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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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In der gestern abgehaltenen Generalversammlung der Mitglieder des tirolisch-vorarlbergischen Nationalsmuseums überreichte dessen oberster Vorstand, Se. Excellenz Herr Clemens Graf v. Brandis, als Geschenk des Herrn Grafen von Enzenberg ein kleines Kreuz, welches Andreas Hofer bis zu seinem Todestage auf der Brust getragen und dem begleitenden italienischen Priester auf der Bastei von Mantua als letztes Andenken eingehändigt hatte. In dieser Versammlung wurde beschlossen, als Ehrenmitglieder des Ferdinandeums zu ernennen.
Im kommenden Frühjahr wird das Ferdinandeum hier das ihm noch fehlende Blatt der Koch´schen Entwürfe zur Bibel erhalten.
Herr Schwarz, nordamerikanischer Consul zu Wien, hat dem Ferdinandeum eine lebensgroße Statue Endymions zum Geschenk gemacht. Dieses großmüthige Geschenk hat doppelten Werth dadurch, dass es ein Werk des leider zu früh verstorbenen Tirolerkünstler Poppeler ist, über den sich Schwanthaler sehr anerkennend äußert
Nach beglaubigter Quelle können wir heute die freudige Nachricht mitteilen, dass die Ambraser Sammlung bald an ihren ursprünglichen Sitz verlegt wird; (s.a. schon vorher 29.01., 21.05. u. 26.05.1856)
Prof. Ficker macht einen in sprach- und schriftwissenschaftliicher Hinsicht im Ferdinandeum einen sehr interessanten Fund. Er fand zwei mit glagolitischen Schriftzeichen beschriebene Blätter vor, welche in ihrer Form zu den ältesten Denkmälern dieser Schriftart gehörden dürften
Im Ferdinandeum werden Werke von Hanns Brunner, Landschaften von Unterberger, Genrebilder vom Juristen Köck und einige Porträts von Mahlknecht, Ziegler und Hölzl ausgestellt. Über die von Paris hergesandte Statue („Terpsichore“) des Herrn Mahlknecht herrscht nur eine Stimme der Bewunderung dieses herrlichen Kunstwerkes, das, wenn es das Ferdinandeum jemals erwerben sollte, unstreitig eine der schönsten Zierden der vaterländischen Anstalt bilden würde; s.a. 15.06.
Die „Zeitschrift des Ferdinandeums“ wird außer den naturwissenschaftlichen Beiträgen eine „Geschichte des deutschen Ordens in Tirol“ von Pater Justinian Ladurner enthalten.
Heute nacht wurde ein Einbruchsversuch in das Ferdinandeum unternommen, der jedoch durch die rechtzeitige Intervention des Cursors Rendl ohne nachtheilige Folgen für dasselbe ablief.
Se. k.k. Hoheit unser Statthalter Carl Ludwig haben dem Ferdinandeum ein höchst seltenes römisches Medaillon (Antonius Pius) und das Geheimsiegel Karls des Kühnen in einem sehr wertvollen Exemplare zum Geschenk gemacht.
Das für den geringen Preis von 600 fl. von Hrn. Flatz in Rom für das hiesige Museum gemalte Bild ist bereits hier angekommen.
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