Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Schauspieler- und Sänger

Heute Gastspiel des Frl. Veronika Vida, Opernsängerin vom k. ungarischen National-Theater in Pest und des Herrn Matteo Cantarelli, k. schwedischer Hof- und Kammersänger von Stockholm. Zur Aufführung kommt „Eulenspiegel als Schnipfer“, Posse in 1 Akt von J. Stix.
Heute zweite Gastvorstellung des Frl. Isabella La-Fleur, erste Solotänzerin der großen Oper in Paris. Zur Aufführung gelangt: „Yelva, die stumme Waise“, (Schauspiel in 2 Akten von Th. Hell); als Vorspiel wird das lebendige Bild „Der Brand von Smolensk“ arrangiert.
Im Laufe dieses Monats wird Herr Regisseur und Charakterdarsteller H. W. Merlé, welcher durch eine ununterbrochene vierjährige Wirksamkeit am hiesigen Theater sich bei uns eingebürgert hatte und stets zu den tüchtigsten und beliebtesten Schauspielern zählte, eine Soirée recreative als Abschiedsvorstellung veranstalten.
Heute letztes Gastspiel des Komikers Emil Siebert vom Hoftheater in Kassel. Zur Aufführung kommt: „Der verwunschene Prinz oder: Der Schuster im Frack.“ Lustspiel in 3 Abtheilungen von Plötz
Mit dem Engagement der Koloratur-Sängerin Frl. Roth hat Herr Direktor v. Othegraven die letzte Lücke in unserem heurigen Opernpersonale ausgefüllt. Genanntes Fräulein debutierte als „Lucia“ in Donizettis gleichnamiger Oper, und wir wollen gleich hinzufügen, dass dieses erste Debut ungemein glücklich ausfiel. Frl. Roth verbindet mit eine thaufrischen Jugend eine sehr sympathische, in guter Schule gebildete Stimme. Wir haben mit aufrichtigem Vergnügen in die stürmischen Beifallsrufe des Publikums eingestimmt.
Die abgelaufene Theaterwoche brachte uns zwei interessante Benefize. Der Ehrenabend unserer ersten Liebhaberin, Frl. Helene Weiß, gestaltete sich für diese vorzügliche Schauspielerin zu einem wahren Triumpf-Abend. Zahlreiche Kranz- und Blumenspenden waren ihr zugedacht, unter denen ein prachtvolles großes Bouquet von Ihrer Excellenz Frau Gräfin Taaffe alle anderen verdunkelte. Aufgeführt wurde an diesem Abend das Lustspiel Scribes: „Der Frauenkampf“ und Schillers „Wallensteins Lager.“ [] Das zweite Benefiz fand für unseren um die heurige Oper wohlverdienten ersten Tenor, Herrn Witte-Wild, statt. Seine Wahl fiel auf die aus vergangenen Zeiten noch in angenehmster Erinnerung stehende Oper: „Frau Diavolo“ von Auber. Die Aufführung dieser Oper auf unserem Theater war eine recht befriedigende. Der Benefiziant sang den Frau Diavolo mit sichtlichem Vergnügen.
Einzelne der in der verflossenen Saison hier engagiert gewesenen Mitglieder haben von Innsbruck aus rasch Carriere gemacht. Die Glücklichste ist wohl Fräulein Roth, unsere beliebte vorjährige Koloratursängerin, welche directe nach Berlin an die k. Hofbühne zu einem auf Engagement abzielenden Gastspiele geladen wurde. Herr Witte-Wild ist zum Hofopernsänger in Dresden avanciert., und der kleine Schalk Frl. Mittler ab dem 1. September das unter der Direktion des Frl. Gallmeyer stehende ehemaligen Strampfer-Theater in Wien durch ihren Humor zu beleben helfen.
Mit dem Engagement der Koloratur-Sängerin Frl. Zinnberg hat Herr Direktor Othegraven eine empfindliche Lücke in unserem heurigen Opernpersonale ausgefüllt. Genanntes Fräulein depütierte als „Martha“ in Flotos´s gleichnamiger Oper, und wir fügen hinzu, dass das Debüt glücklich ausfiel. Frl. Zinnberg ist eine imponierende, schöne Bühnenerscheinung, dabei im Besitze einer sehr sympatischen, in guter Schule geprägten Stimme.
Das Sonntags mit „Anna-Lise“ abgeschlossene Gastspiel der kgl. Würtemb. Hofschauspielerin Frl. Philippine Brand gestaltete die verflossenen zwei Wochen zu wahren Festwochen im Theater. Frl. Brand, die mit hinreißender Macht auf dem Gebiete des Naiven herrscht, wusste das hiesige Publikum mit seltener Nachhaltigkeit zu fesseln. Der sprechendste Beweis dafür ist wohl, dass acht Vorstellungen außer Abonnement stets vollere Häuser erzielt haben, ja dass bei der letzten Vorstellung eine Reihe Fauteuilsitze im Orchester improvisiert werden musste, um dem Andrang des Publikums zu genügen. Frl. Brand war sowohl von Innsbruck und seiner Lage, wie vom hiesigen Publikum entzückt, und wie wir hören, beabsichtigt die Künstlerin, den Sommer hier zu verbringen.
Zwei weitere Gastspiele der Schauspielerin Philippine Brand in Innsbruck
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