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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Kirche zu Dreiheiligen

An einem der Schaufenster der F. Unterberger´schen Kunsthandlung ist dermal der Entwurf der neuen Fassade und des Turms der Kirche zu Dreiheiligen von Hrn. Ing. Anton Geppert Gegenstand vielseitiger Neugierde. Das Ganze bietet einen sehr gefälligen Anblick, nur wollen Manche den Thurm im Verhältnis zur Kirche etwas groß finden. Was die an beiden Seiten oberhalb des Portals anzubringende lateinische Inschrift anlangt,so dürfte bei jener an der Stadtseite wohl hinsichtlich der Jahreszahl eine Änderung nothwendig werden; denn so viel man von den Restaurierungsarbeiten dermal sehen kann, so möchte selbe kaum im Jahre 1860 ausgeführt werden, da selbe, mit Ausnahme der seit Wochen schon unter den Viaduktbögen herumliegenden hübschen Steinmetz-Arbeitsstücke, noch gar nicht begonnen sind; s.a. 19.11.: Zu wünschen möchte nur noch sein, das derselbe auch mit einer guten Uhr versehen werden möchte, wozu es an Raum nicht fehlt und sich passende 3 Ziffernblätter an der Stelle der bisherigen Schallöffnungen gewiss gut anbringen ließen. Da weder die Franziskaner- noch die Jesuitenkirche eine s i c h t b a r e Turmuhr besitzt, wäre obiger Wunsch im Interesse der Bewohner von Dreiheiligen und der ganzen Kohlstadt gewiss gerechtfertigt
Der Bürgerausschuss von Innsbruck bewilligt auf Antrag des Vicebürgermeisters Martin Meyer 1.000 fl. für die Vollendung des Kirchenbaues in Dreiheiligen; s.a. 10.06. An der Dreiheiligenkirche sind die Grundmauern des Vergrößerungsbaues fertig, der eben dieser Kirche keine sehr wesentliche Vergrößerung gewähren dürfte
Die Kirche in Dreiheiligen erhält nun ein neues harmonisches Geläute, bestehend aus 5 Glocken aus der Gießerei Graßmayr, sowie eine neue Turmuhr von Wendelin Jäger; s.a. 14-01.
Restaurierung der Kirche zu Dreiheiligen: Den eifrigen Bemühungen des dortigen Herrn Expositius ist es gelungen, nach und nach das Innere dieser Kirche völlig neu umzuschaffen, neue Betstühle, Stationen u.s.w. herzustellen. Insbesondere wurden die Plafondgemälde, welche im Laufe der Zeit ziemlich verblasst waren, aufgefrischt und schimmern jetzt wie neu von der Decke dem Beschauer entgegen. Dieselben beziehen sich bekanntlich auf die Pestseuche, die im Jahre 1611 Innsbruck heimsuchte und in der Folge eines Gelöbnisses der damaligen Bürgerschaft die Erbauung dieser Kirche veranlasste, und sind um die Mitte des vorigen Jahrhunderts von Johann Michael Strickner, einem geborenen Innsbrucker mit viel Geschick gemalt worden. Die Restauration dieser interessanten Freskobilder, sowie die übrige Dekorie.ung der Kriche wurden nach der Anweisung der Herren Hellweger, Mader und Michael Stolz unter der Leitung des überall im Lande rühmlich bekannten Dekorationsmalers Johann Plattner durch die Maler Max Gheri und Schatz sehr geschickt ausgeführt. Zugleich ward auf der Evangelienseite im Presbyterium ein farbiges Glasfenster aus der Fabrik des Hrn. Neuhauser eingesetzt. Dass die beiden ebenfalls neu restaurierten Seitenaltäre zwei treffliche Bilder aus der Hand des Kunstmalers Hellweger erhielten, ist in diesem Blatte bereits erwähnt worden. Was jetzt noch wünschenswert wäre, ist ein anderer Tabernakel statt des jetzigen ganz unpassenden,…
Die Dreiheiligenkirche in Innsbruck wurde restauriert. Das Gemälde beim Eintritt in das Schiff zeigt uns eine Ansicht der Landeshauptstadt Innsbruck von Hötting aus zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Über der Stadt schweben Engel mit dem wundertätigen Mariahilfbilde der Pfarrkirche. Ein anderes Deckengemälde zeigt uns den Jesuiten Köstlan inmitten der Pestkranken die Wegzehrung riechen und den Dr. Weinhart mit der Arzneiflasche. In höchster Not macht die Stadt Innsbruck am 21. September 1611 das Gelübde, zu Ehren der Pestschutzheiligen Sebastian, Pirmin und Rochus eine Kirche zu bauen. Auf dieses Gelöbnis weist das Gemälde des mittleren Feldes hin. In den Wolken des Himmels erblicken wir die drei heiligen Pestpatrone, darunter die zu erbauende Kirche mit dem Freithof und dem Pestspital; der Hintergrund schließt mit der Serlesspitze ab. Links kniet mit dem weißen Deutschordenskreuz auf dem schwarzen Mantel kenntlich an der Spitze Erzherzog Maximilian der Deutschmeister, rechts der Bürgermeister Hans Zimmermann von Innsbruck mit seinen Ratsherrn und Bürgern. Am 24. Mai 1612 erfolgte die Grundsteinlegung durch den neuen Bürgermeister Georg Völlengibal. Der Bau ging so schnell voran, dass die Kirche bereits am 12. Oktober 1613 durch Simon Feuerstein, Weihbischof zu Brixen, eingeweiht werden konnte. 1638 Übertragung des Sebastian Benefiziums; 1786 Errichtung einer Expositur; die…
Die Zentralkommission für Kunst und historische Denkmale beschäftigt sich mit dem Fasadenbild des Malers Johann Josef Arnold an der Dreiheiligenkirche (Restaurierung des schadhaften Freskos [Madonna] oder Ersetzung desselben durch ein neues Mosaikbild? s.a. 09.05. Entfernung, da Restaurierung nicht sinnvoll? oder doch Belassung? 11.07.)
Die Central-Commission für Kunst und historische Denkmale in Wien verwendet sich dafür, dass eine Kopie des Arnold´schen Freskos an der Fassade der Dreiheiligenkirche hergestellt wird. Dieses wird bekanntlich wegen seines desolaten Zustandes durch ein Mosaikbild ersetzt. Die Kopie soll im Ferdinandeum verwahrt werden.
Die Türen der St. Sebastiani-Kirche in Dreiheiligen entsprechen nicht dem alten Statthalterei-Erlass, wonach Kirchen, Versammlungs- und Vergnügungslokale nach außen zu öffnen sein müssen. Eine Panik in dieser Kirche würde dem Unglück in der Alt-Lerchenfelder Kirche in Wien ebenbürtig zur Seite stehen