellte Frontlinie überschritten würde und auf eine solche Abweichung um so weniger eingegangen werden könnte, als es laut Ausspruch des großen Bürgerausschusses überhaupt nicht der Wunsch der Stadt ist, dass ein Kloster in gedachter Straße erbaut werde. Am 25. September 1868 erneuerte Sofie v. Angelini die Bitte um Bewilligung der Erbauung eines Frauenklosters mit Kirche an der südöstlichen Seite des Hirschangers, auf welches Gesuch in Folge Beschlusses des großen Bürgerauschusses vom 11. November 1868 erwidert wurde: „Da der vorgelegte Bauplan den Vorschriften der städtischen Bauordnung entspricht, wo werde die baupolizeiliche Bewilligung zur Ausführung dieses Projektes ertheilt. Nur einige wenige Bedingungen wurden in baurechtlicher Hinsicht beigefügt. In Beziehung auf die Errichtung des beantragten Klosters habe aber der große Bürgerausschuss mit 20 gegen 10 Stimmen erklärt, dass er, gestützt auf die Stimmung des weit überwiegenden Theiles der Bürgerschaft Innsbrucks dem Wunsche Ausdruck zu geben finde, dass kein neues Kloster erbaut werde. Diese Verhandlung wurde mit…
Neues vom Kloster des Frl. Angelini am Hirschanger: Werden weiter illegal Novizinnen aufgenommen? Frl. Angelini hat ein Bauernmädchen aus Wiesing, das in das Kloster aufgenommen werden wollte, zum Bürgermeister gewiesen, um sich eine schriftliche Erlaubnis zur Aufnahme zu erbitten. Daraufhin wird ein städtischer Polizeikommissar in das Kloster abgeordnet, um von Frl. Angelini Aufklärung zu erhalten. Dieselbe sagte dem Herrn Kommissar, dass sie diese Person nur deshalb zum Bürgermeister geschickt habe, weil sie sie nicht aufnehmen wollte und sie auf diese Weise los zu werden hoffte.Vom Kommissar auf das Statthalterei-Dekret vom 25. Juli d. Js., mittelst welchem die Aufnahme von Novizinnen verboten wurde, aufmerksam gemacht, erwiderte sie, das berühre sie nicht, und berief sich auf ein angebliches allerhöchstes Handschreiben, nach welchem sie in ihrem Hause schalten und walten könne, wie es ihr beliebe und aufnehmen könne, wem sie wolle. (Nach diesem Bericht wird vom Bürgermeister ein anonymes Schreiben in dieser Angelegenheit verlesen).
Wie das Fremdenblatt vermeldet, hat der Kaiser Fräulein Angelini eine Audienz gewährt. [Über das Hirschangerkloster und dessen Insassen („klerikale Amazonen“) s.a. 21.12. und 24.12.
(Kloster der ewigen Anbetung). Rüffel des Statthalters für den Bürgermeister, weil die Angelegenheit so „indiskret“ behandelt habe, dass nun sogar der Kaiser damit belästigt wurde. Der Bürgermeister setzt sich gegen diesen Vorwurf zur Wehr, vielmehr sei er an die Adresse des Frl. Angelini zu richten. Frl. Angelini bestreitet gegenüber dem Statthalter, ein Allerhöchstes Schreiben zu besitzen, das ihr gewisse Freiheiten gewähre, sie habe nur gesagt, dass sie ihre Weisungen von Wien aus erhalte und müsse von den Herrn des Magistrats missverstanden worden sein. Mit ihrer Äußerung, dass sie in ihrem Hause schalten und walten könne, wie sie wolle, habe sie nur jene Freiheit der Handlungen gemeint, wie sie jedem Privaten in seinem Hause zustünden. Ihre Äußerung, dass sie vom Bürgermeister und vom Magistrate sekkiert werde und dass diese das Fenstereinwerfen veranlasst haben (vor Kurzem wurden von Unbekannten 20 Fensterscheiben des Klosters mit Steinen zertrümmert), beruhe nur auf einer Vermutung; etc. [] Schreiben des Frl. Angelini an den Bürgermeister
Beim jüngst stattgefundenen Kapitel wurde P. Placidus M. Hofer wurde zum Prior des Servitenklosters in Innsbruck gewählt
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