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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Heute wird am k.k. Nationaltheater zum Benefize für Frl. Kneiß „Der wilde Jäger“ von Haffner zum Besten gegeben.
Seitdem die Direktion unseres Theaterinstitutes von Frau M. Lippert, geb. Licht, fortgeführt wird, gestalten sich die Verhältnisse so gut, als es unter dermaligen Umständen überhaupt möglich ist, wo wir auf die Opfer Verzicht geleistet, und uns mit Schauspiel und guten Singspielen und Lokalpossen begnügen.
Aus dem k.k. Nationaltheater: Als ein neues Exil für Verbrecher möchte man – statt dem kalten Sibirien – wo die Sünden bei großem Frost durch Zobelfang abgebüßt werden müssen, einem nähern bequemeren Ort für solche Zwecke in Vorschlag bringen; wir meinen nämlich solche Unbußfertige zu verdammen, bei Winterszeit das hiesige Theater für einige Stunden zu besuchen; dort dürften extravagante Köpfe durch die dort herrschenden nordischen Luftströmungen auch curiert werden. (Einige, denen es im Theater äußerst „sibierisch“ zumute war.
In den Lokalien des hiesigen k.k. Nationaltheaters wird jetzt der Mittelplatz auf der Gallerie bald in einen Schweinestall umgewandelt werden, zumal sich auf dem Gesimse ober der Hofloge eine ungeheure Masse von Kastanienschalen in der Art aufhäuft, dass es kein Wunder wäre, wenn verschiedene Insekten ihren Wohnsitz dort aufschlagen möchten.
Die Geschwister Maria, Adele, Karoline und Karl von Kaler treten mit drei Produktionen im Nationaltheater auf (das jüngste Kind ist erst 8 Jahre alt); s.a. ff und 10.07.
Die Direktion des k.k. Nationaltheaters wurde bis auf den heutigen Tag an keinen diesfälligen Competenten überlassen. Wir dürfen uns demnach kaum noch auf eine Wintersaison Rechnung machen.
Übermorgen wird zugunsten der Armen „Der gerade Weg ist der beste“, Lustspiel von Kotzebue, und „Der Freiherr als Wildschütz,“ Singspiel, aufgeführt. In beiden Stücken wirken die Frauen Alliani d. j. und Hüray, sowie die Herren Huth und Brauny nebst den Herren Dilettanten mit, wobei nur zu bedauern ist, dass Herr Brauny darin zum letztenmal hier spielt.
Gestern ist die Theaterdirektrice Frau Rosner aus Troppau hier angekommen, um persönlich wegen Übernahme der hiesigen Theaterdirektion das Erforderliche einzuleiten (s.a. das Namensverzeichnis der Künstlergesellschaft von Troppau am 06.12. und die Übergabe der Leitung des k.k. Nationaltheaters durch die Statthalterei am 09.12.)
Die Aussicht, in Innsbruck in Bälde eine komplette Theatergesellschaft zu besitzen, lässt das Interesse des Publikums an den Interimsvorstellungen verflachen. Die Beleuchtung in und außer dem Theatergebäude war gestern wieder den Mächten der Finsternis hold.
Ankunft der ersten Mitglieder der Theatergesellschaft (Betty Müller und Herr Behrens, welcher als Geschäftsführer fungieren dürfte); s.a. 30.12.
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