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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Verschiedenes

Für die über den schmerzlichen Verlust ihres Fräulein Tochter Honorata v. Kownacki tiefbetrübte Mutter, welche mit derselben auf der Reise von Lemberg nach Meran begriffen, hier deren Tod in Folge von unheilbarem Lungenleiden zu beklagen hatte, mag es doch einigermaßen tröstend gewesen sein, dass bei des Fräuleins gestern erfolgter Beerdigung die Theilnahme der hiesigen Bevölkerung an deren Begräbniszuge eine außergewöhnlich zahlreiche war, und viele Honoratioren dieser Stadt, sowie 100 weiß gekleidete Jungfrauen und Kinder dem hier verstorbenen fremden Fräulein die letzte Ehre erwiesen und deren Grab mit Kränzen und Blumen schmückten.
Das Ministerium des Inneren erlässt Bestimmungen über Leichentransporte: Darnach kann die Verführung der Leichen in die Umgebung eines Ortes auf zwei Stunden ohne besondere Bewilligung erfolgen. Bei Entfernungen, welche die Überbringung der Leiche an ihren Bestimmungsort in einem Tag möglich machen, ertheilen auf dem Land die Bezirksämter die Bewilligung. Bei grrößeren Entfernungen ist die Bewilligung der Statthalterei erforderlich. Bei einem solchen Transport muss die Leiche zur Winterszeit in einem doppelten wohl verschlossenen Sarg gelegt werden. Zur Sommerszeit muss die Leiche überdies noch nach einer besonderen Vorschrift im Inneren gereinigt und präpariert werden, nur bei Verwendung eines verlöteten Metallsarges ist die Präparation nicht notwendig.
Ein merkwürdiger Brauch kommt jetzt in Wien zum Vorschein: Es werden nämlich auf den Grabsteinen die Bildnisse der Verstorbenen in Photographien unter Glasrahmen angebracht.
Eine Blume auf das Grab Ferdinand Schumacher´s († 15. März 1866; cand. med.)
In Tulfes und Hall sind zwei Menschen erfroren.
Unfall und Selbstmord im Zillertal (Haslach bei Zell und Gerlos)
Beim Bärenwirth in Höttung wurde ein Zechbruder, der den übrigen Gästen durch sein Schreien höchst unangenehm wurde, aus dem Lokal expediert und in einen leeren Schweinestall gesperrt. Als man dieses eigenthümliche Schlafzimmer am nächsten Tag öffnete, wurder der Eingesprerrte todt am Boden liegend gefunden. Ein Stickfluss mochte seinem Leben ein Ende gesetzt haben; s.a. 22.07. und 23.07.
In den Haller Innauen wird die Leiche einer alten Frau entdeckt und als die hier seit mehreren Tagen hier vermisste Frau Fumagalli erkannt. An der Hirnschale fand man eine klaffende Wunde, die wahrscheinlich durch den Stoß an einen Stein herrührt. Ferner hat man die Leiche eines neugeborenen Kindes in einem Aborte in Hötting gefunden.
Reklame für Grabdenkmäler (Steinmetzmeisters Hohenauer)
Gestern morgens soll im Völserwalde auf dem nach Sellrain führenden Weg außerhalb der sogenannten schwarzen Kreuzkapelle im Gemeinderayon von Völs die Leiche eines sterbenden Menschen (der „Tafel Lois“ aus Grinzens) am Rande der Straße im Schnee liegend angetroffen worden sein; s.a. 16.12.
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