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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Spektakuläre Selbstmorde

Öffentliche Bloßstellung noch im Tode: „Am 20. d. M. früh hat sich der Webergeselle Sebastian Kreischner von St. Johann, der bei dem Weber Jakob Astlinger dort in Arbeit stand, aus unbekannter Ursache in der Scheune erhängt. Die gerichtliche Commission erklärte ihn nach der vorgenommenen Seccierung als geisteskrank.“
In Kirchdorf hat ein irrsinnger junger Mann sich selbst entleibt. Er stach sich ein Messer in den Hals und ließ das Blut in ein Geschirr rinnen bis er ohnmächtig zusammenfiel und endlich verblutete.
Vorgestern wird im Walde unweit von Natters ein männlicher Leichnam an einem Baume hängend aufgefunden
Selbstmord eines Gendarmen in der Hopfgartner Waldkapelle
Gestern hat ein unbekannter Herr am Berg Isel innerhalb des um das Denkmal für gefallene Kaiserjäger gezogenen Eisengitters durch einen Schuss durch die Schläfe seinem Leben ein Ende gesetzt.
Am 22. d. Mts. hat sich beim Wirth zu Baumgarten in Angerberg der Postenführer der Gendarmerie in Wörgl erschossen.
Panzendorf bei Sillian: Selbstmord mit Stemmeisen
Einen grässlichenSelbstmordversuch hat Mittwoch in Hopfgarten eine 26jährige Dienstmagd, die schon seit Langem an tiefer Schwermuth litt, gemacht, indem sie sich mit einem großen Stein ein starkes Küchenmesser in Mitten der Stirne und in gerader Richtung durch Stirn, Bein und Gehirn 3 Zoll tief einschlug, nachdem sie sich noch früher 20 Stichwunden in der Stirnhaut beigebracht hatte. Vormittags war die Magd vermisst worden, aber abends fand man sie zufällig in einem verschlossenen Gewölbe in ihrem Blute auf der Brust liegend und bei Bewußtsein, den Kopf theilweise auf das Messer gestützt, das mit ziemlicher Anstrengung aus der Wunde gezogen werden musste. Auf dem Boden lagen einige Papierzettel, auf die sie Tags voher mit Bleistift ihre letzten Seufzer geschrieben hatte. Der Zustand der Unglücklichen ist den Umständen gemäß. Trotz eingetretener Gehirn-Entzündung kehrt das Bewusstsein zeitweilig zurück
Selbstmord des Husarenoffiziers K. L., Personal-Adjutant des Landeskommandierenden FML Graf Thun. (Am Montag um 8 Uhr werden in der Franziskanerkirche die hl. Seelenmessen für den Verstorbenen gelesen.)
Noch ein Selbstmord in besseren Kreisen. Im ersten Stock des Hauses Nr, 88 am Stadtplatz wohnte Stanislaus Goluchowski, das dritte von den Kindern des Agenor Goluchowski, Statthalters in Gallizien, der hier die Rechte studierte. Von einer Osterreise nach Italien kürzlich zurückgekehrt, machte er gestern abends 5 Uhr in seiner Wohnung durch einen Schuss aus einem ganz kleinen Revolver seinem 21-jährigen Leben ein freiwilliges Ende. Die erbsengroße Kugel drang mitten ins Herz, doch blieb dem Unglücklichen Zeit, aus dem Faueuil, in dem er die traurige Tat vollbracht, sich ins Bett zu begeben. Der Diener des jungen Grafen, der Mohr Giacomo Abdallah, war der erste, welcher seinen Herrn im Bette fand. Auf die Nachricht von dem Unglücke wurde das Haus bis in die Abendstunden von Leuten völlig belagert, ja die bedauerliche Nachricht ging so weit, dass sogar Sicherheitswachmänner im Hause zur Abwehr derselben aufgestellt werden mussten; s.a. 24.04. Überführung der Leiche nach Skala (Galizien); Seelengottesdienst in der St. Jakobs-Pfarrkirche
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