Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Frl. Angeline beabsichtigt ihr Kloster zur ewigen Anbetung auf dem Hirschanger in ein Tertiarinnen-Kloster vom Herzen Jesu umzutaufen, da sie unter dem ersten Titel die staatliche Bewilligung nicht erhalten kann, letzterer Orden aber bereits in Österreich eingeführt ist
Der äußerst gelegene Ursulinentrakt am Innrain wird, wie ein dort seit Anfang dieser Woche aufgestelltes Baugerüst vermuten lässt, um ein Stockwerk erhöht werden.
Ein Orkan hebt das Dach des Ursulinenklostes ab
Das Kloster am Hirschanger soll nun vom Fürstbischofe von Brixen, da sich der Einführung des in Österreich nicht anerkannten Ordens der Schwestern zur „ewigen Anbetung“, wie es scheint, unübersteigliche Hindernisse in den Weg legen, in ein Ordenshaus der Tertiarinnen umgewandelt werden. Frl. v. Angelini hat zum Unterhalte für sich und 4 Schwestern 30.000 fl. österreichische Rente zur Verfügung gestellt. Dieses Ordenshaus soll eine weibliche Arbeitsschule halten und dürftige Schulkinder mit Kleidungsstücken versorgen. Der Magistrat, dem die betreffende Eingabe des Fürstbischofs zur Äußerung von der Statthalterei übergeben wurde, ob er die angegebenen Untehaltsmittel für ausreichend erachte, berief sich vor allem darauf, dass es der lebhafte Wunsch der Bürgerschaft sei, dass kein neues Kloster errichet werde, und dass ein Jahreseinkommen von 252 fl. per Person, wenn davon noch dürftige Schulkinder unterstützt werden sollen, nicht ausreichend sei. Die Statthalterei fand jedoch die ausgewiesenen Unterhaltsmittel für ausreichend und bewilligte unter einigen Verklausulierungen die Gründung des Klosters. Wie verlautet, will der Magistrat gegen diese Bewilligung den Rekurs an das Ministerium ergreifen.
(Resolution). „Dier große Bürgerausschuss von Innsbruck spricht sein tiefes Bedauern aus, dass der Herr Statthalter – indem er dem Frl. Sofie v. Angelini unter Nichtachtung der wiederholten und energischen Gegenerklärungen des Bürgerausschusses und Magistrates, die Bewilligung zur Errichtung eines neuen Klosters ertheilte – die Wünsche einer einzelnen Nonne höher gestellt hat als die einhelligen Beschlüsse der zahlreichen legalen Vertretung der ersten und größten Gemeinde des Landes.“ (s.a. 24.12.1873 Inhalt der Genehmigung)
Der Bürgermeister verliest in der Bürgerausschuss-Sitzung den Petitions- und Beschwerdeentwurf wegen der Klosterbewilligung am Hirschanger. Dieses an das hohe Ministerium des Inneren und das für Cultus-Unterricht gerichtete Aktenstück gibt eine detaillierte Geschichte der Verhandlungen und Reibungen wegen dieser Klostergründung
In Österreich existieren gegenwärtig 25 männliche und 27 weibliche Orden, welche 463 Mannsklöster und 290 Frauenklöster bewohnen.
Johann Freninger, der Abt des Stiftes Wilten, feiert sein 50-jähriges Priesterjubliäum
Gemeinderats-Sitzung: Die an das hohe Ministerium gerichtete Beschwerde des großen Bürgerausschusses wegen Errichtung eines Tertiarinnen-Klosters am Hirschanger ist als unbegründet erkannt worden.
Seit Jänner d. J. besitzt das Ursulinen Kloster eine neue Orgel, die vom Orgelbaumeister Siess aus Bozen angefertigt wurde. Dieses Werk, das 14 Register besitzt, verbindet mit Kraft und Fülle auch Anmuth und Zartheit im Piano, sowie auch der Charakter der einzelnen Register den strengsten Anforderungen entspricht. Zugleich wurde auf dem dortigen Chore eine Geige aus der Werkstatt Jakob Stainers aus dem Jahre 1669 aufgefunden.
« StartZurück12345678910WeiterEnde »
Seite 4 von 16