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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Aus Verona: Je weiter man von Somma Campagna nach Valeggio kommt, desto mehr häufen sich die Spuren des fürchterlichen Kampfes. Obwohl der ganze gestrige Tag zum Wegschaffen der Verwundeten und zur theilweise Beerdigung der Todten verwendet wurde, liegen noch immer berghoch die Leichen der gefallenen Krieger aufgeschichtet und es gibt Stellen, wo man buchstäblich bis zu den Knöcheln im Blute watet. Gewehre, Tornister, Csakos, Feldflaschen liegen neben umgestürzten Wagen und toten Pferden haufenweise beisammen. Valeggio selbst, um welches der Kampf am stärksten wüthete und welches viermal von den Piemontesen und fünfmal von den Unsrigen gestürmt und zuletzt von diesen behauptet wurde, ist nahezu ein Schutthaufen ... Die Trani-Uhlanen (Uhlanen des Grafen Trani) attaquierten und sprengten hintereinander vier feindliche Quarrees und hieben die Italiener wie Mohnköpfe nieder ... Die Wirkung der preußischen Zündnadelgewehre wird noch bagatellisiert ... Benedeks zögerliche Haltung wird kritisiert ...
Nordarmee-Kommando, Bulletin Nr. 4: Der Erfolg der heute zwischen Königgrätz und Josefstadt gelieferten Schlacht war bis 2 Uhr Nachmittag den österreichischen Waffen günstig. Nach dieser Zeit begann uns der Feind zu überflügeln und zurückzudrängen ... Aus einem Krankenhaus in Verona: „Ich fand Ordnung und eine nicht genug zu rühmende Reinlichkeit. Die Ärzte Veronas nehmen sich der Kranken thätig an und die Geistlichen sprechen den Armen, soweit es ihre Sprachkenntnisse zulassen, Trost zu. In jedem Spital sind zwei bis drei Dolmetscher aus den Soldaten gewählt, die ungarisch, slavisch, deutsch und italienisch sprechen.“ Zusammensetzung der Nordarmee Benedeks In Condino erhält die Studentenkompagnie endlich den Befehl zum Vorrücken ...
Kämpfe der Südarmee bei Monte Suello und Vezza ... Nach mehrstündigem brilliantem Kampf muss die Nordarmee bei Königsgrätz den Rückzug antreten ... Gestern Morgens 6 Uhr ist die erste inntalische Scharfschützen-Kompagnie der Herrn Hauptmanns Zimmeter nach Südtirol abmarschiert (alles geübte Scheibenschützen). Sie soll den Feind "auf gut weidmännische Art" abschießen ... Langsam sickern Details über die Schlacht bei Custozza durch, die Erinnerungen an die Schlacht von Solferino werden wach werden lassen ... Widersprüchliche Meldungen über Hauptmann Ruszicza ...  
Aus Unterinnthal, 3. Juli meldet man: Heute Vormittag fuhren mit dem Bahnzuge 300 Verwundete, aus der Schlacht bei Custozza, von Innsbruck nach Kufstein. Sie wurden auf allen Bahnhöfen freundlichst begrüßt, vielfältig mit Erfrischungen bedient und von Herrn Bürgermeister Stenzl sehr gut bewirthet ... Neuestes: Die Österreicher sind bis Hohenbruck (1 ¾ Meilen östlich von Königgrätz) zurückgedrängt. Ungeheure Verluste. Erzherzog Wilhelm am Kopf verwundet. Beschleunigter Rückzug der Österreicher ... Diplomatische Verhandlungen, um dem Blutvergießen Einhalt zu tun. Feldzeugmeister Benedek ist des Oberbefehls enthoben ...  
Das erste Gefecht der Studentenkompagnie am 2. Juli bei St. Antonio dauert kaum eine halbe Stunde, dann bliesen die Piemonteser zum Rückzug (keiner von uns ist verwundet worden)
Benedek wird die Schuld für die Niederlage in die Schuhe geschoben ... Ein Augenzeuge berichtet über den Kampf von Gitschin am 29. Juli: Die Preußen haben den Berg Tabor besetzt und auf demselben eine Batterie errichtet, die Österreicher hielten dagegen Bradletz besetzt. Die preußische Armee tauchte oft ganz unvermuthet aus den Waldungen auf und eröffnete gegen die Österreicher ein verheerendes Feuer; sobald eine Division ihre Zündnadelgewehre abgefeuert hatte, verschwand sie wieder im Walde, während auf einer ganz anderen Stelle wieder Infanteriemassen aus den Wäldern hervordrangen. ... (Berg Tabor), preußische Zündnadelgewehre gegen österreichische Brandraketen; die mit Östereich verbündeten Hannoveraner kapitulieren; jüdische Kaufleute fliehen mit Fässern voll Geld aus Prag; Erzherzog Karl Ludwig tritt die Rückreise nach Wien an ... Der älteste Schütze des in Wien angeworbenen Comini´schen Scharfschützen-Korps ist der 70-jährige Franz Blum ... Bericht über die neuen Zündnadelgewehre der Preußen ... Preußische Kriegsgefangene (die sich nicht, wie in früheren Jahren, der Leckerbissen, Wein- und Geldspenden aus der Bevölkerung erfreuen konnten) ...
Details aus der Schlacht bei Königskrätz werden bekannt; die Zahl der Toten, Verwundeten und Gefangenen wird auf 80.000 geschätzt ... Kampfweise der Preußen ... Gefecht südlich von Judikarien; Hauptmann Spagnioli schwer verwundet; s.a. 14.07. † (So kämpfen Helden und nicht gewöhnliche Menschen) ... Hauptmann Call, der vorgestern seinen Wunden erlegen ist, wird mit militärischen Ehren in Condino bestattet ...
Der Kaiser gesteht die Niederlage ein: An meine Völker ... Waffenstillstand ... In dem Gefechte bei Cassaro, wo sich die Kaiserjäger unter Hauptmann Gredler mit so glänzender Bravour schlugen, wollen mehrere unserer Leute auf feindlicher Seite Garibaldi als Anführer gesehen und erkannt haben ...
Italien verlangt die Abtretung Venetiens
Heute 16. Juli glückliches Gefecht bei Condino ... Die Bedingungen, von denen Preußen die Abschließung eines Waffenstillstandes abhängig macht, sind die eines im Siegestaumel wahnsinnig Gewordenen. Also, Kampf bis aufs Messer, bis auf den letzten Mann, bis auf den letzten Blutstropfen, das ist die Losung der Armee und ganz Österreichs. Gefecht bei Condino; 5. Bataillion des vaterländischen Regiments in Innsbruck eingetroffen; die ganze Stadt ist auf den Beinen; die siegreichen Truppen werden von Kaiser Ferdinand am Berg Isel inspiziert und unter den Klängen des Radetzkymarsches in die Stadt geleitet ...
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