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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Ein Bauernsohn in Stanzach hat der ledigen Bauerntochter A. M. K., als sie von der Fronleichnamsprozession zurückkehrend in die Kirche eintreten wollte, mit seinem Taschenmesser am Halse eine solche Wunde beigebracht, dass dieselbe eine halbe Stunde später eine Leiche war. Eifersucht soll die Ursache dieser entsetzlichen Tath gewesen sein. Man vermutet, der Täther habe die Tath in einem Anfalle von Irrsinn begangen, welcher, wie wir hören, bei ihm schon öfter beobachtet wurde. Der Täther wurde festgenommen.
Eine Wasserleiche wird aus dem Inn gezogen. Am Hinterhaupt des Toten waren Verletzungen wahrnehmbar.
In Sellrain wird die Leiche einer schwangeren Kellnerin aus dem Bach gezogen; s.a. 21.06.
Letzten Samstag wurde hinter dem Berg Isel, in der Nähe von Gärberbach die Leiche eines unbekannten Mannes aus der Sill gezogen. Noch am selben Tage ging eine gerichtliche Kommission zur Leichenbeschau dahin ab. Es ist nun schon der achte Fall eines gewaltsamen Todes im hiesigen Gerichtsbezirk seit Beginn dieses Jahres. Wie verlautet soll gestern abermals der Leichnam eines Eisenbahnarbeiters aus der Sill gezogen worden sein, ebenso gehen Gerüchte von nicht unbedeutenden Schlägereien in Mühlthal zwischen wälschen Arbeitern und Bauern.
Letzten Freitag wurde hier aus dem Inn die Leiche eines etwa 9 – 12 Jahre alten Mädchens gezogen und ins Stadtspital überbracht. Die Leiche war, mit Ausnahme eines Strumpfes, gänzlich unbekleidet, das Gesicht durch längeres Liegen im Wasser oder sonstigen Verletzungen völlig unkennbar. Hierorts ist nicht bekannt, dass in der Nähe ein Kind dieses Alters vermisst wäre
Die Inn-Zeitung meldet: Wie wir vernehmen, wurde ein unserer Nachbarstadt Hall angehöriges Mädchen, welches früher in einem Innsbrucker Kaffeehause als Kellnerin, letzthin aber als Köchin bei der Gräfin S. in der Schweiz bedienstete war, ein Opfer kaum verzeihlicher Unvorsichtigkeit. Ein bereits erwachsener Jüngling, der zufällig bei der Familie anwesend war, spielte nämlch mit einem ohne sein Wissen geladenen Gewehr und stellte sich vor das Dienstmädchen hin mit dem Rufe: Jetzt gib Acht! – drückte los – und das Mädchen stürzte todt zu Boden. Die Eltern desselben, welche gestern in Hall diese Nachricht mittelst des Tefegrafen zuging, sollen ganz trostlos sein.
Der Tote aus dem Sillkanal: Mord oder Selbstmord? „Bezüglich des am Montag früh aus dem Sillkanal nächst den Sillhöfen gezogenen Leichnams haben wir Folgendes erfahren: Um Mitternacht vor Sonntag auf den Montag habe ein Mann am Sillhof an´s Fenster geklopft und dem nach der Ursache fragenden dortigen Knecht gesagt, es wäre soeben sein Kamerand ins Wasser gefallen und er gehe selbst zur Polizei, um die Anzeige zu machen. Dieser dem Knecht unbekannte Mann ließ sich später nicht mehr sehen. Der aus derm Kanals Gezogene schien ein Mann bei 30 Jahren zu sein, hatte städtische Kleidung, einen zugestutzten Schnurbart, trug genagelte Stiefl, weiße Strümpfe, Pantalon und grünen Rock. Geld und Brieftasche wurden keine vorgefunden. In der Nähe soll am Boden die Scheide eines Sackmessers gefunden worden sein. An dem Leichnam sei keine Wunde, sondern nur eine Geschwulst am Kopfe entdeckt worden. Ein hiesiges Blatt bringt vorstehenden Fall mit einer in der bei Matrei abgebrannten Baraque Tags zuvor stattgefundenen Rauferein in Verbindung.“
Kirchendiebstähle in Fügen und Hart
15.12., 17.12. und 19.12.1864 – Unter starkem Andrange Neugieriger hat gestern beim k.k. Landesgerichte die Hauptverhandlung gegen den des am 27. November vorigen Jahres an dem Fuhrmann Josef Hämmerle verübten Raubmordes und eines Einbruchsdiebstahles in Obervintl beinzichtigten Johann Kettner, 41 Jahre alten Taglöhner von Lana begonnen. Den Vorsitz führte Herr Landesgerichtsrath Dr. B. Jung. Die Verlesung der sehr gravierenden Anklageschrift dauerte zwei Stunden. Der Angeklagte behauptete darauf, er habe nchts zu bekennen, weil er nichts gethan habe. In der am Nachmittag 4 Uhr fortgesetzten Verhandlung gab der Angeklagte an, er sei mit einer größeren Barschaft, die er sich durch Arbeit und auch mit Karten- und Kegelspiel erworben, am 27. November vorigen Jahres über den Jaufen nach Sterzing gegangen, am Brenner sei ihm der Stellwagen nachgekommen, in den er eingestiegen und bis zum sog. Pflaster am Schönberg gefahren sei. Von dort habe er den Schönberg erstiegen, sei im ersten Wirtshaus links bis gegen 6 Uhr abends verweilt, sei dann die alte Straße herabgegangen, wo er sich unterwegs wegen Unwohlseins im Walde niedergelegt und bis 4 Uhre früh des 28. November geschlafen habe. Er sei nach kurzer Pause dort nochmals erwacht, worauf er nach Innsbruck gegangen, eine Kirche besucht und abends in…
Rauhe Sitten in Scharnitz
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