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Innsbrucker Nachrichten

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Pfarrkirche St. Nikolaus

Alte Pfarrkirche von St. NikolausAlte Pfarrkirche von Sankt Nikolaus (Inneres)Neue Pfarrkirche von St. NikolausHauptaltar der St. Nikolauskirche neu

Die immer mehr sich herausstellende Nothwendigkeit der Erweiterung der hiesigen St. Nikolaus-Pfarrkirche – sie fasst bei einer Bevölkerung von 3.030 Seelen nur 700 Personen – hat im Jahre 1864 die Gründung eines diesem Zwecke gewidmeten Fonds veranlasst. (Wie steht es mit dem Fonde zur Erweiterung der hiesigen St. Nikolaus Pfarrkirche? – Bericht)
Der Neubau der Kirche in St. Nikolaus wird in die Wege geleitet. Gestern besichtigte eine städtische Kommission den Platz für den Bau der neuen Kirche. Dieselbe soll sich dafür ausgesprochen haben, dass der Neubau nach dem Projekte des Dombaumeisters Schmied an der Stelle der alten Kirche, von der die Grundmauern und theilweise der Thurm nach Möglichkeit benützt werden, erbaut werden soll.
Den beantragten Bau der Pfarrkirche zu St. Nikolaus betreffend. Bericht des Pfarrers Karl Mayr: „Vor allem ist mit dem Ausdrucke des innigsten Dankes als einer der größten Wohlthäter der Kirche zu nennen: Herr Friedrich Schmidt, k.k. Oberbaurath und Dombaumeister zu Wien, welcher nicht bloß sich gütigst herbeiließ, den detaillierten Bauplan zu entwerfen, sondern in seltener Uneigennützigkeit - auf jegliche Entlohnung verzichtend – denselben der Kirche auch kostenfrei zur Verfügung stellte. [] Der Kostenvoranschlag der Gebrüder Baumeister Hutter.beläuft sich auf 102.500 fl., während das gegenwärtige Vermögen des Baufonds nur 60.548 fl. beträgt. Müsste dieser Abgang allein auf dem bisherigen Weg durch milde Beiträge und deren Zinse und Zinseszinse aufgebracht werden, so würde sich der Kirchenbau allerdings noch auf Jahre hinausschieben; allein in Anbetracht, dass der löbliche Stadtmagistrat Patron der Kirche ist, dass das neue Gotteshaus unstreitig eine der schönsten Zierden Innsbrucks bilden wird und dass die Baukosten zum größten Theil schon gedeckt sind, steht wohl zu hoffen, der löbliche Stadtmagistrat werde numehr auch seinerseits die frühere Inangriffnahme des Baues ermöglichen.“
GR Ludwig teilte in der Gemeinderaths-Sitzung vom 6. Juli mit, dass ein großer Theil der Bevölkerung der Pfarre St. Nikolaus die Stellung des neuen Gotteshauses ungehalten sei, welches gerade so zu stehen kommt, wie die gegenwärtige Kirche. Der Vorsitzende gibt die Erklärung, dass der Bauplan vom Dombaumeiter Schmidt aus finanziellen Gründen so entworfen wurde, indem nur durch die Beibehaltung der Richtung des alten Gotteshauses der alte Thurm erhalten und mit dem Neubau in eine technisch und architektonisch zulässige Verbindung gesetzt und damit eine Ersparnis von 12 bis 15.000 fl. erzielt werden könne.
Da schon kommende Woche der Abbruch der Kirche in Angriff genommen wird, so findet morgen nach der auf 1/2 9 Uhr vormittags festgesetzten Predigt die Einsegnung der Nothkirche statt; s.a. die Gemeinderatssitzung 26.10. ff.
(Zum Kirchenbau in St. Nikolaus) In der vorigen Woche wurden die 6 Glocken aus dem Thurme der St. Nikolauser Pfarrkirche herabgenommen und somit der Anfang zur Demolierung derselben gemacht. Es sind 6 Glocken, die nun im Friedhofe stehen und von denen zwei in einem improvisierten Glockenstuhle hängen. Eine derselben ist von ehrwürdigem Alter; ihre Aufschrift besagt, dass sie von Peter Laiminger zu Heiligenkreuz im Jahre 1506 gegossen wurde. Drei Glocken, darunter die zweitgrößte, sind von Franz Kettelath, „kayserlicher Stuch- und Gloggengiesser in den Jahren 1732, 1737 und 1748 gegossen worden. Die größte der dortigen