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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Gestern sind hier zwei Kriegsgefangene Zuaven angekommen. 
Da dem Vernehmen nach sich das Gerücht verbreitet hat, dass täglich viele Soldaten in den Militärspitälern sterben, die heimlich begraben werden, wird aus verlässlicher Quelle die Auskunft erteilt, dass täglich nur 1, höchstens 2 Soldaten hier gestorben sind, und dass die Todesfälle des Miltärs gleich jenen des in Civil Verstorbenen in Innsbruck jedesmal in dem Tiroler Boten unter der Rubrik "Verstorbene" bekannt gegeben werden.
Aus Paris meldet man: Der Waffenstillstand ward zu Villafranca vom FZM Hess und Marschall Vaillant um 8 Uhr unterzeichnet. Die Dauer desselben ist vorläufig auf 14 Tage beschränkt.
Laut offizieller Mittheilung aus Verona sind die Friedens-Präliminarien heute früh von den beiden Kaisern unterzeichnet worden.
Von 5 Enkeln Andreas Hofers, die für das Kaiserhaus gefochten haben und theils noch fechten, sind bereits zwei gefalllen: Joseph Edler v. Hofer, der Älteste und Ferdinand der Jüngste; ersterer als Lieutenant bei Kaiserjägern in dem Heldenkampfe bei Goito im April 1848, letzterer als Lieutenant in dem ruhmbedeckten Regiment FML Gruber im Juni 1859 bei Magenta.
Wir hatten Gelegenheit, mit mehreren Verwundeten über die Vorfälle in Italien zu sprechen, welche auf die Frage, warum die Mehrzahl an den Händen verwundet sei, antworteten, dass sich dieses aus der Art des Schießens der Franzosen erklären lasse, die, während der Feind lade, ihre Salven abgeben.
Sämtliche Schützenkompagnien haben am 19. oder 20. d.M. den Rückmarsch angetreten. Die beiden Silzer Kompagnien werden am 24. bzw. am 27. zurückerwartet.
Statistik der Gesamtverluste in dem Kriege 1859 bis zum Waffenstillstand von Villafranca
Die Tiroler Landesvertheidiger, beim Ausmarsche Zweige der deutschen Eiche als Feldzeichen tragend, beginnen allmälig und nun geschmückt mit dem Zeichen des Friedens, dem Ölzweige, zu ihrem heimatlichen Herde zurückzukehren. Heute Vormittag trafen die ersten in unserer Stadt ein. Es waren die Innsbrucker Studenten-Kompagnie und jene von Schwaz.
Franziskanerschwestern aus Pirmasens pflegen verwundete Soldaten, die wegen der großen Hitze von den südlichen Landesteilen nach Innsbruck verlegt wurden. Zu dem eben in der Errichtung begriffenen Spital in Rotholz bei Jenbach sollen Barmherzige Schwestern von München die Pflege übernehmen.
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