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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Auf dem Stadlberge bei Kufstein fand eine Ziegenhüterin am 13. d.M. zwei Leichen, eine männliche und eine weibliche. Über die gemachte Anzeige verfügte sich die Kommission dahin und fand die Toten hart aneinander liegend, mit Schusswunden in der Brust. Der hier freiwillig aus noch unbekannten Gründen gesuchte Tod unterliegt nach allen Umständen keinem Zweifel. []
Messerstecherei am Innrain
Raubmord in Westendorf: Am 29. November, während des Rorate-Gottesdienstes, wurde an Anna Aufinger, Wirtschäfterin bei dem Bauersmann Astl zu Neubruch bei Westendorf ein Raubmord verübt; die Anna Aufinger wurde erschlagen, verschiedene Kasten erbrochen und das Geld geraubt. Bis jetzt hat man den Täter noch nicht entdeckt.
Am 1. des Monats wurde zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags, in einem Walde in Erpfendorf, eine Stunde von Waidring gegen Kirchdorf in Tirol, ein Mann von zwei Burschen räuberisch angehalten, welche ihm das Geld abnehmen wollten. Der Angefallene war den Räubern das Geld vom Wagen. Die Räuber brachten ihm hierauf drei Schüsse in den Oberschenkel bei. Auf den lebhaften Hilferuf des Angefallenen kamen Leute herbei, welche die Räuber, ohne dass sie das ihnen vorgeworfene Geld zu sich genommen hätten, die Flucht ergriffen. Es waren dem Anschein nach Italiener; der eine trug einen rothen Hut, der andere eine Mütze; einer hatte ein Doppel- der andere ein einfaches Terzerol; s.a. 11.08.
Oberndorf bei Kitzbühel: Dem Vernehmen nach wurde der Beschuldigte des Mordes an dem achtjährigen Mädchen Anna Foidl von Oberndorf bei Kitzbichl in sichere Gewahrsam gebracht; s.a. 06.05. Sicherem Vernehmen nach hat der Mörder der Anna Foidl von Oberndorf (ein Bettler von Kessen) auch den im vorigen Jahr an den 13 Jahre alten Mädchen Elisabeth Berger am Niederndorfer Berge verübten Mord seines vollen Umfangs nach, eingestanden.
Am 17. d. Monats verunglückte in Steinach ein dreijähriges Knäblein im Sandkasten eines Mühlwerkes. Merkwürdig ist, dass das nämliche Kind wegen Mangel an Aufsicht im vorigen Jahr zweimal ins Wasser fiel, jedoch beide Male gerettet wurde.  
Im hiesigen Angerzell-Gasthaus ist gestern ein bedauernswerther Akt brutaler Gewaltthätigkeit verübt worden, indem die dortige Kellnerin 6 lebensgefährliche Sitchwunden erhielt, und zwar mittels eines Stemmeisens, dessen sich der Thäter, eine Bürstenbindergehilfe und ehemaliger Liebhaber, als Mordwerkzeug bediente.
Am 17. d. M. brach in der Mitte des Marktes, in einem Hause in der Nähe der Johanneskirche ein Feuer aus, das jedoch noch rechtzeitig bewältigt wurde. Bei der noch lebhaften Erinnerung der Bevölkerung von Imst an den letzten furchtbaren Brand machte der Feuerlärm keinen geringen Eindruck auf die Gemüther. [] Während nun der drohende Brand das Tagesgespräch bildete, war es am 18. d. M. ein in der Nacht verübter Mord. Morgens ums halb 6 Uhr wurde nämlich hart hinter den Häusern der Krämergasse, also in der Nähe wo das Feuer auskam, die Leiche eines ungefähr 40 Jahre alten, schlecht beleumundeten Weibsbildes auf dem Rücken liegend, den Kopf mittels eines Steines ganz zerschmettert, den Mund mit einem Sacktuche zugestopft aufgefunden. Abends 10 Uhr wurde sie noch im elterlichen Hause gesehen. Über die Motive und näheren Umstände des Mordes, wie über den Thäter liegt tiefes Dunkel
Unsere geehrten Leser erinnern sich noch der schaudervollen beiden Schändungs- und Mordverbrechen an zwei kleinen Mädchen (siehe oben den Bericht über den Mord an Foidl) am Röhrenbühel, verübt im Mai vorigen Jahres und am 26. März d. J. bei Kitzbühel von einem damals längere Zeit unbekannt gebliebenen Täter. Derselbe wurde aber verdächtig durch eine Finanzwachpatrouille angehalten und dem Gerichte eingeliefert und stand nun gestern und vorgestern vor dem k.k. Landesgerichte Innsbruck, angeklagt dieser Doppelverbrechen. Derselbe ist von Kössen gebürtig, über 38 Jahre alt und hat als Übernamen die Vulgo-Benennung das "Gwaltwolferl" (sein richtiger Name war Wolfgang Fischbacher). Wir verweisen hinsichtlich dieser Gerichtsverhandlung auf die heutige Veröffentlichung im Tiroler Boten und können wegen des beschränkten Raumes hier nur noch angeben, dass der Angeklagte Wolfgang F. der ihm zur Last gelegten Verbrechen für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurtheilt wurde
Gestern nachmittags halb 2 Uhr wurden die Bewohner des oberen Stadtplatzes durch ein tragisches Ereignis alarmiert: Die Gattin des Zimmermalers B. F., welche seit einiger Zeit zu ihrem Mann in verdrießlichen Verhältnissen gestanden, hat denselben mit einem Messerstich derart verwundet, dass der Getroffene um ¼ Stunde hierauf eine Leiche war; s.a. 26.11. die Frau wird wegen Totschlags angeklagt, sie wird in Anbetracht zahlreicher mildernder Umstände zu 5 Jahren schweren Kerker verurteilt
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