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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Ein Trauerzug, wie solche glücklicher Weise sehr selten sind, bewegte sich heute früh 8 Uhr langsamen Schrittes von der Klosterkasern über die beiden Graben und den Innrain nach dem Exerzier- und Richtplatz am Prügelbau. Ein bereits fünfmal desertierter Mann vom Infanterie-Regiment Großfürst Michael, welcher bei Hopfgarten ergriffen und von seinem in Udine stationierten Regimentskommando zum Tode durch Pulver und Blei verurtheilt worden war, machte in Mitte einer Division des Infanterie-Regiments König von Niederlande, an dessen Spitze der kommandiertende Hr. Major und der Herr Garnisonsauditor ritten, an der Seite des ihm unablässig zusprechenden hochw. Herrn Regimentskaplans mit Thränen in den Augen seinen letzten verhängnisvollen Gang zur Richtstätte, wo nach den Vorschriften der Kriegsartikel die Urtheilsverkündung vorgenommen werden sollte. Da erschien nach Verlesung des Todesurteils der Hr. Adjudant des Hrn. Generals v. Giani zu Pferde und rief in dem Momente als der Stab gebrochen werden sollte, den inzwischen ertheilten „Pardon“. Der Begnadigte welchen die ausgestandene Todesangst und nun die Freude überwältigten, stürzte besinnungslos zu Boden. Tausende von Neugierigen aus Stadt und Land begleiteten den Exikutionszug von der Kaserne bis zum Richtplatz und brachen bei der Verkündigung der Gnade in laute Bravorufe aus; s.a. 16.09.
Marionettenvorstellung im Saale des Landeshauptschießstandes, wobei das „Peaterle“ eine Hauptrolle spielt
Gestern traf hier aus Mainz ein größerer Transport vom Infanterie-Regimente B. Wernhard auf dem Durchmarsche ein, von dessen Manschaft sehr viele mit Augenleiden behaftet, einige leider ganz erblindet waren
Künftiges Jahr feiert das im Jahre 1816 errichtete Kaiserjägerregiment seinen 50-jährigen Bestand. Die schönste Feier wäre, wenn das ganze Regiment, bekanntlich das stärkste, vielleicht auch das tapferste der Welt, zusammengezogen würde, was seit seinem Bestande noch nie der Fall war
Der hw. Veteran Herr Stephan Krismer in Brennbichl, bereits ein Greis von 88 Jahren, hat gestern noch eine große Reise nach Salzburg, Linz, Wien und Agram unternommen
In Silz wurde zum Hauptmann der Landesschützenkompagnie jenes Bezirkes gewählt Herr Johann Ludescher, k.k. Bezirksförster, Besitzer der großen goldenen Medaille. Herr Ludescher ist bereits 1848 und 1849 als Hauptmann der Schützen des Gerichts Reutte ausgerückt. Zum Oberlieutnant wurde gewähtl Herr Alois Theuille, Kanzlist dahier, zu Lieutnants Herr Nikolaus Schönherr von Obsteig und Herr Eduard Walser von hier, Besitzer der Tapferkeitsmedaille 2. Klasse
In Weer verstarb am 13. d. Mts. der Kriegsveteran Josef Palhuber (1809) †
Am 19. d. Mts. hat der Landesausschuss den Preisbecher der dem leider zu früh verstorbenen Professor der Theologie in Brixen Alois Meßmer für sein bekanntes Schützenlied im Jahre 1847 zuerkannt wurde, um den Betrag von 200 fl ö. W. von der Mutter des Verstorbenen gekauft. Der Landtag wird seiner Zeit bestimmen, wohin dieser Preisbecher kommen soll, ob in das Museum Ferdinandeum oder in den Landeshauptschießstand
27.04. und 28.04.1866 – In der verflossenen Nacht wurde auf der Straßen in St. Nikolaus ein hiesiger Nachtwächter, verheiratet, Vater von 5 Kindern, aus bisher noch unbekannter Ursache von einem Kaiserjäger mittels eines Bajonetts an der an der Brust und am Kopfe verletzt. Derselbe wurde todt ins Stadtspital übertragen, der Thäter der Militärbehörde übergeben. Über den Vorfall erfahren wir folgende Details: Der hier in Arbeit stehende Uhrmacher Adolf Tschan aus Feldkirch begab sich um 11 Uhr nachts nach Hause. Als er in der die Nähe seiner Wohnung in die kaiserstraße kam, hörte er ein Geschreih und folgte demselben. Vor dem Sandwirth sah er einen schwer verwundeten Mann am Boden liegen und einen Kaiserjäger in betrunkenem Zustande mit dem blanken Bajonett davor stehen. Tschan hielt den Kaiserjäger an und transportierte in der Stadt zu. Nächst dem Strafhause sah er einen zweiten Kaiserjäger, den er zur Assistenz aufforderte, bemerkte aber, dass dieser am Kopfe blutete. Dies schien ihm bedenklich und hatte sohin beide in die Stadt geführt, wo eine Militärpatrouille herbei kamm der er diese zwei Mann übergab. Inzwischen wurde durch eine Polizeipatrouille auf der Straße vor dem Sandwirth der anscheinend verwundete Mann als Leich aufgefunden und in der nacht um halb…
Neue Stutzen für die Landesschützen
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