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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Kürzlich machte in den hiesigen Blättern ein Bericht über eine kuriose Gemeinderatswahl in Fieberbrunn die Runde (siehe „Innsbrucker Nachrichten“ Nr. 97 vom 29. v. Mts.), dass nämlich die Germeinderathsstelle ausgerauft worden sei. Nun geht den Neuen Tiroler Stimmen aus Pillersee vom 2. d. Mts. die auch etwas merkwürdige Mittheilung zu, es sei nur nach beendetem Wahlakte zur Unterhaltung und zum Scherze zwischen dem Vorsteher und dem Ausschussmanne „geranggelt“ worden, was in dortiger Gegend eine sehr beliegte Unterhaltung sei. Zufällig habe sich dabei der Ausschussmann durch Ausgleiten des Fußes die Schenkelsehne verletzt und durch Berstung einer Vene eine starke Blutunterlaufung zugezogen, in dessen Folge er einige Zeit das Bett hüten musste.
In demselben Gasthause in Hötting (beim Bärenwirt) wettete ebenfalls vorgestern ein Mann, er sei im Stande eine halbe Maß Branntwein auf einmal zu leeren und führte dieses auch wirklich aus, Er gewann die Wette, starb aber gestern mittags an den Folgen seines unsinnigen Trunkes
(Das Sternenbanner) Von der Promenade am Rennplatz aus sieht man seit einigen Tagen mit Staunen an einem Maste am Ende der Kaiserstraße in St. Nikolaus, eine hier seltene und wohl noch nie gehisste Fahne – nämlich das Sternenbanner, das ser amerikanische Bürger und Korrespondent der „Swiss Times“, Herr Fleury, vor seiner Wohnung aufgezogen hat. Hier durchreisende Amerikaner werden sich gewiss angenehm berührt fühlen, in der Hauptstadt Tirols ihre heimatliche Flagge wehen zu sehen.
Die Wirtin des Gasthauses „Stern“ in Natters bewirtet einen „Verletztentransport“ der Sanitätstruppe mit Wein und Schinken
Im Theater an der Wien ist kürzlich die Operette „Die Pilger“ von Max Wolf gegeben worden, in der ein Onkel (ein junger Tiroler) die Hauptrolle spielt und in der unter anderem auch ein Terzett folgenden Inhaltes gesungen wird: „Der Teufel hol den Onkel, der Teufel hol Tirol, der Teufel hol die Wiesen, die Wälder und den Kohl.“ Die Operette ist übrigens durchgefallen.
(Maskarade zur Unzeit) Bei der gestern stattgehabten Beerdigung des Herrn Fumagalli wollten sich dem Leichenzug vier blank geharnischten Rittern der Tafelrunde der „Fragensteiner“ anschließen. Infolge energischen Protests der funktionierenden Geistlichkeit und des unter den Leidtragenden entstandenen Unwillens über diese höchst unpassende Mummerei entfernten sich die „Ritter“, fuhren aber, nachdem kaum die Beerdigung stattgefunden hattte, vor den Gottesacker und wollten den Friedhof betreten. Ein dort angestellter Aufseher jedoch wies sie mit der berechtigten Bemerkung zurück, dass hier nicht der Platz zur Maskaraden sei, worauf endlich diese „Ritter“ verdufteten
In Innsbruck werden Zigaretten aus indischem Hanf (cannabis indica) verkauft; sie sollen bei Athembeschwerden, Krampfhusten, Heiserkeit, Beklemmungen, Stimmlosigkeit und Gesichtsnervenschmerzen nahezu unfehlbar sein und sind in allen bedeutenden Apotheken zu haben.
Anton Agostini aus Linz hat die Ehre, einem verehrten Publikum die Anzeige zu erstatten, dass er im Besitze des allgemein berühmten „sprechenden Kopfes“ ist, welcher, von zwei englischen Professoren erfunden, bei der Pariser Weltausstellung die erste silberne Medaille erhalten hat. Derselbe wurde außer Paris noch nirgends produziert. Dier Vorstellung desselben geschieht als Exhibition, d.h. derselbe bleibt den Augen des Publikums frei ausgesetzt, er isst, trinkt, raucht und beantwortet jede beliebige, an denselben gestellte Frage. Auf Verlangen wird gegen Extrahonorar gestattet, denselben zu berühren, um sich zu überzeugen, dass es ein lebender Kopf ist. Es ist dies unstreitig das größte Kunstwerk und die schönste Illusion, welche jemals die Physik hervorgebracht hat. Es darf erwartet werde, dass das hiesige kunstsinnige Publikum diese äußerst interessante Vorstellung mit großem Interesse besuchen wird. Man bittet, diese Vorstellung nicht mit ähnlichen schon dagewesenen zu verwechseln. Der Schauplatz ist bei der Fleischbank. Eintrittspreis 20 kr. österr. Währung, Kinder die Hälfte
Beim Abtransport einer Leiche verunglückt: „Als die Leiche des verunglückten Fuhrknechtes in der Spitalstruhe von zwei Dienstmännern weggeschafft wurde, begegnete ihnen gleich unterhalb der Höttinger Kirche ein mit zwei Maulthieren bespannter Leiterwagen des Holzhändlers Auer. Die Thiere scheuten vor der schwarzen Truhe und das eine versetzte mit seinem Hufe dem einen Dienstmanne einen solchen Schlag auf den Rücken, dass derselbe schnell mit den hl. Sterbesakramenten versehen und in das Spital übertragen werden musste.“
(Ein Bildhauer im wahrsten Sinne des Wortes). Vor etwa 10 Jahren zertrümmerte, wie wohl allgemein noch bekannt, ein Bauernbursche die vom Fabrikanten Drasche zur Zierde auf der Promenade in Meran aufgestellten Statuen, da sie für den ländlichen Geschmack etwas zu sehr dekolletiert waren.
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