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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wie man vernimmt, wird auf dem schönen Berghügel Kronburg bei Zams ein Institut zur Unterbringung und Besserung von verwahrloste Mädchen entstehen. Der bereits 80 Jahre alte Benefiziatpriester in Brennbichl, Stephan Krismer ist mit Bewilligung des Statthalterei-Präsidiums eben jetzt beschäftigt, milde Beiträge zu sammeln.
Frau Becker, die Vorsteherin der auch hierzulande den besten Ruf genießenden Mädchen-Erziehungsanstalt hat das Schloss Thurnfeld in Hall in Pacht genommen, um dort eben eine solche Anstalt zu gründen.
Im nahen Hall wurde am 07. d. M. im großen Saale des ehemals Spaur´schen Schlosses Thurnfeld die Prüfung der Zöglinge des Mädchenerziehungs-Istituts „Maria Heimsuchung“ abgehalten.
Für das hier zu gründende Waisenhaus wurde, nachdem die Wahl zwischen dem Sandwirths- und Wopfner´schen Anwesen zu St. Nikolaus geschwankt hatte, endlich letzteres, wie verlautbart, um 22.000 fl. von der Familie Malfatti erworben
Das von Herrn Malfatti gestiftete Institut zur Unterbringung und Erzhiehung verwahrloster Knaben ist gestern eröffnet worden.  „In Abwesenheit des Hrn. Bürgermeisters Dr. v. Peer wurde der feierliche Akt durch den Herrn Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Rapp mit einer Ansprache eingeleitet, in welcher auf die besonders bei den gegenwärtigen socialen Zuständen höchst wünschenswerte Bestimmung dieser Anstalt hingewiesen war; hierauf wurde die Leitung der Anstalt nach dem Wunsche ihres Protectors, des hw. Herrn Fürstbischofes von Brixen den barmherzigen Schwestern übergeben, da bis jetzt die Unterhandlungen mit den Söhnen Mariens noch in Schwebe sind, und die Anstalt, in welcher 8 Knaben die erste Aufnahme fangen, in Gegenwart des gesamten Magistrats und der Mitglieder der Armenkomission für eröffnet erklärt.“
Die Innsbrucker Nachrichten bringen einen ausführlichen Bericht über die unhaltbaren Zustände im Waisenhaus: Herr Alois Malfatti hat im Vertrage vom 7. Oktober 1864 der Stadtgemeinde Innsbruck das von ihm um 22.000 fl. käuflich erworbene Anwesen in St. Nikolaus unter der Bedingung überlassen, dass eine Anstalt gegründet werde, in welcher verlassene Knaben in der Religion und den übrigen Schulgegenständen unterrichtet und in gewerblichen Arbeiten unterwiesen werden. Die Leitung dieser Anstalt soll längstens binnen drei Jahren einem geistlichen Orden übertragen werden. Herr Alois Malfatti soll das Recht haben drei Zöglingsplätze unentgeltlich zu besetzen. Der große Bürgerausschuss hat den Abschluss des Vertrages am 29. August 1864 genehmigt und die Einrichtung sowie Verwaltung der Anstalt der Armendirektion übertragen, welche bis sich ein männlicher Orden gefunden haben wird, vorläufig zur Leitung derselben zwei barmherzige Schwestern berufen und mit dem Aufsichtsrechte den damaligen Herrn Pfarrer Alois Gröber betraut hat. Als Ökonomieverwalter ward das Ausschussmitglied Anton Egger beigegeben. Am 19. Juni 1865 wurde die Anstalt eröffnet. Am 18. September 1866 empfahl Herr Dekan Johann v. Leiß drei Mitglieder des Ordens der Söhne Mariens, welche als Deutsche Italien verlassen mussten, zur Leitung der Anstalt, um hierdurch den Bedingungen des Vertrages gerecht zu werden. Der große Bürgerausschuss erteilte hiezu…
Morgen am 1. Juni nach 7 Uhr früh werden die Waisenkinder ihr Asyl im städtischen Armenhause in St. Nikolaus, das ihnen bis jetzt der hiesige löbliche Magistrat günstigst gewährt hat, verlassen und das neue Institutsgebäude (im ehemaligen Konvikt am Sillkanal) beziehen. Der Hochw. Herr Dekan und Stadtpfarrer wird nach der Ankunft der Zöglinge in der neu hergerichteten Kapelle des Instituts zur ebenen Erde das erste hl. Messopfer darbringen
Offener Brief des Alois Malfatti (die Knabenerziehungsanstalt betreffend)
Erwiderung der Innsbrucker Nachrichten auf die Tiroler Stimmen wegen der Schulbrüder in der Malfattischen Knabenerziehungsanstalt
Ankündigung in Betreff des Malfattischen Instituts: „Auf Grund hoher Ministerial-Bewilligung vom 21. Juli d. Js., Ziffer 6459, eröffnet die Congregation der Brüder der christlichen Schulen mit 1. Oktober des Jahres eine Privat-Erziehungsanstalt für verwaiste, verlassene und verwahrloste Knaben im sogenannten Malfattischen Institute. ...  Die Aufzunehmenden sollen nicht unter 6 und nicht über 12 Jahre alt, sowie gesund und lernfähig sein
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