Glocken ist ein Werk des Glockengießers Josef Georg Miller aus Innsbruck, der seine Werkstätte in dem nun in ein freundliches Wohnhaus umgebauten altertümlichen düsteren Gutshaus vor Büchsenhausen hatte. Sie wurde 1841 gegossen und ist von Angehörigen des Pfarrsprengels aus Anlass der Erhebung der ehemaligen Expositur St. Nikolaus zur Pfarre gestiftet worden. Sie trägt den Namen Marianna, wohl auch in Anklange an den Aufenthalt der Kaiserin Marianna in Innsbruck. Nicht uninteressant ist die Nothkirche, welche mit zu Hilfenahme der von der Oberlindober´schen Kapelle westlich gelegenen Arcadenreihen des Friedhofes durch einen Vorbau vor dieselben hergestellt worden ist. Man könnte sie infolge der Bogenstellung der Arcaden beinahe mit einer…
Übergehend zur Tagesordnung macht der Bürgermeister Dr. Falk die Mittheilung, dass er eine außerordentliche Sitzung des Gemeinderathes einzuberufen veranlasst habe, um ein Gesuch des Hw. Herrn Pfarrers Mayr in St. Nikolaus um Bewilligung des Neubaues des Kirchthurmes zu erledigen. In diesem Zusammenhang sei daran zu erinnern, dass der Gemeinderath seinerzeit nach vielfachen Verhandlungen und Berathungen die Bewilligung zum Bau der Kirche unter der Bedingung ertheilt habe, dass der Stadtgemeinde als Patron keine irgendwie geartete Haftbarkeit für die Vollendung des Neubaues erwachse. Der vom Dombaumeister Schmid in Wien angefertigte Plan stelle sich im Voranschlage der Kosten auf 93.000 f. Das Baugeschäft der Gebrüder Hutter habe den Bau um die Pauschalsumme von 88.000 fl. übernommen mit der Verpflichtung, denselben innerhalb 3 Jahren herzustellen. Der Baufond weise bis jetzt 80.000 fl. auf, was mit Hinzurechnung der Znserträgnisse das nicht gleich ganz in Verwendung kommenden Capitals und mit anderen in Aussicht stehenden Zuschüssen die Bedeckung des Gesamterfordernisses nach 3 Jahren ergebe. Im Bau der Kirche sei jedoch der Bau des Thurmes nicht mit inbegriffen. Nach dem ersten Plane wäre der alte Thurm in Verwendung gekommen, indem derselbe nur von den Schallöchern an einen dem Baustyle der Kirche entsprechenden Umbau zu erfahren gehabt hätte. Bei…
24.11. bis 30.11. – Die alte und neue Kirche zu St. Nikolaus in Innsbruck
Es war ein weihevoller Akt, der sich gestern vormittags mit der feierlichen Grundsteinlegung der Pfarrkirche zu St. Nikolaus vollzog..[] Der hochwürdige Dekan Dr. Kometer als Celebrierender, zeichnete auf die verschiedenen Seiten des Grundsteines das Zeichen des Kreuzes, worauf die Litanei zu allen Heiligen gesungen worden ist. Von der Rednerbühne herab verlas dann Herr Cooperator Huber die Urkunde der Grundsteinlegung (Urkundentext siehe 27.04.).Diese Pergamenturkunde wurde hierauf unterzeichnet von dem Dechanten, dem Bürgermeister, Vicebürgermeister und dem ersten Magistratsrathe, dem Vorstande und dem Director der Sparkasse, dem Pfarrer, dem Chef der bauführenden Firma Huter und dem Diözesan-Architekten Vonstadl. Nachdem die Urkunde in einen Blechkapsel, in der nebst einigen Denkzeichen an die Zeit zur Erinnerung um diesen Bau verdiente Persönlichkeiten auch deren Photographien enthalten sind, gelegt und die Kapsel verlöthet worden war, wurde der Stein gehoben und unter Pöllersalven an seine Stelle am südöstlichsten über Eck gestellten Strebepfeiler auf die Kapsel niedergelassen. Es erfolgten die üblichen Hammerschläge und der Umgang um die sich bereits mächtig aus dem Fundamente erhebenden Umfangsmauern. Darauf hielt Herr Alois Gräber, als gewester langjähriger Pfarrer von St. Nikolaus eine Rede. († 30.12.1882 in Thaur; 02.01.1883)
Der Gemeinderath beschließt, den Bau des Kirchturmes der Pfarrkirche in St. Nikolaus finanziell zu unterstützen
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