Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates

Sekten

Von der Manharter Sekte leben in Kirchbichl auf dem einsamen Hofe Großharein noch 5 Geschwister im Alter zwischen 60 und 90 Jahren. Der in Hopfgarten verstorbene Manharter ist dort ohne priesterlichen Beistand begraben worden
In den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts machten die Manharter in Unterinnthal viel von sich reden und Professor Flir gab sie durch eine anziehende Schrift in weiteren Kreisen bekannt. Ein Anhänger dieser Sekte, der 70jährige Bauersmann Rupert Fluckinger in Kirchbichl, ist am Charfreitag dortselbst gestorben. Alle Versuche und Anstrengungen, ihn zur Mutterkirche zurückzuführen, waren vergeblich. Auch Rupert hat seine letzte Ruhestätte unter einem Kirschbaume in der Nähe seines Bauernhofes gefunden, wo schon mehrere Manharter begraben liegen. Durch seinen Tod ist die Sekte auf zwei Mitglieder zusammengeschmolzen, da nämlich nur noch die zwei betagten Schwestern des Verstorbenen dieser Sekte angehören.
Bücher über die Zillertaler Protestanten („die Manharter“)
Seltsamer Fund in Telfes (Kistchen mit einem vermoderten Gerippe, von dem man nicht mit Bestimmtheit sagen kann, ob es aus den Überresten eines Kindes oder Haustieres besteht). „Dieser Fund dürfte höchstwahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert stammen, zu welcher Zeit die Teufelsanbeter und Anhänger des Paul Lederer zu Mieders ihr Unwesen trieben. Sie tanzten nächtlicher Weile nackt um große Feuer und verehrten das böse Prinzip. Paul Lederer wurde zu Kufstein enthauptet. Von diesen Fetischdienern erzählt die Sage, sie hätten Tiere und Menschen ihrem gehörnten Gotte der Unterwelt zum Opfer dargebracht und die toten Körper derselben zur Erlangung ganz besonderer überirdischer Eigenschaften im Hause eingemauert. In denjenigen Gemächern, woselbst sich ein solches Grab befand, sollen sodann von Männer und Frauen die wüstesten Orgien gefeiert worden sein. So berichtet die Sage, der nunmehrige Fund aber gibt ihr historisches Gepräge wenn natürlich auch die Möglichkeit eines anderen Verbrechens nicht ausgeschlossen bleibt.“