Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Das Armee-Oberkommando ordnet den Bau zweier in Verbindung stehender Festungswerke am sogenannten Thierberg bei Kufstein an.
Die Neuorganisation des uniformierten bürgerlichen Standschützenkorps von Innsbruck, welche der löbliche Stadtmagistrat nun selbst in die Hand genommen hat, wird nun unserer Stadt eine neue, oder vielmehr eine lang entbehrte alte, Zierde verschaffen. In der Uniformierung werden zweckmäßige Abänderungen vorgenommen und soll dieses städtische Schützenkorps aus einer Division bestehen, nämlich 2 Kompagnien von je 100 – 120 Mitgliedern.
Die bis zum Erscheinen des neuen Bürgerwehrgesetzes hier provisorisch neuorganiseirten Stadtschützen haben dieser Tage die Wahl ihrer Herrn Oberoffiziere vorgenommen.
Programm zum Scharfschützenaufzug und zur Eröffnung des Festschießens am 30. September anlässlich des Empfanges des neuen Statthalters Carl Ludwig. (Auch die Musikbande und die Scharfschützen von Silz sind vor Ort).
Heute fand der großartige Schützen-Aufzug und die feierliche Eröffnung des großen, aus Landesmitteln gegebenen Festschießens zu Ehren Se. k.k. Hoheit statt, wobei leider zu bedauern, dass die Feier und Freude des Tages durch einen Unglücksfall getrübt wurde, indem durch den mit höchster Heftigkeit rasenden Südwind einer der beiden als Festdekorationen nächst dem Mauthhauses errichtet gewesenen Obelisken urplötzlich umstürzte und dadurch ein Mitglied der uniformierten Stadtschützen-Kompgnie von Innsbruck, Herr Unger, Zimmermaler, erschlagen wurde. [] Der unablässig rasende Scirrocco (Föhn) beeinträchtigt die Festfeier, die Entfaltung der Schützenfahnen, die Wirkung der Musik und der Gesangsvorträge der hiesigen Liedertafel. [] Was der Sturmwind in der Stadt verdarb, gilt noch in größerem Grade von der Feier am Berg Isel, wo die ganze Beleuchtung unterbleiben musste
Schützenlied (verfasst 1855 von Graf E. v. Wolkenstein)
Peter Paul Parsch aus Silz gewinnt beim großen Fest- und Freischießen am Berg Isel das III. Haupt der 12 zu erschießenden Haupt-Beste (das I. Haupt mit 25 Dukaten und Fahne erringt Josef Heiß von Gnadenwald, das II. Haupt geht an Ignaz Kranewitter von Nassereith); das Schießen dauerte von 30. September bis 9. Oktober. Die Zahl der Einlagen auf die Hauptbeste betrug 2111. Auf die Hauptscheiben fielen 11.152, auf der Schleckerscheibe 22.355, also zusammen 34.152 Schüsse. Die Zahl der Scheiben betrug 18, darunter 11 Wendelscheiben. Zentrumsschüsse fielen: auf dem Haupt 18, auf dem Schlecker 40, auf der Ehrenscheibe 2, auf der Ritterscheibe 1, zusammen 81 Centrum.
Da der Eisenbahnviadukt knapp an den dermaligen Militär-Verpflegsmagazinen vorüberführt, dieselben also der Feuersgefahr an dieser Stelle ausgesetzt wären, so wird deren Verlegung nothwendig und sollen, wie wir aus verlässlicher Quelle erfahren, die hiezu nöthigen Bauten schon mit kommendem Frühjahre, und zwar am Stadtsaggen unterhalb des v. Ingram´schen und Ettel´schen Hauses auf einer Baufläche von 5000 Quadrat-Klaftern begonnen und dort großartige Gebäude ausgeführt werden, in welchen nebst den Militär-Verpflegamtskanzleien auch die Proviant-Bäckerei, Mehl- und Fourage-Magazine untergebracht werden können; s.a. 15.01.1856 (Verschiebung, da vom Armeekommando in Wien nicht genehmigt)
25.05., 26.05 und 27.05. und 03.06.1859 – Die neue Landesverteidigungsordnung für Tirol und Vorarlberg: Bestimmungen über die Wehrpflicht; damit eine gleichmäßige Vertheilung und geregelte Ablöse stattfinden kann, wird eine Mannschaft von 24.000 Köpfen für das ganze Land angenommen; Befreiung und Ersatzmänner; eine Mannschaft wird in drei Züzüge eingeteilt; die Kompagnien sollen in der Regel 120 bis 240 Mann stark sein; jede Kompagnie besteht aus 1 Hauptmann, 1 Oberlieutenant, 2 Unterlieutenants, 2 Oberjägern, 12 Unterjägern, 12 Patrouilleführern, 4 Trompetern., 2 Zimmerleuten, 2 Schanzgräbern (Pionieren), 1 Büchsenmachern und 1 Fähnrich; die Dienstzeit jeder Kompagnie hat längstens 100 Tage ununterbrochen zu dauern; jeder Landesschütze wird mit Kugelstutzen und Kammergewehr versehen; die Landesschützen müssen weißgrüne Armbinden tragen; jeder der sein eigenes Gewehr mitbringt, erhält eine tägliche Zulage von 7 kr; Versorgung der Witwen und Waisen
Die Stärke des Aufgebotes des Gerichtes Silz beträgt 400 Mann
« StartZurück12345678910WeiterEnde »
Seite 2 von 49